Neue Clusterportraits bei Kooperation international: Breslau und Katar

Damit stehen nun bereits sechzehn ausführliche Clusterportraits aus dreizehn Ländern zur Verfügung.

Die Clusterportraits liefern bedarfsorientierte, fundierte Informationen. Sie sollen Cluster und Netze in Deutschland bei der Entwicklung von Strategiebildungsprozessen und der Etablierung von Kooperationen unterstützen und ein Benchmarking mit den weltweit Besten ermöglichen. Die Clusterportraits entstehen als dynamische Produkte im Rahmen eines internationalen Clustermonitorings und werden laufend durch aktuelle Nachrichten, Termine und Dokumente ergänzt.

Das niederschlesische Breslau (Wroclaw) ist Polens am schnellsten wachsende Stadt. Sie hat aktuell rund 630.000 Einwohner und besitzt eine lange akademische Tradition mit internationalem Erbe. Breslau verfügt über eine Fläche von 293 km² und gilt als kulturelles und wissenschaftliches Zentrum der Region. Der Cluster Breslau erstreckt sich über knapp 2130 km². In dieser Region leben rund eine Million Menschen. Seit 2003 sind rund 125.000 neue Arbeitsplätze durch die wirtschaftliche Entwicklung im Großraum Breslau entstanden. Die Arbeitslosenquote ist laut Stadtverwaltung im gleichen Zeitraum von 13% auf unter 6% gefallen. Seit den 1990er Jahren konnte sich der Standort als überregionales Wirtschaftszentrum im Dreiländereck von Deutschland, der Tschechischen Republik und Polen etablieren. Zahlreiche angesehene Hochschulen und Forschungsinstitute, über 140.000 Studierende, zehn Nobelpreisträger sowie die steigende Anzahl ausländischer und inländischer Investoren tragen zu Breslaus steigender Bedeutung in der internationalen Clusterlandschaft bei. Die Kompetenzfelder Breslaus haben sich in den vergangenen Jahren stark ausdifferenziert. Als ehemaliger führender Standort für Elektro- und chemische Industrie haben sich Stadt und Umgebung zu einem breit gefächerten Cluster entwickelt, dessen ausgeprägte Innovationsfelder in der Biotechnologie, Nanotechnologie und Werkstofftechnologie zu finden sind. Weitere Stärkefelder stellen die Informations- sowie die Umwelttechnologien dar.

Der Staat Katar (Dawlat Qatar [arab.], State of Qatar [engl.]), im Nordosten der Arabischen Halbinsel am Persischen Golf gelegen, umfasst ein Gebiet von insgesamt 11.473 km². Das kleine Staatsgebiet und der enorme Reichtum des Landes haben die Entwicklung eines Clusters ermöglicht, dessen Mittelpunkt nahe der Hauptstadt Doha liegt. Mit enormem finanziellem Aufwand konnten moderne Voraussetzungen für Kooperationen zwischen Wirtschaft und Forschung geschaffen werden. Das Land bezieht seinen Reichtum aus den großen Erdöl- und Erdgasvorkommen. 1939 wurde erstmals auf Staatsgebiet Erdöl entdeckt, das zu dem besonders dynamischen Aufschwung des Landes geführt hat. Die aktuelle Entwicklung des Landes wird stark von einer Wirtschaftsdiversifizierung geprägt. Das Königshaus Hamad ist darauf bedacht, den nicht-energiebezogenen Wirtschaftssektor weiter auszubauen und zu fördern. Der Cluster Katar spielt eine Hauptrolle in diesem Prozess. Nahe Doha wurde der Qatar Science & Technology Park (QSTP) errichtet, der ausländischen und inländischen, technologieorientierten Unternehmen die Möglichkeit bietet, sich in den Gebäuden des Parks niederzulassen und zu kooperieren. Gleichzeitig mit der Forcierung der Innovationsfelder Gesundheitsforschung, Medizin, Erneuerbare Energien, Informations- und Kommunikationstechnologien sowie Umwelttechnologien konnten international renommierte Hochschulen motiviert werden, einzelne Studiengänge in eigens dafür eingerichteten Gebäuden am Standort anzubieten. Die enormen finanziellen Aufwände der gesamten Bildungs- und Wirtschaftsförderungsprogramme von Katar werden unter Leitung der Qatar Foundation durch eine eigens dafür reservierte Ölquelle gestemmt.

Fachlicher Ansprechpartner:
Philipp Clemens
Abteilung Grundsatzfragen von Forschung,
Technologie und Innovation
VDI-Platz 1
40468 Düsseldorf
Telefon: +49 211 6214 -362
Telefax: +49 211 6214 -168
E-Mail: clemens@vdi.de
Über die Initiative Kooperation international
Kooperation international bietet umfassendes Wissen zur internationalen Zusammenarbeit in Forschung und Bildung und ist Kommunikationsplattform für Informations- und Kooperationssuchende aus dem In- und Ausland. Das Internetportal trägt ferner dazu bei, die internationale Zusammenarbeit zwischen Forschungs- und Bildungseinrichtungen sowie forschenden Unternehmen zu stimulieren. Darüber hinaus stellt Kooperation international ein Instrument der Vernetzung deutscher Regierungsstellen, Wissenschafts-, Mittler- und Wirtschaftsorganisationen dar.

Gemeinsame Betreiber des Portals sind die VDI Technologiezentrum GmbH und das Internationale Büro des BMBF.

Kontakt:
Internationales Büro des BMBF beim
Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V.
Heinrich-Konen-Str. 1
53227 Bonn
Telefon: +49 228 3821-468
Telefax: +49 228 3821-444
Dr. Hans-Peter Niller
E-Mail: Hans-Peter.Niller@dlr.de
VDI Technologiezentrum GmbH
Abteilung Grundsatzfragen von Forschung,
Technologie und Innovation
VDI-Platz 1
40468 Düsseldorf
Telefon: +49 211 6214 -494
Telefax: +49 211 6214 -168
Dr. Andreas Ratajczak
E-Mail: ratajczak@vdi.de
Der vorliegende Text ist eine gemeinsame Pressemitteilung der VDI Technologiezentrum GmbH und des Internationalen Büros des BMBF.

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