Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Glasfasernetz für Zentralchina

21.08.2001


Sichuan Telecom Corporation, ein Tochterunternehmen von China Telecom mit Hauptsitz in Peking, hat Siemens im August 2001 mit der Lieferung eines photonischen Netzes beauftragt, das die wichtigsten Städte in der zentralchinesischen Provinz Sichuan verbinden soll. Damit wird die Kapazität des derzeitigen Netzes vervielfacht und der Einsatz breitbandiger Dienste wie ATM und IP erleichert. Die Übertragungsleistung beträgt 320 Gigabit pro Sekunde. Dies entspricht vergleichsweise der Kapazität von zehn Millionen simultan geführter Telefongespräche.

Der Siemens-Bereich Information and Communication Networks (ICN) wird Sichuan Telecom Corporation mit seiner Infinity MTS-Lösung beliefern, die auf Dense Wavelength Division Multiplexing (DWDM)-Technologie basiert. Diese ermöglicht die gleichzeitige Übertragung verschiedener Signale über eine Glasfaser, wobei auch unterschiedliche Datenformate und -protokolle übertragen werden können. So will Sichuan Telecom Corporation die Infinity MTS-Plattform für die parallele Übertragung von 2,5 Gigabit/s SDH (Synchronous Digital Hierarchy), zehn Gigabit/s SDH und IP (Internet Protocol) nutzen. Das hohe Maß an Flexibilität der Siemens-Lösung war einer der Hauptgründe, warum der chinesische Netzbetreiber den Auftrag an ICN erteilte. Ein weiteres Argument war die Kompatibilität mit SDH-Geräten anderer Hersteller. ICN wird die wichtigsten Städte in Sichuan über zwei DWDM-Ringe mit 32 x zehn Gigabit pro Sekunde anbinden. Die Ausdehnung des Netzes soll mehr als 1500 Kilometer betragen. Die Aufnahme des Betriebs ist für Herbst 2001 vorgesehen.

Hintergrundinformation Dense Wavelength Division Multiplexing (DWDM) ermöglicht die gleichzeitige Übertragung verschiedener Signale über eine einzige Glasfaser. Dadurch lassen sich sehr hohe Übertragungsgeschwindigkeiten erzielen. Jedes Signal wird bei DWDM auf einer leicht abweichenden Wellenlänge beziehungsweise Trägerfrequenz in die Glasfaser eingespeist. Es hat damit eine andere "Farbe". Auf der Empfängerseite werden die einzelnen Signale auf optischem Weg getrennt. Dies funktioniert ähnlich wie die Trennung der Farben des Sonnenlichts durch ein Prisma. Auch wenn bei DWDM verschiedene Signale gleichzeitig übertragen werden, beeinflussen sich diese nicht gegenseitig. Dadurch ist die parallele Übertragung auch verschiedener Datenformate und -protokolle (IP, ATM, Gbit-Ethernet, SDH etc.) möglich. DWDM stellt somit eine neutrale Plattform dar.

Infinity MTS ist die DWDM-basierte Lösung von Siemens für Glasfasernetze mit sehr hoher Kapazität für Übertragungen über große Entfernungen.

Siemens Information and Communication Networks (ICN) ist ein führender Anbieter von Sprach-/Datennetzen für Firmenkunden, Netzbetreiber und Service Provider. Das umfangreiche Portfolio umfasst insbesondere IP-basierte Konvergenzlösungen, eine durchgängige Produktpalette für den Breitbandzugang, optische Transportnetze sowie das Integrations-, Service- und Applikations-Geschäft. Damit bietet der Siemens-Bereich Komplettlösungen aus einer Hand für die Infrastruktur des Next Generation Internet, eine Grundvoraussetzung für das Mobile Business. Im Geschäftsjahr 2000 (30. September) erzielte ICN einen Umsatz von 11,4 Mrd. EUR, der Gewinn vor Zinsen und Ertragssteuern (EBIT) betrug 692 Mio. EUR. ICN beschäftigt weltweit 53 000 Mitarbeiter.

Diese Pressemitteilung enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Schätzungen der Unternehmensleitung von Siemens beruhen. Obwohl wir annehmen, dass die Erwartungen dieser vorausschauenden Aussagen realistisch sind, können wir nicht dafür garantieren, dass die Erwartungen sich auch als richtig erweisen. Die Annahmen können Risiken und Unsicherheiten bergen, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den vorausschauenden Aussagen abweichen. Zu den Faktoren, die solche Abweichungen verursachen können, gehören u.a.: Veränderungen im wirtschaftlichen und geschäftlichen Umfeld, Wechselkurs- und Zinsschwankungen, Einführungen von Konkurrenzprodukten, mangelnde Akzeptanz neuer Produkte oder Dienstleistungen und Änderungen der Geschäftsstrategie. Eine Aktualisierung der vorausschauenden Aussagen durch Siemens ist weder geplant noch übernimmt Siemens die Verpflichtung dazu.

Thomas Schepp | Pressereferat
Weitere Informationen:
http://www.ic.siemens.com/networks/index_d.htm

Weitere Berichte zu: DWDM Glasfaser Glasfasernetz ICN SDH

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht IAB-Arbeitsmarktbarometer: Beschäftigungsausblick verbessert sich
26.02.2020 | Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)

nachricht IAB-Arbeitsmarktbarometer: Beschäftigung wächst weiter
28.01.2020 | Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wissenschaftler beleuchten aktuellen Stand der Anwendung des Maschinenlernens bei Forschung an aktiven Materialien

Verfahren des Maschinenlernens haben durch die Verfügbarkeit von enormen Datenmengen in den vergangenen Jahren einen großen Zuwachs an Anwendungen in vielen Gebieten erfahren: vom Klassifizieren von Objekten, über die Analyse von Zeitreihen bis hin zur Kontrolle von Computerspielen und Fahrzeugen. In einem aktuellen Review in der Zeitschrift „Nature Machine Intelligence“ beleuchten Autoren der Universitäten Leipzig und Göteborg den aktuellen Stand der Anwendung und Anwendungsmöglichkeiten des Maschinenlernens im Bereich der Forschung an aktiven Materialien.

Als aktive Materialien bezeichnet man Systeme, die durch die Umwandlung von Energie angetrieben werden. Bestes Beispiel für aktive Materialien sind biologische...

Im Focus: Computersimulationen stellen bildlich dar, wie DNA erkannt wird, um Zellen in Stammzellen umzuwandeln

Forscher des Hubrecht-Instituts (KNAW - Niederlande) und des Max-Planck-Instituts in Münster haben entdeckt, wie ein essentielles Protein bei der Umwandlung von normalen adulten humanen Zellen in Stammzellen zur Aktivierung der genomischen DNA beiträgt. Ihre Ergebnisse werden im „Biophysical Journal“ veröffentlicht.

Die Identität einer Zelle wird dadurch bestimmt, ob die DNA zu einem beliebigen Zeitpunkt „gelesen“ oder „nicht gelesen“ wird. Die Signalisierung in der Zelle,...

Im Focus: Bayreuther Hochdruck-Forscher entdecken vielversprechendes Material für Informationstechnologien

Forscher der Universität Bayreuth haben ein ungewöhnliches Material entdeckt: Bei einer Abkühlung auf zwei Grad Celsius ändern sich seine Kristallstruktur und seine elektronischen Eigenschaften abrupt und signifikant. In diesem neuen Zustand lassen sich die Abstände zwischen Eisenatomen mithilfe von Lichtstrahlen gezielt verändern. Daraus ergeben sich hochinteressante Anwendungsmöglichkeiten im Bereich der Informationstechnologien. In der Zeitschrift „Angewandte Chemie – International Edition“ stellen die Wissenschaftler ihre Entdeckung vor. Die neuen Erkenntnisse sind aus einer engen Zusammenarbeit mit Partnereinrichtungen in Augsburg, Dresden, Hamburg und Moskau hervorgegangen.

Bei dem ungewöhnlichen Material handelt es sich um ein Eisenoxid mit der Zusammensetzung Fe₅O₆. In einem Hochdrucklabor des Bayerischen Geoinstituts (BGI),...

Im Focus: Von China an den Südpol: Mit vereinten Kräften dem Rätsel der Neutrinomassen auf der Spur

Studie von Mainzer Physikern zeigt: Experimente der nächsten Generation versprechen Antworten auf eine der aktuellsten Fragen der Neutrinophysik

Eine der spannendsten Herausforderungen der modernen Physik ist die Ordnung oder Hierarchie der Neutrinomassen. Eine aktuelle Studie, an der Physiker des...

Im Focus: High-pressure scientists in Bayreuth discover promising material for information technology

Researchers at the University of Bayreuth have discovered an unusual material: When cooled down to two degrees Celsius, its crystal structure and electronic properties change abruptly and significantly. In this new state, the distances between iron atoms can be tailored with the help of light beams. This opens up intriguing possibilities for application in the field of information technology. The scientists have presented their discovery in the journal "Angewandte Chemie - International Edition". The new findings are the result of close cooperation with partnering facilities in Augsburg, Dresden, Hamburg, and Moscow.

The material is an unusual form of iron oxide with the formula Fe₅O₆. The researchers produced it at a pressure of 15 gigapascals in a high-pressure laboratory...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

CLIMATE2020 – Weltweite Online-Klimakonferenz vom 23. bis 30. März 2020

26.02.2020 | Veranstaltungen

Automatisierung im Dienst des Menschen

25.02.2020 | Veranstaltungen

Genomforschung für den Artenschutz - Internationale Fachtagung in Frankfurt

25.02.2020 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Riesiger 3D-Drucker soll tonnenschwere Getriebeteile aus Stahl fertigen

27.02.2020 | Maschinenbau

Immunologie - Rachenmandeln als Test-Labor

27.02.2020 | Biowissenschaften Chemie

Pestizide erhöhen Risiko für Tropenkrankheit Schistosomiasis / Belastete Gewässer fördern Zwischenwirt des Erregers

27.02.2020 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics