Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Internationale MBA-Akkreditierungen sind wichtiger als das Ranking

09.04.2008
Mit der Anzahl der verschiedenen MBA-Programme und vielen unterschiedlichen Rankings ist auch die Unsicherheit gewachsen, welche Angebote gut sind oder von welchen man die Finger lassen sollte.

"Wichtigster Anhaltspunkt dabei ist die Akkreditierung" sagt Tristan Sage von der OU Business School. Er gibt den Akkreditierungen klar den Vorzug gegenüber Rankings, die in den nationalen und internationalen Wirtschaftszeitschriften publiziert werden.

"Im Gegensatz zur Akkreditierung garantiert ein Ranking-Spitzenplatz nicht unbedingt die Qualität der Studieninhalte beim MBA". Gütesiegel von angesehenen internationalen und unabhängigen Akkreditierungsagenturen verleihen einer Business School internationale Glaubwürdigkeit. Sie bieten dem künftigen Studierenden eine verlässliche Liste von auf Qualität geprüften Universitäten, die eine moderne Managementweiterbildung anbieten.

Nationale und internationale Akkreditierungsinstitute mit durchaus unterschiedlichen Qualitätsanforderungen für das begehrte Gütesiegel gibt es viele. "Der MBA ist ein internationaler Abschluss. Wer daher im Wettbewerb mitmachen will, muss seine Qualität an internationalen Kriterien ausrichten und prüfen lassen", sagt Tristan Sage. Deutsche Akkreditierungen spielen dabei noch keine große Rolle, weil sie oft nur Mindeststandards im MBA-Curriculum und für eine Rezertifizierung nur geringe oder gar keine Auflagen fordern.

Für die US-MBA-Schmieden schuf die AACSB (Association of Advance Collegiate Schools of Business) ein einheitliches Kontrollsystem für jedes einzelne MBA-Programm. In Europa sind vor allem die zwei renommierten Akkreditierungssiegel EQUIS (EU/Brüssel) und AMBA (GB) zu nennen. Die britische Agentur AMBA prüft seit 1997 auch auf internationaler Ebene und hat bereits in 68 Ländern 145 Business Schools ausgezeichnet.

Nach Expertenmeinung ist jedoch in Deutschland die EQUIS-Akkreditierung maßgeblich, wenn es um eine internationale Managerweiterbildung wie den MBA geht. Das mit Unterstützung der Europäischen Union und bereits bestehenden nationalen und europäischen Institutionen geschaffene Gremium EFMD (European Foundation for Management Development) prüft alle Bereiche einer Hochschule, wie Lehre, Forschung und Wirtschaftkontakte und verleiht das EQUIS-Qualitätssiegel (European Quality Improvement System).

Bis Ende März 2008 hatten 110 Business Schools eine EQUIS-Akkreditierung. Vor allem sind es europäische Business Schools, wobei in den letzten Jahren immer mehr Hochschulen von anderen Kontinenten, darunter Hochschulen aus Nord- und Südamerika, Australien und China, hinzugekommen sind.

Die Regeln sind streng und werden von Mal zu Mal strenger: Von den 110 EQUIS-akkreditierten Business School haben seit Mai 2006 nur zwei Drittel die volle Akkreditierung für fünf Jahre erhalten; diese 32 Business Schools müssen sich bereits nach drei Jahren erneut prüfen lassen. Ein Negativbescheid - unlängst bei einer bekannten deutschen Business School zwei Mal in Folge eingegangen - ist nichts Außergewöhnliches.

Die EFMD-Zertifizierer wollen sehen, dass sich die universitären Prozesse dynamisch optimieren. "Eine Schule, die auf dem gleichen Qualitätsniveau wie vor fünf Jahren stehen bleibt, wird kaum für weitere fünf Jahre neu akkreditiert", so die Regeln der EFMD. Die Fakultät, die nicht ständig an ihrem curricularen Angebot arbeitet und sich nicht nach den Verbesserungsvorschlägen des Komitees richtet, ist die EQUIS-Akkreditierung schnell wieder los.

Eine Garantie auf die Rezertifzierung gibt es nicht: "Auf den Meriten ausruhen wäre schön, aber die Meßlatte wird Jahr für Jahr immer höher gelegt", meint Tristan Sage. Die OU Business School gehört zu den wenigen, die über die drei internationalen MBA-Akkreditierungs-Gütesiegel EQUIS, AACSB und AMBA verfügen. Zudem verfügt sie auch über die CEL-Akkreditierung der EFMD, die E-Learning gestützte Bildungsprogramme in der Managementausbildung zertifiziert.

OU Business School, Tristan Sage, Zeppelinstraße 73, 81669 München, Tel. 089/89 70 90 48, E-Mail: T.Sage@open.ac.uk oder http://www.open.ac.uk/germany

Über die OU Business School
Die OU Business School ist eine Fakultät der Open University. Als größte britische staatliche Universität mit 224.000 Studierenden und weltweit führender Anbieter ermöglicht die Open University akademische und berufliche Weiterbildung im betreuten Fernstudium. Gute Englischkenntnisse sind wichtig. Denn an der Fernuniversität wird nur Englisch gesprochen. Alle Hochschulabschlüsse sind in Deutschland sowie international anerkannt.

Die OU Business School gilt als größte Business School in Europa und ist führender Anbieter von MBA-Abschlüssen im Vereinten Königreich. Sie verfügt über die drei internationalen MBA-Akkreditierungs-Gütesiegel EQUIS, AACSB und AMBA und bietet eine große Auswahl an verschiedenen einführenden Studiengängen bis hin zu Master- und Promotionsstudiengängen. In Deutschland machen z.Z.600 Studierende an der OU Business School einen MBA.

Beatrix Polgar-Stüwe | idw
Weitere Informationen:
http://www.cdc.de
http://www.open.ac.uk/germany

Weitere Berichte zu: AACSB AMBA Business Vision EFMD EQUIS EQUIS-Akkreditierung MBA

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht Deutsche Konjunktur schwächer, aber keine Anzeichen für Rezession
11.03.2019 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht IAB-Arbeitsmarktbarometer: Mehr Beschäftigung trotz geringerem Wirtschaftswachstum
27.02.2019 | Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Die Zähmung der Lichtschraube

Wissenschaftler vom DESY und MPSD erzeugen in Festkörpern hohe-Harmonische Lichtpulse mit geregeltem Polarisationszustand, indem sie sich die Kristallsymmetrie und attosekundenschnelle Elektronendynamik zunutze machen. Die neu etablierte Technik könnte faszinierende Anwendungen in der ultraschnellen Petahertz-Elektronik und in spektroskopischen Untersuchungen neuartiger Quantenmaterialien finden.

Der nichtlineare Prozess der Erzeugung hoher Harmonischer (HHG) in Gasen ist einer der Grundsteine der Attosekundenwissenschaft (eine Attosekunde ist ein...

Im Focus: The taming of the light screw

DESY and MPSD scientists create high-order harmonics from solids with controlled polarization states, taking advantage of both crystal symmetry and attosecond electronic dynamics. The newly demonstrated technique might find intriguing applications in petahertz electronics and for spectroscopic studies of novel quantum materials.

The nonlinear process of high-order harmonic generation (HHG) in gases is one of the cornerstones of attosecond science (an attosecond is a billionth of a...

Im Focus: Magnetische Mikroboote

Nano- und Mikrotechnologie sind nicht nur für medizinische Anwendungen wie in der Wirkstofffreisetzung vielversprechende Kandidaten, sondern auch für die Entwicklung kleiner Roboter oder flexibler integrierter Sensoren. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung (MPI-P) haben mit einer neu entwickelten Methode magnetische Mikropartikel hergestellt, die den Weg für den Bau von Mikromotoren oder die Zielführung von Medikamenten im menschlichen Körper, wie z.B. zu einem Tumor, ebnen könnten. Die Herstellung solcher Strukturen sowie deren Bewegung kann einfach durch Magnetfelder gesteuert werden und findet daher Anwendung in einer Vielzahl von Bereichen.

Die magnetischen Eigenschaften eines Materials bestimmen, wie dieses Material auf das Vorhandensein eines Magnetfeldes reagiert. Eisenoxid ist der...

Im Focus: Magnetic micro-boats

Nano- and microtechnology are promising candidates not only for medical applications such as drug delivery but also for the creation of little robots or flexible integrated sensors. Scientists from the Max Planck Institute for Polymer Research (MPI-P) have created magnetic microparticles, with a newly developed method, that could pave the way for building micro-motors or guiding drugs in the human body to a target, like a tumor. The preparation of such structures as well as their remote-control can be regulated using magnetic fields and therefore can find application in an array of domains.

The magnetic properties of a material control how this material responds to the presence of a magnetic field. Iron oxide is the main component of rust but also...

Im Focus: Goldkugel im goldenen Käfig

„Goldenes Fulleren“: Liganden-geschützter Nanocluster aus 32 Goldatomen

Forschern ist es gelungen, eine winzige Struktur aus 32 Goldatomen zu synthetisieren. Dieser Nanocluster hat einen Kern aus 12 Goldatomen, der von einer Schale...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Größte nationale Tagung 2019 für Nuklearmedizin in Bremen

21.03.2019 | Veranstaltungen

6. Magdeburger Brand- und Explosionsschutztage vom 25. bis 26.3. 2019

21.03.2019 | Veranstaltungen

Teilchenphysik trifft Didaktik und künstliche Intelligenz in Aachen

20.03.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Die Zähmung der Lichtschraube

22.03.2019 | Physik Astronomie

Saarbrücker Forscher erleichtern durch Open Source-Software den Durchblick bei Massen-Sensordaten

22.03.2019 | HANNOVER MESSE

Ketten aus Stickstoff direkt erzeugt

22.03.2019 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics