Rund 800 Unternehmer und Wissenschaftler treffen sich heute in Dortmund zur ersten NRW-Nanokonferenz

Das große Leistungsspektrum des Landes in den Nanotechnologien zeigen Wissenschaftler und Unternehmer heute und morgen in Dortmund auf der 1. NRW-Nanokonferenz, zu der das Innovationsministerium und die Stadt Dortmund eingeladen haben.

800 Forscher auf dem Gebiet der Nanotechnologien und Anwender aus der Wirtschaft tauschen sich im Kongresszentrum der Westfalenhallen über den Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in Produkte aus. In einer Begleitausstellung präsentieren sich mehr als 60 nordrhein-westfälische Unternehmen, Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen aus dem Bereich der Nano- und Mikrotechnologien.

Die Nanotechnologien befassen sich mit der Herstellung und Untersuchung von Strukturen, die rund zehntausendfach kleiner sind als der Durchmesser eines menschlichen Haares. Ein Nanometer entspricht dem millionsten Teil eines Millimeters. Durch die Verkleinerung bekommen Teilchen im Nanobereich ganz neue Eigenschaften, die für Anwendungen von der Pharma- über die Chemie- oder die Autoindustrie bis zur Kosmetik-Branche interessant sind.

Auf der Nanokonferenz hat das Innovationsministerium heute den mit 61 Millionen Euro dotierten Wettbewerb „NanoMikro+Werkstoffe.NRW“ für Wissenschaftler und Unternehmer gestartet. Ziel des Wettbewerbs ist es, innovative Forschungs- und Entwicklungsprojekte in den Nano- und Mikrotechnologien sowie der Werkstoffforschung zu fördern.

Der Bereich „Nano, Mikro und Werkstoffe“ ist eines von vier Zukunftsfeldern, auf die das Innovationsministerium seine Technologie- und Forschungsförderung konzentriert. Innovationsminister Prof. Andreas Pinkwart sagte: „Wir setzen in Nordrhein-Westfalen konsequent auf die Zukunftsfelder, in denen wir auch im internationalen Vergleich an die Spitze kommen können und bei denen wir davon ausgehen, dass sie in näherer Zukunft für mehr Wachstum und neue Arbeitsplätze sorgen.“

In dem Wettbewerb können sich insbesondere kleine und mittlere Unternehmen sowie Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Kooperation mit der Wirtschaft bewerben. Projektskizzen können bis zum 28. April eingereicht werden, eine unabhängige Fach-Jury wählt die besten Projekte aus, die dann zur Antragstellung aufgefordert werden. Chancen haben nur die Projekte, in denen Unternehmen und wissenschaftliche Einrichtungen Eigeninitiative zeigen und diese auch durch finanzielle Eigenbeteiligung dokumentieren.

Im September wird über die Förderzusage entschieden. Schon heute sind die Schlüsseltechnologien „Mikro, Nano und Innovative Werkstoffe“ aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken: Erkenntnisse aus den Nanotechnologien stecken in Laptops und in Sonnenmilch, Mikrotechnik ermöglicht Handykameras, innovative Werkstoffe machen künstliche Hüftgelenke verträglicher und verbessern die Nutzung der Sonnenenergie.

Der Wettbewerb „NanoMikro+Werkstoffe.NRW“ ist der erste einer Reihe von Wettbewerben, die das Innovationsministerium in diesem Jahr startet. Wettbewerbe in Biotechnologie und Energieforschung werden in den kommenden Wochen ausgeschrieben – neben Nano, Mikro und Werkstoffe sowie Medizinforschung/Medizintechnik gehören sie zu den vier Zukunftsfeldern, auf die das Innovationsministerium seine Technologie- und Forschungsförderung konzentriert.

Media Contact

André Zimmermann idw

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