Zahl der Einzelkinder seit den 50er Jahren nahezu unverändert

Wie das Statistische Bundesamt zum „Weltkindertag“ am 20. September mitteilt, wuchsen im Mai 2000 in Deutschland 21,3 Mill. Kinder in Familien auf, davon 6,5 Mill. (30 %) als Einzelkinder, also ohne Geschwister in der Familie.

71 % der 5,0 Mill. Einzelkinder im früheren Bundesgebiet lebten im Mai 2000 bei Ehepaaren, 23 % bei allein erziehenden Müttern und 6 % bei allein erziehenden Vätern. In den neuen Ländern und Berlin-Ost gab es im Mai 2000 gut 1,4 Mill. Einzelkinder, von denen 62 % bei Ehepaaren und 32 % bei allein erziehenden Müttern lebten. Das zeigen die Ergebnisse des Mikrozensus 2000, der europaweit größten jährlichen Haushaltsbefragung zu den Lebens- und Arbeitsverhältnissen in Deutschland.

Im früheren Bundesgebiet wuchsen im Mai 2000 fast ebenso viele (5,0 Mill.) Einzelkinder in der Familie auf wie im Oktober 1957 (5,2 Mill.). Allerdings lebten im Mai 2000 weniger Einzelkinder bei Ehepaaren (71 %) als im Oktober 1957 (75 %); bei allein Erziehenden gab es im Mai 2000 mit 29 % entsprechend mehr Einzelkinder als im Oktober 1957 (25 %).

Familien mit einem Kind*)
in 1000
– Ergebnisse des Mikrozensus –

Zeitpunkt

Insgesamt

Ehepaare

allein Erziehende1)

Zusammen

Mütter

Väter

Früheres Bundesgebiet

Oktober 1957

5 169

3 879

1 290

1 152

138

Mai 1975

4 966

3 999

967

841

127

April 1991

5 451

4 112

1 340

1 113

227

Mai 2000

5 035

3 553

1 481

1 183

298

Neue Länder und Berlin-Ost

April 1991

1 561

1 083

477

412

66

Mai 2000

1 443

892

552

458

95

Deutschland

April 1991

7 012

5 195

1 817

1 525

293

Mai 2000

6 478

4 445

2 033

1 641

393

*) Ledige Kinder ohne Altersbegrenzung.
   1957 wohnberechtigte Bevölkerung, ab 1975 Bevölkerung am Familienwohnsitz.

1) Einschl. der Alleinerziehenden, die Partner/in in einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft sind.

Abweichungen in den Summen ergeben sich durch Rundung der Zahlen.


Weitere Auskünfte erteilt: Manuela Nöthen,
Telefon (01888) 644-8707,
E-Mail:
mikrozensus@statistik-bund.de


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Manuela Nöthen Mitteilung für die Presse

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