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Zwei von drei Teilzeitkräften leben wesentlich vom Arbeitseinkommen

14.10.2004


Im Mai 2003 lebten von den 7,9 Mill. Teilzeiterwerbstätigen in Deutschland zwei Drittel (66%) überwiegend vom Einkommen aus der Teilzeitarbeit.


Bei fast einem Viertel der Teilzeitkräfte (23%) stellte der Unterhalt durch Angehörige die wichtigste Quelle des Lebensunterhalts dar. Knapp jede zehnte Teilzeitkraft lebte im Wesentlichen von Arbeitslosengeld bzw. -hilfe (3%) oder Renten- und Pensionszah­lungen (6%). Das zeigen die Ergebnisse des Statistischen Bundesamtes aus dem Mikrozensus, der größten jährlichen Haushaltsbefragung in Europa.

84% der Teilzeitkräfte sind Frauen. In den neuen Ländern und Berlin-Ost ist die Bedeutung der Erwerbsarbeit für den Lebensunterhalt teilzeittätiger Frauen besonders hoch. So war für 79% der weiblichen Teilzeitkräfte in Ostdeutschland das eigene Erwerbseinkommen die Haupteinkunftsquelle. Allerdings empfand mehr als die Hälfte dieser Frauen den Teilzeitverdienst als unzureichend, denn 53% von ihnen strebten eigentlich eine Vollzeitstelle an. Vorwiegend von Arbeitslosengeld bzw. -hilfe lebte jede zehnte Teilzeitkraft (10%) in Ostdeutschland. Bei 84% von ihnen spielten fehlende Vollzeitstellen als Beweggrund für den Teilzeiterwerb die größte Rolle.


Im früheren Bundesgebiet stehen 28% der Teilzeit arbeitenden Frauen in der Rolle als Zuverdienerin, die ihren Lebensunterhalt vor allem durch Angehörige bestreitet, während das in Ostdeutschland nur 3% der weiblichen Teilzeitkräfte tun. Von den westdeutschen Zuverdienerinnen gaben 72% an, die Teilzeit­tätigkeit wegen persönlicher oder familiärer Pflichten auszuüben. Zwei Drittel (67%) der westdeutschen Frauen mit Teilzeitstelle stuften die eigene Erwerbstätigkeit als wichtigste Unterhalts­quelle ein. Davon führten 69% die familiäre Situation als Grund für die eingeschränkte Arbeitszeit an.

Von den teilzeittätigen Männern in Deutschland lebte im Mai 2003 gut jeder Zweite (54%) größtenteils von der eigenen Erwerbstätigkeit. Fehlende Vollzeitarbeitsplätze (26%) und eine gleichzeitige Ausbildung (21%) wurden am häufigsten als Gründe für die Teilzeit­beschäftigung genannt. Etwa jeder siebte Mann in Teilzeit (14%) war hauptsächlich auf die Mittel von Angehörigen angewiesen. Von diesen Männern erklärten 70%, dass sie wegen einer Ausbildung keine Vollzeitarbeitsstelle angetreten hatten. Etwa ein Fünftel (19%) der Männer im Teilzeiterwerb konnte zum Lebensunterhalt auf eine Rente oder Pension zurückgreifen.

Weitere Egebnisse zeigt die Tabelle: Erwerbstätige – darunter Teilzeiterwerbstätige – nach der überwiegenden Quelle des Lebensunterhalts in Deutschland

Weitere Ergebnisse des Mikrozensus 2003 zum Erwerbsleben, der Gesundheitssituation und den Lebensformen der Bevölkerung enthält die Broschüre „Leben und Arbeiten in Deutschland“, die zusammen mit einem umfangreichen Tabellenanhang unter www.destatis.de/presse/deutsch/pk/2004/mikrozensus2003b.htm zum kostenlosen Download bereit steht.

Weitere Auskünfte gibt: Gruppe VIIIC – Mikrozensus, Tel. 01888-644–8955, E-Mail: mikrozensus@destatis.de

| Statistisches Bundesamt

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