SOKRATES startet erfolgreich in die neue Programmphase


Mehr Fördermittel als jemals zuvor für deutsche Hochschulen

Anlässlich der vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) organisierten nationalen Startkonferenz wurde in Dresden vor rund 600 Vertretern aus den unter-schiedlichsten Bildungsbereichen die neue Phase des EU-Bildungsprogramms SOKRATES eingeläutet. SOKRATES II ist mit einem Budget von insgesamt 3,6 Milliarden Mark für die nächsten sechs Jahre ausgestattet. Rund 30 europäische Länder beteiligen sich an dem Bildungsprogramm, das sich vor allem an den Schul- und Hochschulbereich sowie an die Erwachsenenbildung richtet.

Im hochschulbezogenen Programmteil SOKRATES/ERASMUS, für den der DAAD im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) die Aufgaben einer Nationalen Agentur wahrnimmt, werden vor allem folgende Bereiche gefördert: der europaweite Studenten- und Dozentenaustausch, die Entwicklung gemeinsamer Curricula, die Durchführung von Intensivprogrammen und die Einführung des European Credit Transfer System (ECTS) zur Anerkennung der im Ausland erbrachten Studienleistungen. 246 deutsche Hochschulen, an denen 98 Prozent der Studierenden immatrikuliert sind, beteiligten sich an der ersten Ausschreibungsrunde und erzielten ein Spitzenergebnis: Sie erhalten mit rund 38 Millionen Mark die meisten Fördermittel. Auf Platz zwei liegen mit 35,3 Millionen Mark die französischen Hochschulen noch vor den spanischen (31 Millionen Mark).

Von den insgesamt 38 Millionen Mark erhalten die deutschen Hochschulen 32 Millionen Mark als Mobilitätszuschüsse für ihre Studierenden und erstmals im Zuge einer weiteren Dezentralisierung des Programms auch für die Dozenten direkt über den DAAD. Das sind mehr Fördermittel als jemals zuvor. Mit den EU-Geldern wollen die deutschen Hochschulen 2000/2001 über 35.000 Studierende und fast 5.700 Dozenten fördern, die in einem anderen EU-Land, in Norwegen, Liechtenstein, Island, in den zehn EU-Beitrittsländern Mittel- und Osteuropas oder in Malta lernen oder lehren sollen. Im Gegenzug wollen rund 34.000 Studierende und 5.900 Dozenten aus dem europäischen Ausland nach Deutschland kommen. Die gefragtesten Zielländer der deutschen Studierenden und Dozenten in SOKRATES/ERASMUS sind Großbritannien, Frankreich und Spanien. Besonders mobil sind dabei die Studierenden und Dozenten der Wirtschaftswissenschaften, der Sprachen und der Ingenieurwissenschaften.
Mit der erneuten Stärkung der Mobilität von Lernenden und Lehrenden leistet SOKRATES/ERASMUS einen wichtigen Beitrag zur Verwirklichung der politischen Forderung des BMBF und des DAAD nach einer deutlichen Erhöhung der Mobilität aus und nach Deutschland. Verbessert werden kann allerdings noch die deutsche Beteiligung an der Entwicklung europäischer Curricula. Hier nutzen die deutschen Hochschulen die Fördermöglichkeiten der EU bislang zu wenig.

Weitere Informationen zu SOKRATES finden Sie unter
http://www.sokrates-leonardo.de

Weitere Informationen finden Sie im WWW:

Media Contact

 Friederike Schomaker

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreib Kommentar

Neueste Beiträge

Klimawandel verursacht Artensterben im Schwarzwald

Schon heute hinterlässt der Klimawandel in den Mooren im Schwarzwald seine Spuren. Durch steigende Temperaturen und längere Trockenperioden sind dort in den vergangenen 40 Jahren bereits zwei typische Pflanzenarten ausgestorben….

Experiment bildet Elektronentransfer im Molekül ab

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Friedrich-Schiller-Universität Jena entwickeln in dem neuen Projekt „Multiskalen Pump-Pump-Probe-Spektroskopie zur Charakterisierung mehrschrittiger Elektronentransferkaskaden“ (kurz: „Multiscale P3S“) eine bisher einzigartige Untersuchungsmethode, um genau unter die Lupe zu…

Leistungstest für neuronale Schnittstellen

Freiburger Forschende entwickeln Richtlinie zur einheitlichen Analyse von Elektroden Wie sollen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Leistungsfähigkeit neuronaler Elektroden messen und definieren, wenn es keinen einheitlichen Standard gibt? Die Freiburger Mikrosystemtechnikerin…

By continuing to use the site, you agree to the use of cookies. more information

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close