Berufsbegleitend studieren jenseits der 40: FOM entwickelt Strukturen für das lebenslange Lernen

Zielsetzung: Vorbildliche Strukturen und Maßnahmen zu entwickeln, die ältere Berufstätige dabei unterstützen, sich parallel zum Job akademisch zu qualifizieren.

„Wir untersuchen zunächst, welche Anforderungen die Zielgruppe der über 40-Jährigen an berufsbegleitende betriebswirtschaftliche Studiengänge hat“, umreißt Professor Dr. Lutz Hoffmann, der das praxisorientierte Projekt federführend betreut. „Anschließend arbeiten wir didaktische Merkmale für ein altersgerechtes Studium bzw. eine altersgerechte Lehre heraus: Wie wird die Zielgruppe erfolgreich an wissenschaftliches Arbeiten und Lernen herangeführt? Wie lässt sich im Beruf erlangtes Erfahrungswissen einbeziehen? Und welche Art der Wissensvermittlung erzielt die besten Ergebnisse?“

Warum sich die Hochschule verstärkt um die Belange älterer Arbeitnehmer kümmert, erläutert FOM-Rektor Professor Dr. Burghard Hermeier: „Fachkräftemangel, längere Lebensarbeitszeiten und steigende Anforderungen am Arbeitsplatz machen lebenslanges Lernen notwendig. Nur so bleibt die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands gesichert. Mit einer soliden Ausbildung bzw. einem Studium ausgelernt zu haben, ist ein immer noch weit verbreiteter Irrtum“, betont er und fordert: „Wirtschaft, Gewerkschaften, Arbeitsagentur und Politik haben in den vergangenen Jahren erfolgreich bei der Ausbildungsinitiative kooperiert. Im Zeichen des demografischen Wandels brauchen wir mindestens genauso viel Engagement für Weiterbildungsinitiativen.“

Schon jetzt ist das Interesse Älterer an akademischer Weiterbildung groß: Mehr als 1.000 der insgesamt 18.000 FOM-Studierenden sind über 40 – Tendenz steigend. „Hochschulen müssen verstärkt Brücken bauen, damit lebenslanges Lernen eine Massenbewegung wird. Schließlich verfügen über drei Millionen der über 40-jährigen Arbeitnehmer in Deutschland über eine Hochschulzugangsberechtigung“, schätzt Hermeier. Im Rahmen des Projektes „Erfolgreich studieren 40+“ plant die FOM beispielsweise spezielle Brückenkurse und Beratungsangebote für ältere Studierende, um diese Zielgruppe noch besser zu erreichen und berufsbegleitend zum Bachelor- oder Master-Abschluss zu führen.

Kontakt: Stefanie Bergel, Telefon: 0201-81004-341, Fax: 0201-81004-110, E-Mail: stefanie.bergel@fom.de

Media Contact

Stefanie Bergel idw

Weitere Informationen:

http://www.fom.de

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreiben Sie einen Kommentar

Neueste Beiträge

Mehr Prozess- und Produktinnovationen in Deutschland als im EU-Durchschnitt

Mehr als jedes 3. Unternehmen (36 %) in Deutschland hat zwischen 2018 und 2020 (aktuellste Zahlen für die EU-Länder) neue Produkte entwickelt, Neuerungen von Wettbewerbern imitiert oder eigene Produkte weiterentwickelt….

Nanofasern befreien Wasser von gefährlichen Farbstoffen

Farbstoffe, wie sie zum Beispiel in der Textilindustrie verwendet werden, sind ein großes Umweltproblem. An der TU Wien entwickelte man nun effiziente Filter dafür – mit Hilfe von Zellulose-Abfällen. Abfall…

Entscheidender Durchbruch für die Batterieproduktion

Energie speichern und nutzen mit innovativen Schwefelkathoden. HU-Forschungsteam entwickelt Grundlagen für nachhaltige Batterietechnologie. Elektromobilität und portable elektronische Geräte wie Laptop und Handy sind ohne die Verwendung von Lithium-Ionen-Batterien undenkbar. Das…

Partner & Förderer