Tsunami-Alarmsystem mit Integrata-Preis ausgezeichnet

Mit dem HUNIT-Preis für humane Nutzung der Informationstechnologie ist die Tübinger A3M AG, Entwickler und Betreiber des Tsunami-Alarmsystems für Mobiltelefone, gestern in Mannheim ausgezeichnet worden. Prof. Dr. Wolfgang Heilmann, Vorstandsvorsitzender der Integrata-Stiftung, übergab den mit 3.000 Euro dotierten Preis auf dem do it.software-forschungstag 2007 der Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg mbH an die Professoren Wolfram Reiners und Eduard Heindl. Mit dem Integrata-Preis werden seit sieben Jahren Projekte ausgezeichnet, die mithilfe moderner Informationstechnologie einen Beitrag zur Verbesserung des Arbeitslebens leisten und zu einer Steigerung der Lebensqualität führen.

„Mit der Ausschreibung des Integrata-Preises wollen wir Forscher gezielt dazu anregen, die Möglichkeiten der humanen Nutzung von Informationstechnologie voll auszuschöpfen“, erläuterte Wolfgang Heilmann das Anliegen der Stiftung. „Die A3M hat mit der Entwicklung des Tsunami-Alarmsystems in unseren Augen einen sehr wichtigen Beitrag dazu geleistet, die Sicherheit der Menschen und damit ihre Lebensqualität zu steigern.“

Für Wolfram Reiners von der A3M hat die Auszeichnung einen besonders hohen Stellenwert: „Der Preis der Integrata-Stiftung stellt eine inhaltliche Anerkennung unserer Arbeit im Dienste des Menschen dar. Eine sinnvolle und menschengerechte Nutzung von IT steht bei uns im Vordergrund, die Verfolgung dieser Ziele war jedoch nicht immer einfach. Am Anfang stand die bittere Erfahrung, dass diese den dringend benötigten Geld- und Kapitalgebern meist recht unwichtig sind und deren Gedanken sich nur um Return-on-Investment drehen“, erinnert sich Reiners. „Dennoch haben wir an diesen Zielen immer festgehalten und erhalten mit dieser Auszeichnung eine schöne Bestätigung unserer Arbeit und dafür, dass wir mit dem Grundgedanken nicht alleine sind.“
Auch Eduard Heindl, Mitentwickler des Systems, betonte bei der Veranstaltung, dass Technologie nicht zum Selbstzweck werden dürfe, sondern ihr Einsatz immer auch einer ethischen Betrachtung bedürfe. „Ich bin stolz auf diesen Preis, da er nicht nur die materiellen Vorteile einer Entwicklung, sondern den Nutzen für die Menschen anerkennt. Denn darin liegt doch das eigentliche Ziel der Wissenschaft – Produkte zu entwickeln, die dem Menschen dienen“, so Heindl.

Neben der A3M wurden Mitarbeiter der Technischen Universitäten München und Darmstadt, dem Institut für Automobilwirtschaft Nürtingen sowie der Audi AG für die Entwickler eines neuartigen Navigationssystems für Autofahrer ausgezeichnet. Ebenfalls prämiert wurde ein Projekt vom Projektbüro Metschow in Mecklenburg-Vorpommern, das arbeitslosen Menschen Medienkompetenz vermittelt und so zum Abbau der strukturellen Benachteiligung von Frauen und Männern im ländlichen Raum beiträgt.

Über das Tsunami-Alarmsystem:
Das Tsunami-Alarmsystem wurde im Dezember 2004 ins Leben gerufen. Unter dem Eindruck der verheerenden Zerstörungen nach der Tsunami-Katastrophe im Indischen Ozean entstand bei den beiden deutschen Professoren Eduard Heindl und Wolfram Reiners der Wunsch, moderne Informationstechnologie einzusetzen, um Menschen vor einem ähnlichen Ereignis rechtzeitig warnen zu können.
Menschenleben und Eigentum sollen so in Zukunft geschützt werden können. Hierzu müssen viele Systeme zuverlässig zusammenspielen. Die technischen Details des Tsunami-Alarmsystems sind zum Patent beim Deutschen Patent- und Markenamt angemeldet. Das Tsunami-Alarmsystem wird betrieben vom Tsunami Institute der A3M AG mit Sitz in Tübingen. Vorstandsmitglieder sind Prof. Eduard Heindl, Prof. Wolfram Reiners und Dr. Andreas Koch, Aufsichtsratsvorsitzender ist Prof. Hanns Ruder.

Weitere Informationen:
A3M AG, Prof. Eduard Heindl, Prof. Dr. Wolfram Reiners, Hintere Grabenstr. 30,
72070 Tübingen, Tel.: 07071 97559-45, Fax: 07071 97559-59,
E-Mail: info@tsunami-as.com, Internet: http://www.pressrelations.de/new/standard/dereferrer.cfm?rurl=http://www.tsunami-alarm-system.com/

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