AI4Schools bringt Künstliche Intelligenz in die Schule

An der Albert-Einstein-Schule in Schwalbach am Taunus findet aktuell ein Workshop von AI4Schools statt. 25 Schüler*innen der Oberstufe hatten zwei Tage lang Gelegenheit, praktische Programmier-Übungen zu machen und sich über wichtige Leitplanken für den Einsatz Künstlicher Intelligenz in Wirtschaft und Gesellschaft auszutauschen.
© Fraunhofer IAIS

Das Bildungsprojekt AI4Schools hat es sich zur Aufgabe gemacht, Schüler*innen und Lehrkräften den Umgang mit Künstlicher Intelligenz sowie das nötige Wissen über diese Technologie näher zu bringen. Am 14. September 2023 übernahm Bettina Stark-Watzinger, Bundesministerin für Bildung und Forschung, offiziell die Schirmherrschaft für AI4Schools. Überreicht wurde ihr die Urkunde in der Albert-Einstein-Schule in Schwalbach am Taunus. AI4Schools ist ein Projekt der Fraunhofer-Allianz Big Data und Künstliche Intelligenz, der Roberta-Initiative des Fraunhofer-Instituts für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS und des Lamarr-Instituts für Maschinelles Lernen und Künstliche Intelligenz.

Nur acht Prozent der Schüler*innen haben noch nie von ChatGPT gehört oder gelesen – das ergab eine Umfrage des Digitalverbands Bitkom im Frühjahr. Mittlerweile dürfte dieser Prozentsatz noch weiter gesunken sein. Künstliche Intelligenz ist längst in den Schulen angekommen. Doch was genau sich dahinter verbirgt und wie KI funktioniert, das ist nicht allen klar. »Künstliche Intelligenz ist für die Zukunft von Gesellschaft und Wirtschaft von entscheidender Bedeutung. Schüler*innen und Lehrkräfte gewinnen enorm, wenn sie den Umgang mit KI erlernen und sich mit dem Thema konstruktiv auseinandersetzen können«, sagt Prof. Dr. Stefan Wrobel, Co-Direktor des Lamarr-Instituts für Maschinelles Lernen und Künstliche Intelligenz und Institutsleiter des Fraunhofer IAIS. »Neben den Grundkompetenzen im Umgang mit KI vermitteln wir auch das nötige Hintergrundwissen. Schüler*innen werden so bereits vor dem Eintritt ins Berufsleben mit wichtigen Kompetenzen und Handwerkszeug ausgestattet, um die Veränderungen in unserer zunehmend digitalisierten Welt souverän zu meistern.«

Bettina Stark-Watzinger, Bundesministerin für Bildung und Forschung, übernahm am 14. September offiziell die Schirmherrschaft für das Fraunhofer-Projekt. Denn, so die Ministerin: »Künstliche Intelligenz ist nicht erst seit ChatGPT ein Zukunftsthema. Deshalb müssen wir das KI-Wissen und die KI-Kompetenz schon in der Schule stärken. Hier setzt das Projekt AI4Schools an, das sowohl Schülerinnen und Schülern als auch Lehrkräften einen praxisorientierten Einblick in dieses wichtige Thema ermöglicht. Damit macht es Lust auf Zukunft und auf ein spannendes Berufsfeld.«

In jeweils zweitägigen Schulungen vermitteln KI-Expert*innen von Fraunhofer und dem Lamarr-Institut Oberstufen-Schüler*innen und Lehrkräften KI-Basiswissen, machen praktische Programmier-Übungen und diskutieren gemeinsam über wichtige Leitplanken für den Einsatz von KI in Wirtschaft und Gesellschaft. An einem solchen Workshop, der jetzt mit 25 Schüler*innen an der Albert-Einstein-Schule in Schwalbach am Taunus durchgeführt wurde, nahm Ministerin Stark-Watzinger teil. Dabei kam sie auch mit den Schüler*innen ins Gespräch und diskutierte mit ihnen beispielsweise darüber, welchen Einfluss Künstliche Intelligenz auf das Lernen hat, und welche Chancen sich durch KI auf dem Arbeitsmarkt ergeben können.

Anke Horn, Schulleiterin der Albert-Einstein-Schule, gefällt besonders das Konzept des Bildungsprojekts, da es sich sowohl an Schüler*innen als auch an Lehrkräfte wendet. »Mit dem Workshop-Modul AI4Students erlangen die älteren Schüler*innen wertvolle Kompetenzen und Kenntnisse im Zukunftsthema Künstliche Intelligenz. Die im Workshop-Modul AI4Teachers ausgebildeten Lehrkräfte können wiederum im Nachhinein selbst Workshops durchführen, womit das wichtige Thema KI nachhaltig an der Schule verankert und damit allen Schüler*innen zugänglich gemacht werden kann.«

Klaas Wiggers ist Studiendirektor am Willms-Gymnasium in Delmenhorst, der Schule, die als AI4Schools-Partnerschule maßgeblich an der Entwicklung des Projekts beteiligt war. Er freut sich, dass die Bundesbildungsministerin die Schirmherrschaft für AI4Schools übernimmt, denn: »Künstliche Intelligenz fordert mit ihrer Innovationsgeschwindigkeit die deutschen Schulen heraus. Darum sind wir besonders stolz, das Projekt seit zwei Jahren begleiten und beraten zu dürfen, um so die heutige Schüler*innengeneration auf ihr künftiges Berufsleben vorbereiten zu können.«

Langjährige Erfahrung und Wissen stehen hinter AI4Schools: Beteiligt am Projekt ist die Fraunhofer-Allianz Big Data und Künstliche Intelligenz, die über umfassende Expertise in der angewandten KI-Forschung verfügt. Ebenfalls engagiert sich das Lamarr-Institut für Maschinelles Lernen und Künstliche Intelligenz – eins von fünf universitären KI-Kompetenzzentren bundesweit, die als Teil der KI-Strategie der Bundesregierung dauerhaft gefördert werden – mit seiner Spitzenforschungskompetenz an AI4Schools, so wie auch die Roberta-Initiative, die seit mehr als 20 Jahren Schüler*innen und Lehrkräften MINT-Kenntnisse vermittelt.

Weitere Informationen:

https://www.ai4schools.de/

https://www.iais.fraunhofer.de/de/presse/presseinformationen/presseinformationen-2023/presseinformation-230914.html

Media Contact

Evelyn Stolberg Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreiben Sie einen Kommentar

Neueste Beiträge

Lebensdauer von Brennstoffzellen erhöhen

Forschungsprojekt zur Modellierung des Materialverhaltens von PEM gestartet. In Brennstoffzellen und Elektrolyseuren kommen Polyelektrolytmembranen (PEM) zum Einsatz, die deren Haltbarkeit maßgeblich beeinflussen. Die Modellierung des Materialverhaltens der PEM unter thermischen…

Parabelflug mit Exoskelett

DFKI und Uni Duisburg-Essen führen Versuche zur Feinmotorik in Schwerelosigkeit durch. Feinmotorische Aufgaben unter Weltraumbedingungen stellen eine besondere Herausforderung dar und müssen zuvor auf der Erde trainiert werden. Wissenschaftlerinnen und…

Zwischenfrüchte sind Klimaschützer

Forschende der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) und der Leibniz Universität Hannover haben das erhebliche Klimaschutzpotenzial von Zwischenfrüchten in Agrarökosystemen quantifiziert. Mithilfe einer umfassenden Literaturstudie im Rahmen des langjährigen Forschungsprojekts „BonaRes CATCHY…

Partner & Förderer