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Mobilfunkmarkt in schwerer Krise?

22.01.2003


Renatus Zilles, Chef von Talkline ID, sieht den Mobilfunkmarkt in einer schweren Krise. Als Ausweg empfahl er beim heute in Wien zu Ende gehenden IIR-Kongress "Mobilfunkmarkt 2003" das Konzentrieren "auf die richtigen Geschäftsfelder."



"Die mobilen Datendienste von heute und morgen, insbesondere die Mehwertdienste, bieten große Chancen", so Zilles. Sein Unternehmen ist eine auf Mehrwertdienste spezialisierte Tochter von Talkline.

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"Der Mobilfunkmarkt steckt in einer schweren Krise", sagte Zilles bei seinem Vortrag. Die Mobilfunk-Netzbetreiber würden noch viele Jahre unter den hohen Kosten für UMTS-Lizenzen und -Netzaufbau leiden. In den entwickelten Märkten sei die Zeit des Wachstums vorbei, nun stehe der Verdrängungswettbewerb im Vordergrund. Durch die Einführung der Rufnummernportabilität in Deutschland sei der Markt noch härter geworden. "Es ist den Anbietern trotz aller Anstrengungen bislang nicht gelungen, den Anteil der umsatzschwachen Prepaid-Kunden zu verringern", so Zilles, "sie stellen immer noch mehr als die Hälfte". Dies würde den durchschnittlichen Monatsumsatz pro deutschem Kunden auf 26 Euro senken, für die Finanzierung der UMTS-Ausgaben seien aber 40-50 Euro erforderlich.

Die Empfehlung des Managers an die Branche: Mehrwert-Dienste über SMS, wie sein Unternehmen sie anbietet. Sie würden sich positiv auf Kundenbindung und Airtime auswirken und so zu einer Steigerung des ARPU (Average Revenue per User) führen. Gleichzeitig sei die Gewinnspanne hoch. Zukünftig wären auch MMS-Mehwert-Dienste eine gar feine Sache, sofern es attraktive und transparente Preismodelle gäbe und eine flächendeckende Verbreitung der Endgeräte erfolge. "Talkline ID will den ganzen Markt mit MMS-Mehrwertdiensten bedienen", so Zilles, "Der gesamte Markt kann so von umsatz- und margenträchtigen Mehrwert-Diensten profitieren."

Daniel A. J. Sokolov | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.talkline-id.de

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