Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Sicherheitsrisiko Bahnübergang: Forscher wollen Unfallgefahr verringern

26.09.2006
Jedes Jahr sterben in der Europäischen Union mehr als 330 Menschen in mehr als 1.200 Unfällen an Bahnübergängen.

19 Forschungspartner aus Europa und Japan haben sich jetzt zu einem Netzwerk zusammengeschlossen, um Bahnübergänge sicherer zu machen. Sie werden im Verbund "SELCAT - Safer European Level Crossing Appraisal and Technology" weltweite Forschungsergebnisse sammeln, strukturieren und analysieren sowie neue Erkenntnisse auf dem Gebiet der Bahnübergangssicherheit austauschen und verbreiten. Mit einer Millionen Euro fördert die Europäische Union jetzt das Projekt.

Am 27. und 28. September 2006 wird die Auftaktveranstaltung mit Delegierten von Eisenbahnunternehmen, Forschungseinrichtungen und Universitäten aus ganz Europa sowie Japan an der Technischen Universität Braunschweig stattfinden. Koordiniert wird das Projekt von Professor Eckehard Schnieder, Leiter des Instituts für Verkehrssicherheit und Automatisierungstechnik der TU Braunschweig, sowie von Roman Slovák aus dem gleichen Institut, der das Projektmanagement übernehmen wird; weitere deutsche Partner sind die Deutsche Bahn AG, der Allgemeine Deutsche Automobil Club (ADAC) und ebenfalls aus Braunschweig das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). "Dies ist unser Beitrag, um die Bahnübergänge in Europa sicherer zu gestalten und an diesen Stellen Menschenleben zu retten", so Professor Schnieder.

Neben Tunneln und spezifischen Gefahrenpunkten auf der Straße gelten Bahnübergänge als besonderer Schwachpunkt in der Straßensicherheit. Etwa fünfzig Prozent aller Unfälle im Schienenverkehr geschehen an Bahnübergängen.

"SELCAT" soll helfen, das Engagement von Verkehrsingenieuren und Verantwortlichen innerhalb der Europäischen Union zur Entwicklung von besseren und eleganteren Lösungen zu fördern und Finanzierungsmöglichkeiten zu erschließen. Dies geschieht in Übereinstimmung mit dem "Weißbuch Verkehrspolitik" ("Commission White Paper on European Transport Policy") der Europäischen Kommission, der Strategic Rail Research Agenda (SRRA) und des European Rail Research Advisory Council (ERRAC), die sich auf die Reduzierung von Todesfällen, die Einschätzung der Methodologie von gewöhnlichen Risiken und den Prozess der Kosten-Nutzen-Analyse konzentrieren.

Kontakt:
Prof. Dr.-Ing. Dr. h.c. Eckehard Schnieder
TU Braunschweig
Institut für Verkehrssicherheit und Automatisierungstechnik
Tel.: 0531/391-3317
E-Mail: e.schnieder@tu-bs.de

Dr. Elisabeth Hoffmann | idw
Weitere Informationen:
http://www.iva.ing.tu-bs.de/
http://www.levelcrossing.net/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verkehr Logistik:

nachricht Automatisiertes Befüllen von Regalen im Einzelhandel
19.07.2018 | Technologie Lizenz-Büro (TLB) der Baden-Württembergischen Hochschulen GmbH

nachricht Neue Akteure, Standardisierung und Digitalisierung für mehr Güterverkehr auf der Schiene
16.07.2018 | Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verkehr Logistik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Future electronic components to be printed like newspapers

A new manufacturing technique uses a process similar to newspaper printing to form smoother and more flexible metals for making ultrafast electronic devices.

The low-cost process, developed by Purdue University researchers, combines tools already used in industry for manufacturing metals on a large scale, but uses...

Im Focus: Rostocker Forscher entwickeln autonom fahrende Kräne

Industriepartner kommen aus sechs Ländern

Autonom fahrende, intelligente Kräne und Hebezeuge – dieser Ingenieurs-Traum könnte in den nächsten drei Jahren zur Wirklichkeit werden. Forscher aus dem...

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neue Anwendungen für Mikrolaser in der Quanten-Nanophotonik

20.07.2018 | Physik Astronomie

Need for speed: Warum Malaria-Parasiten schneller sind als die menschlichen Abwehrzellen

20.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Die Gene sind nicht schuld

20.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics