Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Aufspüren von Gefahrstoffen zentral für Sicherheitsforschungsprogramm der Bundesregierung

12.09.2007
250 Forscher und Anwender treffen sich in Karlsruhe

Rachel: "Forschung schafft Vorsprung in Sicherheit"

"Die jüngst gestoppten Terrorvorbereitungen zeigen, dass die Gefährdung auch durch einfach herzustellende Explosivstoffe ein zentraler Aspekt des Themas Sicherheit ist. Ebenso wichtig ist der Schutz der Verkehrssysteme. Das im März gestartete Sicherheitsforschungsprogramm der Bundesregierung begegnet diesen Gefahren", sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) Thomas Rachel am Mittwoch anlässlich der Konferenz "Future Security" in Karlsruhe.

Vom heutigen Mittwoch bis Freitag kommen in Karlsruhe mehr als 250 internationale Expertinnen und Experten der Sicherheitsforschung auf Einladung des Fraunhofer-Verbundes Verteidigungs- und Sicherheitsforschung zusammen. Kernthema der Konferenz unter Schirmherrschaft von Bundesforschungsministerin Annette Schavan ist die Frage, wie Forschung die Gesellschaft und ihre Freiheit angesichts neuer Bedrohungen und immer komplexerer Infrastrukturen auch künftig schützen kann.

Das sichere Aufspüren von Gefahrstoffen dient nicht nur der Terrorabwehr, sondern auch dem Schutz bei technischen Großunfällen. Neben dem Aufspüren von biologischen, chemischen oder explosiven Gefahrstoffen rückt das Sicherheitsforschungsprogramm der Bundesregierung den Schutz von Verkehrs- und Versorgungsinfrastrukturen in den Fokus. Zudem starten Forscher und Industrie, Infrastrukturbetreiber, Sicherheits- und Rettungskräfte Forschung nun erstmals im Verbund. Die ersten Projekte sind inzwischen ausgewählt und werden jetzt bewilligt. Dafür sind 50 Millionen Euro Förderung eingeplant.

Rachel hob hervor, dass das Sicherheitsforschungsprogramm der Bundesregierung auf hohe Resonanz bei Forschern und Anwendern trifft: "Dieses starke Echo ist angesichts der erst zusammenwachsenden Forschungs- und Anwenderlandschaft in Deutschland ein sehr gutes Signal. Forscher und Anwender arbeiten zusammen an unserem künftigen Vorsprung in der Sicherheit".

Die Sicherheit von Flughäfen, das Aufspüren von Gefahrstoffen in der Trinkwasserversorgung und von flüssigen Sprengstoffen sind Beispiele für die Förderung durch das Sicherheitsforschungsprogramm, das unter Federführung des BMBF umgesetzt wird. In der Verbundforschung zur Flughafensicherheit entwickeln Flughafenbetreiber, Behörden, Industrie und Forschungsinstitute umfassende Sicherheitskonzepte, um Sicherheit - auch "gefühlte" Sicherheit - , Kundennutzen und Wirtschaftlichkeit zugleich zu verbessern. Für die frühzeitige Erkennung gesundheitsbedrohender Stoffe im Trinkwasser soll ein Testverfahren entwickelt werden, das sehr schnell und zuverlässig reagiert, robust gegenüber Fehlalarmen ist, von Personen ohne wissenschaftliche Qualifikation bedient werden kann und dessen Anschaffungs- und Instandhaltungskosten wirtschaftlich vertretbar sind. Trotz inzwischen verschärfter Kontrollen und neuer aufwändiger Fluggepäckbestimmungen ist es immer noch nicht ganz auszuschließen, dass explosive Gefahrstoffe als harmlos erscheinende Flüssigkeiten in herkömmlichen Shampoo- oder Getränkeflaschen getarnt durch die Sicherheitssysteme geschmuggelt werden. Um die bestehende Sicherheit zu verbessern und gleichzeitig die Abläufe beim Check-In für die Passagiere optimaler zu gestalten, sind neue und mobile Detektionsverfahren notwendig, die zerstörungsfrei, berührungslos, ungefährlich für Personen und empfindlich gegenüber Spuren verschiedenster Gefahrstoffe sind.

Das BMBF startet aus Anlass der "Future Security" das Internetportal http://www.SecurityResearchMap.de. Akteure in der Sicherheitsforschung stellen auf dieser Seite ihr Forschungsprofil dar und erhalten so eine Plattform, um noch besser Forschungskooperationen in Deutschland und Europa anzubahnen.

| BMBF Newsletter
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de/press/
http://www.SecurityResearchMap.de

Weitere Berichte zu: Sicherheitsforschungsprogramm

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Das Architekturmodell in Zeiten der Digitalen Transformation
14.08.2018 | Hochschule Bochum

nachricht EEA-ESEM Konferenz findet an der Uni Köln statt
13.08.2018 | Universität zu Köln

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Magnetische Antiteilchen eröffnen neue Horizonte für die Informationstechnologie

Computersimulationen zeigen neues Verhalten von Antiskyrmionen bei zunehmenden elektrischen Strömen

Skyrmionen sind magnetische Nanopartikel, die als vielversprechende Kandidaten für neue Technologien zur Datenspeicherung und Informationsverarbeitung gelten....

Im Focus: Unraveling the nature of 'whistlers' from space in the lab

A new study sheds light on how ultralow frequency radio waves and plasmas interact

Scientists at the University of California, Los Angeles present new research on a curious cosmic phenomenon known as "whistlers" -- very low frequency packets...

Im Focus: Neue interaktive Software: Maschinelles Lernen macht Autodesigns aerodynamischer

Neue Software verwendet erstmals maschinelles Lernen um Strömungsfelder um interaktiv designbare 3D-Objekte zu berechnen. Methode wird auf der renommierten SIGGRAPH-Konferenz vorgestellt

Wollen Ingenieure oder Designer die aerodynamischen Eigenschaften eines neu gestalteten Autos, eines Flugzeugs oder anderer Objekte testen, lassen sie den...

Im Focus: New interactive machine learning tool makes car designs more aerodynamic

Scientists develop first tool to use machine learning methods to compute flow around interactively designable 3D objects. Tool will be presented at this year’s prestigious SIGGRAPH conference.

When engineers or designers want to test the aerodynamic properties of the newly designed shape of a car, airplane, or other object, they would normally model...

Im Focus: Der Roboter als „Tankwart“: TU Graz entwickelt robotergesteuertes Schnellladesystem für E-Fahrzeuge

Eine Weltneuheit präsentieren Forschende der TU Graz gemeinsam mit Industriepartnern: Den Prototypen eines robotergesteuerten CCS-Schnellladesystems für Elektrofahrzeuge, das erstmals auch das serielle Laden von Fahrzeugen in unterschiedlichen Parkpositionen ermöglicht.

Für elektrisch angetriebene Fahrzeuge werden weltweit hohe Wachstumsraten prognostiziert: 2025, so die Prognosen, wird es jährlich bereits 25 Millionen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Das Architekturmodell in Zeiten der Digitalen Transformation

14.08.2018 | Veranstaltungen

EEA-ESEM Konferenz findet an der Uni Köln statt

13.08.2018 | Veranstaltungen

Digitalisierung in der chemischen Industrie

09.08.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Macht Sinn: Fraunhofer entwickelt Sensorsystem für KMU

15.08.2018 | Energie und Elektrotechnik

Magnetische Antiteilchen eröffnen neue Horizonte für die Informationstechnologie

15.08.2018 | Informationstechnologie

FKIE-Wissenschaftler präsentiert neuen Ansatz zur Detektion von Malware-Daten in Bilddateien

15.08.2018 | Informationstechnologie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics