Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Entwicklungsperspektiven für den Kombinierten Verkehr mit Binnenschifffahrt auf der Mittel- und Oberelbe

30.07.2002


Im Auftrag des BMVBW hat die LUB Consulting GmbH Dresden in einem Gutachten die "Entwicklungsperspektiven für den Kombinierten Verkehr und konventionellen Gütertransport mit der Binnenschifffahrt auf der Mittel- und Oberelbe" für die Elbe oberhalb Magdeburg untersucht. In dem Gutachten sollten die Verkehrsströme des Jahres 2001 analysiert sowie die Entwicklungspotentiale (zusätzliche Verlagerungspotentiale) dargestellt werden.

... mehr zu:
»BVWP »Binnenschifffahrt

Bei der Studie handelt es sich um eine Potentialuntersuchung, sie dient der Identifizierung von möglicherweise zu realisierenden (potentiellen) Verlagerungsmengen (von Straße und Schiene auf Schiff) durch Befragung von Verladern und einer Analyse von Fallbeispielen, und zwar unter der Annahme attraktiverer Randbedingungen (hier: verlässlichere Abladebedingungen nach Abschluss der Strombaumaßnahmen an der Elbe).

Als Ergebnis hat LUB festgestellt, dass:
  • dem aktuellen Verkehrsaufkommen oberhalb Magdeburg von rd. 1,4 Mio. t/Jahr (bei optimierten Randbedingungen) ein zusätzliches Potential von rd. 4,2 Mio. t/Jahr zugeführt werden kann, womit sich ein Gesamt-Potential von rd. 5,6 Mio. t/Jahr ergibt.
  • dem steht eine wahrscheinliche Prognose-Menge (BVWP für 2015) von rd. 3,8 Mio. t/Jahr gegenüber, mit zusätzlichen Verlagerungsmengen für Elbe-Saale-Relationen von ca. 1,5 Mio. t/Jahr im Planfall Saaleausbau.

Bewertung des LUB-Gutachtens Das Ergebnis der Potentialuntersuchung stützt die BVWP-Prognose und zeigt Ansatzpunkte für eine weitere Optimierung der infrastrukturellen und ordnungspolitischen Rahmenbedingungen auf. Die erhebliche Bedeutung der Ausbaumaßnahmen wird insbesondere an dem Fallbeispiel deutlich, dass mehrere Verlader den Schiffstransport ab Hafen Magdeburg gegenüber dem durchgehenden Straßentransport präferieren, obgleich dies mit Zulauftransporten per Lkw oder Bahn verbunden ist. Hierfür sprechen u.a. Preisvorteile des Schiffstransports. So wurden im Jahr 2001 450.000 t Getreide aus Roßlau in Magdeburg aufs Binnenschiff verladen. Diese Mengen können nach Realisierung der angestrebten Verbesserung der Schifffahrtsverhältnisse bereits in Roßlau aufs Binnenschiff verladen werden, was Zulauftransporte auf der Straße und einen zusätzlichen Umschlag erspart.



Die Erwartungen an die Wasserstraße Elbe zeigen sich auch auf Länderebene: In den letzten Jahren erfolgten Investitionen Dritter in Höhe von etwa 600 Mio. DM (300 Mio. Euro) in Binnenhäfen und Umschlaganlagen. Hinzu kommt die KV-Terminalförderung durch den Bund. Hier ist der Hafen Aken mit rd. 4,5 Mio. Euro Fördermittel zu nennen.

Dies alles zeigt, dass die zügige Fortsetzung der Maßnahmen zur Verbesserung der Schifffahrtsverhältnisse aufgrund seiner Wirtschaftlichkeit und auch im Blick auf Arbeitsplätze geboten ist.

Anlage zur Pressemitteilung

Verkehrspolitische und haushaltsmäßige Grundlagen der "Strombaumaßnahmen an der Elbe"
  • Die Untersuchungen zum BVWP ’92 führten für die Elbe insgesamt und auch für den Abschnitt zwischen Magdeburg und Hamburg zu dem Ergebnis, dass mit ökologisch verträglichen Strombaumaßnahmen - d.h. ohne Staustufen - eine gesamtwirtschaftliche Verbesserung der Schifffahrtsverhältnisse erreicht werden kann, was zur Aufnahme dieser Maßnahme in den "Vordringlichen Bedarf" des BVWP ’92 führte (Nutzen/Kosten-Verhältnis 9,3 gemäß Gutachten PLANCO Consulting GmbH vom März 1992).
  • Mit der Umsetzung der Maßnahmen zur Verbesserung der Schifffahrtsverhältnisse an der Elbe - Wiederherstellung und partielle Ergänzung der vorhandenen Regelungsbauwerke - wurde Mitte der 90er Jahre begonnen.
  • In der Koalitionsvereinbarung vom 20. Oktober 1998 wurde u. a. vereinbart, dass es bis zum Vorliegen eines überarbeiteten Bundesverkehrswegeplans "bei im Bau befindlichen Maßnahmen keine Bauunterbrechung geben darf". In diesem Sinne wurde zur Sicherung der Kontinuität bei Planungen und Bauinvestitionen das "Investitionsprogramm für den Ausbau der Bundesschienenwege, Bundesfernstraßen und Bundeswasserstraßen in den Jahren 1999 bis 2002" erarbeitet. Es wurde regierungsintern, mit den Koalitionsparteien und den Bundesländern abgestimmt und vom Bundeskabinett am 3. November 1999 gebilligt. Bestandteil der Liste "Hoch prioritäre Maßnahmen Wasserstraße" des Investitionsprogramms 1999 bis 2002 sind auch die in Durchführung befindlichen "Strombaumaßnahmen an der Elbe".
  • Im Bundeshaushaltsplan 2002 - Einzelplan 12, Kapitel 12 03 Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes - Bundeswasserstraßen - sind unter Titel 747 61 "Maßnahmen an der Mittel- und Oberelbe..." für das Haushaltsjahr 2002 rd. 5,1 Millionen Euro veranschlagt und für die anschließenden Jahre 88,2 Millionen Euro vorbehalten. Im Entwurf des Haushaltsplanes für das Jahr 2003 sind 4,5 Millionen Euro für Strombaumaßnahmen an der Elbe enthalten.

Umfassend wurde die Öffentlichkeit durch die Leitung des Bundesministeriums für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen und die Wasser- und Schifffahrtsdirektion Ost im Rahmen des Statusseminars zur Elbe am 10. September 2001 informiert. Das Konzept der Strombaumaßnahmen ist auch im Internet abrufbarmarx

Bürgerservice | Pressemitteilung
Weitere Informationen:
http://www.wsv.de/Aktuelles/Projekte/Bau_Elbe/Bau_Elbe.html
http://www.bmvbw.de/Anlage11910/Binnenschiffsverkehr_Ist___Potential_2001__t__-_nach_Streckenabschnitten_-.doc

Weitere Berichte zu: BVWP Binnenschifffahrt

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verkehr Logistik:

nachricht Mensch und Maschine gemeinsam in der Produktion
21.08.2018 | IPH - Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH

nachricht Hochschule Karlsruhe kann künftig mit mobilem 360°-Kamerasystem Straßenverkehr erforschen
14.08.2018 | Hochschule Karlsruhe - Technik und Wirtschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verkehr Logistik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Die Mischung macht‘s: Jülicher Forscher entwickeln schnellladefähige Festkörperbatterie

Mit Festkörperbatterien sind aktuell große Hoffnungen verbunden. Sie enthalten keine flüssigen Teile, die auslaufen oder in Brand geraten könnten. Aus diesem Grund sind sie unempfindlich gegenüber Hitze und gelten als noch deutlich sicherer, zuverlässiger und langlebiger als herkömmliche Lithium-Ionen-Batterien. Jülicher Wissenschaftler haben nun ein neues Konzept vorgestellt, das zehnmal größere Ströme beim Laden und Entladen erlaubt als in der Fachliteratur bislang beschrieben. Die Verbesserung erzielten sie durch eine „clevere“ Materialwahl. Alle Komponenten wurden aus Phosphatverbindungen gefertigt, die chemisch und mechanisch sehr gut zusammenpassen.

Die geringe Stromstärke gilt als einer der Knackpunkte bei der Entwicklung von Festkörperbatterien. Sie führt dazu, dass die Batterien relativ viel Zeit zum...

Im Focus: It’s All in the Mix: Jülich Researchers are Developing Fast-Charging Solid-State Batteries

There are currently great hopes for solid-state batteries. They contain no liquid parts that could leak or catch fire. For this reason, they do not require cooling and are considered to be much safer, more reliable, and longer lasting than traditional lithium-ion batteries. Jülich scientists have now introduced a new concept that allows currents up to ten times greater during charging and discharging than previously described in the literature. The improvement was achieved by a “clever” choice of materials with a focus on consistently good compatibility. All components were made from phosphate compounds, which are well matched both chemically and mechanically.

The low current is considered one of the biggest hurdles in the development of solid-state batteries. It is the reason why the batteries take a relatively long...

Im Focus: Farbeffekte durch transparente Nanostrukturen aus dem 3D-Drucker

Neues Design-Tool erstellt automatisch 3D-Druckvorlagen für Nanostrukturen zur Erzeugung benutzerdefinierter Farben | Wissenschaftler präsentieren ihre Ergebnisse diese Woche auf der angesehenen SIGGRAPH-Konferenz

Die meisten Objekte im Alltag sind mit Hilfe von Pigmenten gefärbt, doch dies hat einige Nachteile: Die Farben können verblassen, künstliche Pigmente sind oft...

Im Focus: Color effects from transparent 3D-printed nanostructures

New design tool automatically creates nanostructure 3D-print templates for user-given colors
Scientists present work at prestigious SIGGRAPH conference

Most of the objects we see are colored by pigments, but using pigments has disadvantages: such colors can fade, industrial pigments are often toxic, and...

Im Focus: Eisen und Titan in der Atmosphäre eines Exoplaneten entdeckt

Forschende der Universitäten Bern und Genf haben erstmals in der Atmosphäre eines Exoplaneten Eisen und Titan nachgewiesen. Die Existenz dieser Elemente in Gasform wurde von einem Team um den Berner Astronomen Kevin Heng theoretisch vorausgesagt und konnte nun von Genfern Astronominnen und Astronomen bestätigt werden.

Planeten in anderen Sonnensystemen, sogenannte Exoplaneten, können sehr nah um ihren Stern kreisen. Wenn dieser Stern viel heisser ist als unsere Sonne, dann...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Dialog an Deck, Science Slam und Pong-Battle

21.08.2018 | Veranstaltungen

LaserForum 2018 thematisiert die 3D-Fertigung von Komponenten

17.08.2018 | Veranstaltungen

Aktuelles aus der Magnetischen Resonanzspektroskopie

16.08.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Zukünftige Informationstechnologien: Wärmetransport auf der Nanoskala unter die Lupe genommen

21.08.2018 | Physik Astronomie

Bedeutung des „Ozeanwetters“ für Ökosysteme

21.08.2018 | Biowissenschaften Chemie

Auf dem Weg zur personalisierten Medizin

21.08.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics