Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bahn wird Infrastruktur-Mittel komplett verbauen

30.07.2001


Zu Meldungen, die Bahn könne die vom Bund für die Infrastruktur zur Verfügung gestellten Mittel nicht verbauen, erklärt Bahn-Chef Mehdorn: "Man merkt, dass Saure-Gurken-Zeit ist. Dass wir einen Teil der UMTS-Milliarden ins nächste Jahr übertragen und vorübergehend in Neubauprojekte stecken dürfen, ist Bestandteil der Vereinbarung mit dem Bund und längst veröffentlicht." Und wer jetzt generell herummäkle, dass die Bahn erst planen müsse, bevor sie baue, unterschlage böswillig die Fakten.

Dazu stellt die Deutsche Bahn fest: Es gab erst im März Planungssicherheit für das Jahr 2001. Erst zu diesem Zeitpunkt war die trilaterale Vereinbarung mit der Bundesregierung unter Dach und Fach. Von diesem Zeitpunkt an konnte die Bahn deshalb auch erst mit der Planung der entsprechenden Maßnahmen beginnen. Wegen erheblicher Planungsvorläufe beim Bauen unter rollendem Rad war das Jahr 2001 für die Bahn zu diesem Zeitpunkt planerisch schon zu einem Großteil gelaufen. Das ist auch allen Beteiligten bekannt gewesen.

Die Vereinbarung mit der Bundesregierung sieht gerade deshalb neben der Übertragbarkeit vor, dass die bis 2003 zugesagten zusätzlichen UMTS-Mittel erst bis Ende 2004 komplett abgeflossen, also im Bestandsnetz verbaut sein müssen. Darüber hinaus hat die Bahn zugesagt, dass für alle Mittel, die der Bund 2001 für die Schieneninfrastruktur bereitstellt, bis zum Jahresende Auftragsbindungen eingegangen werden, so dass der Abfluss der Mittel sichergestellt ist und die Bauwirtschaft verbindlich planen kann. Die Behauptung, dass die Bahn in diesem Jahr nach gegenwärtigem Stand rund zwei Milliarden nicht verbauen kann ist falsch, da auch dringend be-nötigte Neubaustrecken Baumaßnahmen sind.

Da die der Bahn mit der Bahnreform 1994 zugesagten Infrastrukturmittel nie in der Höhe geflossen sind und nach Planungen bis in die jüngste Vergangenheit sogar noch erheblich weiter absinken sollten, hat die DB Netz AG in der Vergangenheit ihre Planungskapazitäten angepasst.

Nachdem diese Bundesregierung die Weichen zugunsten der Schiene mit einer Verstetigung der Mittel auf höherem Niveau neu gestellt hat, ist die DB Netz AG derzeit dabei, diese Kapazitäten durch Neueinstellungen wieder deutlich zu verstärken. In den nächsten Jahren plant die DB Netz AG, insgesamt 1000 Ingenieure und Planer neu einzustellen. Das ermöglicht, einen Planungsvorrat aufzubauen.

Eine Vorratsplanung nach dem Prinzip Hoffnung hat die Deutsche Bahn nicht gemacht, weil die Planungskosten bis zu 20 Prozent der Projektkosten ausmachen, die verloren sind, wenn die Projekte dann nicht finanziert werden, weil absehbar dafür kein öffentliches Geld eingeplant war. Das hat sich jetzt geändert. Die Bahn wird den Planungsrückstau aufarbeiten und einen Vorrat an voll durchgeplanten Projekten anlegen, so dass die insgesamt bis 2003 zugesagten Infrastrukturmittel von 26,45 Milliarden Mark auch verbaut werden. Die Bautätigkeit der Deutschen Bahn im Schienennetz hat derzeit schon ein Rekord-Niveau erreicht, wie überall in der Bundesrepublik nachzuprüfen ist.

Dieter Hünerkoch | ots

Weitere Berichte zu: Infrastruktur-Mittel Infrastrukturmittel

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verkehr Logistik:

nachricht Augmented Reality in der Logistik: Packen mit der Datenbrille
02.05.2018 | Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik

nachricht Aus dem Labor auf die Schiene: Forscher des HI-ERN planen Wasserstoffzüge mit LOHC-Technologie
19.04.2018 | Forschungszentrum Jülich

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verkehr Logistik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Leichter abheben: Fraunhofer LBF entwickelt Flugzeugrad aus Faser-Kunststoff-Verbund

Noch mehr Reichweite oder noch mehr Nutzlast - das wünschen sich Fluggesellschaften für ihre Flugzeuge. Wegen ihrer hohen spezifischen Steifigkeiten und Festigkeiten kommen daher zunehmend leichte Faser-Kunststoff-Verbunde zum Einsatz. Bei Rümpfen oder Tragflächen sind permanent Innovationen in diese Richtung zu beobachten. Um dieses Innovationsfeld auch für Flugzeugräder zu erschließen, hat das Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF jetzt ein neues EU-Forschungsvorhaben gestartet. Ziel ist die Entwicklung eines ersten CFK-Bugrads für einen Airbus A320. Dabei wollen die Forscher ein Leichtbaupotential von bis zu 40 Prozent aufzeigen.

Faser-Kunststoff-Verbunde sind in der Luftfahrt bei zahlreichen Bauteilen bereits das Material der Wahl. So liegt beim Airbus A380 der Anteil an...

Im Focus: IT-Sicherheit beim autonomen Fahren

FH St. Pölten entwickelt neue Methode für sicheren Informationsaustausch zwischen Fahrzeugen mittels Funkdaten

Neue technische Errungenschaften wie das Internet der Dinge oder die direkte drahtlose Kommunikation zwischen Objekten erhöhen den Bedarf an effizienter...

Im Focus: Innovative Handprothesensteuerung besteht Alltagstest

Selbstlernende Steuerung für Handprothesen entwickelt. Neues Verfahren lässt Patienten natürlichere Bewegungen gleichzeitig in zwei Achsen durchführen. Forscher der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) veröffentlichen Studie im Wissenschaftsmagazin „Science Robotics“ vom 20. Juni 2018.

Motorisierte Handprothesen sind mittlerweile Stand der Technik bei der Versorgung von Amputationen an der oberen Extremität. Bislang erlauben sie allerdings...

Im Focus: Temperaturgesteuerte Faser-Lichtquelle mit flüssigem Kern

Die moderne medizinische Bildgebung und neue spektroskopische Verfahren benötigen faserbasierte Lichtquellen, die breitbandiges Laserlicht im nahen und mittleren Infrarotbereich erzeugen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien Jena (Leibniz-IPHT) zeigen in einer aktuellen Veröffentlichung im renommierten Fachblatt Optica, dass sie die optischen Eigenschaften flüssigkeitsgefüllter Fasern und damit die Bandbreite des Laserlichts gezielt über die Umgebungstemperatur steuern können.

Das Besondere an den untersuchten Fasern ist ihr Kern. Er ist mit Kohlenstoffdisulfid gefüllt - einer flüssigen chemischen Verbindung mit hoher optischer...

Im Focus: Temperature-controlled fiber-optic light source with liquid core

In a recent publication in the renowned journal Optica, scientists of Leibniz-Institute of Photonic Technology (Leibniz IPHT) in Jena showed that they can accurately control the optical properties of liquid-core fiber lasers and therefore their spectral band width by temperature and pressure tuning.

Already last year, the researchers provided experimental proof of a new dynamic of hybrid solitons– temporally and spectrally stationary light waves resulting...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Leben im Plastikzeitalter: Wie ist ein nachhaltiger Umgang mit Plastik möglich?

21.06.2018 | Veranstaltungen

Kongress BIO-raffiniert X – Neue Wege in der Nutzung biogener Rohstoffe?

21.06.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen im August 2018

20.06.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Leichter abheben: Fraunhofer LBF entwickelt Flugzeugrad aus Faser-Kunststoff-Verbund

22.06.2018 | Materialwissenschaften

Lernen und gleichzeitig Gutes tun? Baufritz macht‘s möglich!

22.06.2018 | Unternehmensmeldung

GFOS und skip Institut entwickeln gemeinsam Prototyp für Augmented Reality App für die Produktion

22.06.2018 | Unternehmensmeldung

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics