FAL veröffentlicht umfassenden Überblick über die staatliche Förderung des ökologischen Landbaus in Deutschland

Diese Lücke zu schließen, war Ziel einer am Institut für Betriebswirtschaft der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL) in Braunschweig erstellten Studie. Die Studie gibt einen umfassenden Überblick über die von Bund und Ländern durchgeführten Fördermaßnahmen zur Ausweitung des ökologischen Landbaus und ordnet die deutschen Aktivitäten in eine internationale Perspektive ein.

Bei den untersuchten Förderinstrumenten wird zwischen Maßnahmen im Bereich der Urproduktion, der Verarbeitung und Vermarktung, der Außer-Haus-Verpflegung, der Verbraucherkommunikation und bereichsübergreifenden Maßnahmen wie Forschung und Entwicklung differenziert. Betrachtet wird der Zeitraum von 1996 bis 2004, in einigen Bereichen bis 2005 bzw. 2006.

In den letzten zehn Jahren wurde eine zunehmend breitere Palette an Fördermaßnahmen durchgeführt. Die Maßnahmen erstrecken sich inzwischen auf die gesamte Wertschöpfungskette bis hin zum Verbraucher. Durch das 2002 eingeführte Bundesprogramm Ökologischer Landbau werden insbesondere in den Bereichen Verbraucherinformation und Forschungsförderung starke zusätzliche Impulse gesetzt. Die flächenbezogene Förderung des Ökolandbaus im Rahmen der Agrarumweltprogramme stellt jedoch nach wie vor die finanziell dominierende Fördermaßnahme dar. In 2004 wurden dafür in Deutschland knapp 120 Mio. Euro aus Mitteln der Europäischen Union, des Bundes und der Länder aufgewandt.

Die internationale Perspektive auf die Politik für den ökologischen Landbau in anderen EU-Ländern offenbart, dass die Förderung des Ökosektors inzwischen EU-weit ein etablierter Gegenstand der Agrarpolitik ist. Viele Länder haben Aktionspläne für den Ökolandbau erstellt und zum Teil sehr ehrgeizige Ziele zur Ausweitung der ökologisch bewirtschafteten Fläche formuliert.

Durch die Analysen zum Stellenwert der Förderung in Deutschland wird zweierlei deutlich: Aus der Sicht der meisten Ökolandwirte hat die Förderung des ökologischen Landbaus – speziell die flächenbezogene Ökoprämie – einen hohen Stellenwert. Betrachtet im Verhältnis zu anderen Förderbudgets im Agrarbereich, ragt die spezifische Förderung des Ökolandbaus nicht besonders aus dem Umfeld vergleichbarer Ausgaben im In- und Ausland heraus.

Die Studie wurde in Kooperation mit dem Forschungsschwerpunkt Biotechnik, Gesellschaft und Umwelt (BIOGUM) der Universität Hamburg durchgeführt. Die Finanzierung erfolgte über das Bundesprogramm Ökologischer Landbau (Projektnummer 05OE015). Der Abschlussbericht „Förderung des ökologischen Landbaus in Deutschland: Stand, Entwicklung und internationale Perspektive“ liegt als Sonderheft 295 der Schriftenreihe Landbauforschung Völkenrode vor und kann für 14 € bei der FAL (FAL-IDZ, Bundesallee 50, 38116 Braunschweig; landbauforschung@fal.de; Internet: www.fal.de – Publikationen – Sonderhefte Landbauforschung) bezogen werden.

Kontaktadresse:
Dr. Hiltrud Nieberg, Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL), Institut für Betriebswirtschaft, Bundesallee 50, 38116 Braunschweig, E-Mail: hiltrud.nieberg@fal.de

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Margit Fink idw

Weitere Informationen:

http://www.fal.de/

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