Europäische Union fördert drei Erlanger Lernforschungsprojekte

Damit liegt die Universität mit ihrem Institut für Lern-Innovation nicht nur deutschlandweit vorn, sondern ist die Einzelorganisation mit den meisten Bewilligungen in Europa. Die EU fördert die Projekte mit insgesamt 900.000 Euro.

Von vielen hundert Anträgen haben unabhängige Gutachter knapp 200 genehmigt – alle von sehr hoher Qualität, wie das zuständige EU-Büro bekanntgab. Deutschland ist mit 30 ausgewählten Projekten im Mittelfeld vertreten. Vier erfolgreiche Anträge stammen aus Bayern.

Die Projekte
te@ch.us will Lehrende und Lernende bei der Nutzung der Technologien des Web 2.0 unterstützen. Über technische Kompetenzen hinaus erfordert dies eine laufende kritische Reflexion von Bildungswelt und gesellschaftlich verantwortlichen Wirkungen. Vernetzt als lernende Gemeinschaften sollen sich Lehrende und Lernende untereinander über ihre Lehr- und Lernerfahrungen austauschen und sich so laufend selbst an neue technologische Anwendungen ebenso wie an die sich wandelnden gesellschaftlichen Herausforderungen anpassen können. Weitere beteiligte Partnerländer sind Belgien, England, Finnland, Portugal und Litauen.

CONCEDE soll bei der Bewertung von Lernressourcen helfen, die von Studierenden an europäischen Hochschulen selbst geschaffen und dann anderen Studierenden offen im Netz zur Verfügung gestellt werden. Das rasante Anwachsen von Web 2.0 Anwendungen, von nutzergenerierten Lerninhalten und damit auch allgemein zugänglicher, neuer Lernmöglichkeiten erfordert dringlich innovative, wirksame und zuverlässige Prozesse der Qualitätssicherung. Dazu wird CONCEDE einen Qualitätsrahmen entwickeln, der es ermöglichen soll, nutzergenerierte Lerninhalte aus der Perspektive verschiedener Akteure (z.B. Studenten, Dozenten, Verwaltung, Leitung) zu beurteilen. Diese Prozesse der Qualitätssicherung werden durch Partner in Belgien, Finnland, Großbritannien, Portugal, Spanien, Ungarn und Deutschland entwickelt und an mehreren Hochschulen in Europa erprobt.

EXPERTS schafft Netze, in denen Erzieher, Erzieherinnen bzw. Tagesmütter in ihrem alltäglichen Erziehungsverhalten unterstützt und somit ihre Erziehungskompetenzen verbessert werden. Über Praxisnetze sollen sich die Betreuer intensiv und strukturiert über ihre Praxiserfahrungen austauschen können. Dabei tragen das Erzählen und Vergleichen und die damit verbundene Reflexion von professionellem und privatem Handeln weiter als die bislang eingesetzten, konventionellen Weiterbildungsmethoden. Der für das Projekt EXPERTS gewählte Ansatz des „Story-Telling“ wird technisch durch den Einsatz eines Blogs im Internet ermöglicht. Neben dem Institut für Lern-Innovation der Universität Erlangen-Nürnberg sind Partner aus Spanien, Italien, Slowenien und Finnland an dem Projekt beteiligt.

Weitere Informationen unter http://www.fim.uni-erlangen.de

Die Universität Erlangen-Nürnberg, gegründet 1743, ist mit 26.000 Studierenden, 550 Professorinnen und Professoren sowie 2000 wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die größte Universität in Nordbayern. Schwerpunkte in Forschung und Lehre liegen an den Schnittstellen von Naturwissenschaften, Technik und Medizin in engem Dialog mit Jura und Theologie sowie den Geistes-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften. Seit Mai 2008 trägt die Universität das Siegel „familiengerechte Hochschule“.

Weitere Informationen für die Medien:

Institut für Lerninnovation
Tel.: 09131/85-24695
te@ch.us
Simon Heid
simon.heid@fim.uni-erlangen.de
CONCEDE
Thomas Kretschmer
thomas.kretschmer@fim.uni-erlangen.de ; Thomas Fischer
thomas.fischer@fim.uni-erlangen.de
EXPERTS
Ulrike Hetzner
ulrike.hetzner@fim.uni-erlangen.de
Sabine Rohleder
sabine.rohleder@fim.uni-erlangen.de

Media Contact

Ute Missel idw

Weitere Informationen:

http://www.fim.uni-erlangen.de

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