Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Rund 800 Unternehmer und Wissenschaftler treffen sich heute in Dortmund zur ersten NRW-Nanokonferenz

18.02.2008
Innovationsministerium und Stadt Dortmund veranstalten Leistungsschau

Das große Leistungsspektrum des Landes in den Nanotechnologien zeigen Wissenschaftler und Unternehmer heute und morgen in Dortmund auf der 1. NRW-Nanokonferenz, zu der das Innovationsministerium und die Stadt Dortmund eingeladen haben.

800 Forscher auf dem Gebiet der Nanotechnologien und Anwender aus der Wirtschaft tauschen sich im Kongresszentrum der Westfalenhallen über den Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in Produkte aus. In einer Begleitausstellung präsentieren sich mehr als 60 nordrhein-westfälische Unternehmen, Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen aus dem Bereich der Nano- und Mikrotechnologien.

Die Nanotechnologien befassen sich mit der Herstellung und Untersuchung von Strukturen, die rund zehntausendfach kleiner sind als der Durchmesser eines menschlichen Haares. Ein Nanometer entspricht dem millionsten Teil eines Millimeters. Durch die Verkleinerung bekommen Teilchen im Nanobereich ganz neue Eigenschaften, die für Anwendungen von der Pharma- über die Chemie- oder die Autoindustrie bis zur Kosmetik-Branche interessant sind.

Auf der Nanokonferenz hat das Innovationsministerium heute den mit 61 Millionen Euro dotierten Wettbewerb "NanoMikro+Werkstoffe.NRW" für Wissenschaftler und Unternehmer gestartet. Ziel des Wettbewerbs ist es, innovative Forschungs- und Entwicklungsprojekte in den Nano- und Mikrotechnologien sowie der Werkstoffforschung zu fördern.

Der Bereich "Nano, Mikro und Werkstoffe" ist eines von vier Zukunftsfeldern, auf die das Innovationsministerium seine Technologie- und Forschungsförderung konzentriert. Innovationsminister Prof. Andreas Pinkwart sagte: "Wir setzen in Nordrhein-Westfalen konsequent auf die Zukunftsfelder, in denen wir auch im internationalen Vergleich an die Spitze kommen können und bei denen wir davon ausgehen, dass sie in näherer Zukunft für mehr Wachstum und neue Arbeitsplätze sorgen."

In dem Wettbewerb können sich insbesondere kleine und mittlere Unternehmen sowie Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Kooperation mit der Wirtschaft bewerben. Projektskizzen können bis zum 28. April eingereicht werden, eine unabhängige Fach-Jury wählt die besten Projekte aus, die dann zur Antragstellung aufgefordert werden. Chancen haben nur die Projekte, in denen Unternehmen und wissenschaftliche Einrichtungen Eigeninitiative zeigen und diese auch durch finanzielle Eigenbeteiligung dokumentieren.

Im September wird über die Förderzusage entschieden. Schon heute sind die Schlüsseltechnologien "Mikro, Nano und Innovative Werkstoffe" aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken: Erkenntnisse aus den Nanotechnologien stecken in Laptops und in Sonnenmilch, Mikrotechnik ermöglicht Handykameras, innovative Werkstoffe machen künstliche Hüftgelenke verträglicher und verbessern die Nutzung der Sonnenenergie.

Der Wettbewerb "NanoMikro+Werkstoffe.NRW" ist der erste einer Reihe von Wettbewerben, die das Innovationsministerium in diesem Jahr startet. Wettbewerbe in Biotechnologie und Energieforschung werden in den kommenden Wochen ausgeschrieben - neben Nano, Mikro und Werkstoffe sowie Medizinforschung/Medizintechnik gehören sie zu den vier Zukunftsfeldern, auf die das Innovationsministerium seine Technologie- und Forschungsförderung konzentriert.

André Zimmermann | idw
Weitere Informationen:
http://www.innovation.nrw.de/wettbewerbe

Weitere Berichte zu: Innovationsministerium Nano Nanotechnologie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Chemnitzer Linux-Tage 2020: „Mach es einfach!“
18.11.2019 | Technische Universität Chemnitz

nachricht Humanoide Roboter in Aktion erleben
18.11.2019 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kleine Teilchen, große Wirkung: Wie Nanoteilchen aus Graphen die Auflösung von Mikroskopen verbessern

Konventionelle Lichtmikroskope können Strukturen nicht mehr abbilden, wenn diese einen Abstand haben, der kleiner als etwa die Lichtwellenlänge ist. Mit „Super-resolution Microscopy“, entwickelt seit den 80er Jahren, kann man diese Einschränkung jedoch umgehen, indem fluoreszierende Materialien eingesetzt werden. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Polymerforschung haben nun entdeckt, dass aus Graphen bestehende Nano-Moleküle genutzt werden können, um diese Mikroskopie-Technik zu verbessern. Diese Nano-Moleküle bieten eine Reihe essentieller Vorteile gegenüber den bisher verwendeten Materialien, die die Mikroskopie-Technik noch vielfältiger einsetzbar machen.

Mikroskopie ist eine wichtige Untersuchungsmethode in der Physik, Biologie, Medizin und vielen anderen Wissenschaften. Sie hat jedoch einen Nachteil: Ihre...

Im Focus: Small particles, big effects: How graphene nanoparticles improve the resolution of microscopes

Conventional light microscopes cannot distinguish structures when they are separated by a distance smaller than, roughly, the wavelength of light. Superresolution microscopy, developed since the 1980s, lifts this limitation, using fluorescent moieties. Scientists at the Max Planck Institute for Polymer Research have now discovered that graphene nano-molecules can be used to improve this microscopy technique. These graphene nano-molecules offer a number of substantial advantages over the materials previously used, making superresolution microscopy even more versatile.

Microscopy is an important investigation method, in physics, biology, medicine, and many other sciences. However, it has one disadvantage: its resolution is...

Im Focus: Mit künstlicher Intelligenz zum besseren Holzprodukt

Der Empa-Wissenschaftler Mark Schubert und sein Team nutzen die vielfältigen Möglichkeiten des maschinellen Lernens für holztechnische Anwendungen. Zusammen mit Swiss Wood Solutions entwickelt Schubert eine digitale Holzauswahl- und Verarbeitungsstrategie unter Verwendung künstlicher Intelligenz.

Holz ist ein Naturprodukt und ein Leichtbauwerkstoff mit exzellenten physikalischen Eigenschaften und daher ein ausgezeichnetes Konstruktionsmaterial – etwa...

Im Focus: Eine Fernsteuerung für alles Kleine

Atome, Moleküle oder sogar lebende Zellen lassen sich mit Lichtstrahlen manipulieren. An der TU Wien entwickelte man eine Methode, die solche „optischen Pinzetten“ revolutionieren soll.

Sie erinnern ein bisschen an den „Traktorstrahl“ aus Star Trek: Spezielle Lichtstrahlen werden heute dafür verwendet, Moleküle oder kleine biologische Partikel...

Im Focus: Atome hüpfen nicht gerne Seil

Nanooptische Fallen sind ein vielversprechender Baustein für Quantentechnologien. Forscher aus Österreich und Deutschland haben nun ein wichtiges Hindernis für deren praktischen Einsatz aus dem Weg geräumt. Sie konnten zeigen, dass eine besondere Form von mechanischen Vibrationen gefangene Teilchen in kürzester Zeit aufheizt und aus der Falle stößt.

Mit der Kontrolle einzelner Atome können Quanteneigenschaften erforscht und für technologische Anwendungen nutzbar gemacht werden. Seit rund zehn Jahren...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Chemnitzer Linux-Tage 2020: „Mach es einfach!“

18.11.2019 | Veranstaltungen

Humanoide Roboter in Aktion erleben

18.11.2019 | Veranstaltungen

1. Internationale Konferenz zu Agrophotovoltaik im August 2020

15.11.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Kleine Teilchen, große Wirkung: Wie Nanoteilchen aus Graphen die Auflösung von Mikroskopen verbessern

20.11.2019 | Materialwissenschaften

Eisberge als Nährstoffquelle - Führt der Klimawandel zu mehr Eisendüngung im Ozean?

20.11.2019 | Geowissenschaften

Gehen verändert das Sehen

20.11.2019 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics