Neue Akzente bei der europäischen Forschungsförderung

„Europäische Forschungsförderung lohnt sich für den innovativen Mittelstand“. Dies war die zentrale Botschaft der im Rahmen der Hannover-Messe am 25. April 2001 durchgeführten Veranstaltung der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ (AiF) zum Thema „CRAFT – Europäische Partnerschaften, die sich rechnen“.

Der Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, Dr. Alfred Tacke, wies in seiner Ansprache darauf hin, dass mittelständische Unternehmen mit der europäischen Forschungsförderung bessere Möglichkeiten haben, europäische Technologiepartnerschaften zu knüpfen, und damit auch neue Marktchancen nutzen können. Die Bundesregierung arbeitet hierbei seit 1994 mit der AiF als Nationaler Kontaktstelle für die EU-Maßnahmen zur Forschung und Entwicklung zusammen.

Der stellvertretende Generaldirektor der Generaldirektion Forschung der EU, Hendrik Tent, betonte, dass die Europäische Kommission auch in Zukunft ihr besonderes Augenmerk auf den europäischen Mittelstand richten wird. Das gilt sowohl für die Überlegungen, einen europäischen Forschungsraum zu schaffen, als auch für die neue Gestaltung der europäischen Forschungsförderung. So sieht die Planung für das neue Forschungsrahmenprogramm (2002 bis 2006) eine Erhöhung der Fördermittel für die kleinen und mittleren Unternehmen von 10 % auf 15 % des Gesamtbudgets vor.

Nach dem Vorbild der deutschen Gemeinschaftsforschung wird die Kommission ein neues Instrument einführen, das die Lösung technologischer Problemstellungen für eine Vielzahl von mittelständischen Unternehmen in Europa vorsieht. Damit wird auch auf europäischer Ebene die branchenorientierte Gemeinschaftsforschung unterstützt, die sich in Deutschland seit Jahrzehnten bewährt hat.

Zwei Unternehmen stellten ihre durch CRAFT geförderten Projekte auf der Veranstaltung vor: Tilmann Borchardt von der Firma TBM aus Annaberg entwickelte gemeinsam mit Partnern aus Deutschland, Finnland und Schweden eine virtuelle Entwicklungsplattform zur Abstimmung und Optimierung der verschiedenen Komponenten von Holzerntemaschinen. Thomas Hanken von der ISITEC GmbH aus Bremerhaven, Landessieger der Gründer-Champions 2000, kooperierte mit Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus Portugal und Spanien. Gemeinsam entwickelten sie einen Sensor zur Optimierung der Abkühlautomatik von Kühltheken in Geschäften und in Verkaufswagen, wie sie auf Wochenmärkten eingesetzt werden.

Beide Unternehmensvertreter stellten die Vorteile der europäischen Forschungsförderung heraus und wiesen dabei nicht nur auf die finanzielle Unterstützung der EU hin, sondern auch auf die „Lerneffekte“ im Umgang mit europäischen Partnern und damit auch auf die Wahrnehmung neuer Marktchancen.

Im Anschluss an die Vorträge konnten interessierte Unternehmen mit Mitarbeitern der AiF und regionaler Beratungsstellen Einzelgespräche führen und so bereits diejenigen Ansprechpartner kennen lernen, die sie bei einer Antragstellung auf europäische Fördermittel begleiten.

Auskünfte zur Förderung kleiner und mittlerer Unternehmen durch die EU erhalten Interessenten unter der Helpline (0 18 01) 5 68 20 01 oder unter E-Mail eu@aif.de. Weitere Informationen sind im Internet unter www.aif.de/craft verfügbar.

Pressearbeit: AiF, Silvia Behr, Bayenthalgürtel 23,
50968 Köln, Telefon: (02 21) 3 76 80-55,
Fax: (02 21) 3 76 80-27,
E-Mail: presse@aif.de,
Internet: www.aif.de

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