Bilder, Böden, Brennstoffzellen

Die neuen „Einstein Junior Fellows“ forschen unter anderem an effizienteren Katalysatoren für die Energiegewinnung aus Wasserstoff in Brennstoffzellen, an neuen Therapien für Parkinson-Patienten und an der Geschichte des Begriffs der Unparteilichkeit.

Was haben sie gemeinsam – die Literaturwissenschaftlerin Anita Traninger, der Chemiker Ralph Krähnert, der Mediziningenieur William Taylor, die Kunsthistorikerin Vera Beyer und die Geomechanikerin Bettina Albers? Sie alle leisten als Post-Doktoranden an den Berliner Universitäten herausragende Beiträge zu ihrem Forschungsgebiet.

Und sie erhalten für ihr jüngstes Forschungsvorhaben eine Förderung als „Einstein Junior Fellow“. Die Förderentscheidung fällte der Vorstand der Einstein Stiftung in seiner letzten Sitzung.

Die beiden Junior Fellows in den Geisteswissenschaften rücken die Vergangenheit in ein neues Licht. So untersucht die Literaturwissenschaftlerin Anita Traninger von der Freien Universität Berlin (FU) die Entwicklung des Begriffs der Unparteilichkeit. In ihrer geistesgeschichtlichen Studie argumentiert sie dafür, dass die Eigenschaft der Unparteilichkeit nicht in der Natur des Menschen liegt, sondern sich als Bündel von erlernten Handlungsweisen im 17. Jahrhundert herausgebildet hat. Vera Beyer, Kunsthistorikerin an der FU, vergleicht in ihrem Projekt über Bildkulturen die nordalpine und die persische Buchmalerei des 14. bis 16. Jahrhunderts.

Die Junior Fellows aus den Naturwissenschaften suchen dagegen nach Antworten auf die Fragen der Zukunft: An der Technischen Universität Berlin entwickelt der Chemiker Ralph Krähnert Katalysatoren mit präzise einstellbaren Eigenschaften für die Gewinnung von Energie aus Wasserstoff, während die Biomechanikerin Bettina Albers die Merkmale akustischer Wellen in Böden erforscht. Albers’ Forschung ist unter anderem relevant für die Lagerung von Atommüll.

Der Mediziningenieur William Taylor von der Charité-Universitätsmedizin Berlin will herausfinden, welche Symptome der Parkinson-Krankheit durch die Therapiemethode der Tiefenhirnstimulation gelindert werden. Dadurch könnten Ärzte bald anhand der Beschwerden eines Patienten entscheiden, ob eine Tiefenhirnstimulation sinnvoll ist.

Mit dem Programm „Einstein Junior Fellow“ fördert die Stiftung exzellente wissenschaftliche Nachwuchskräfte in Berlin. Die Förderung beinhaltet neben der Stelle der jungen Wissenschaftler auch eine Finanzierung des jeweiligen Forschungsprojekts mit bis zu 100.000 Euro.

Die Einstein Stiftung – 2009 vom Land Berlin gegründet – fördert Wissenschaftler auf internationalem Top-Niveau am Standort Berlin. Damit trägt die Stiftung dazu bei, die Stadt dauerhaft als attraktive Wissenschaftsmetropole zu etablieren.

Media Contact

Christian Martin idw

Weitere Informationen:

http://www.einsteinfoundation.de/

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