Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Informatiker schaffen Infrastruktur für Geistes- und Sozialwissenschaftler

22.06.2012
CLARIN-D heißt das Projekt, in dem Informatiker die Infrastruktur und somit die Forschung der Geistes- und Sozialwissenschaftler verbessern und ihnen durch Vernetzung bereits existierender und neuer Datenbanken, Spracherkennungssysteme und Archive die Arbeit erleichtern wollen.

Am 27. und 28. Juni treffen sich nun Fachwissenschaftler, Informatiker und Techniker zum Workshop in Leipzig, etwa 120 Teilnehmer aus dem In- und Ausland werden erwartet.

Geisteswissenschaftler arbeiten mit Datenbanken, ein Großteil ihrer statistischen Arbeit läuft über Programme zur Datenverarbeitung.

"Leider sind sie aber an vielen Punkten noch nicht optimal vernetzt, häufig fehlen eine gemeinsame Sprache und Online-Portale, über die einfach und global auf Daten und Verfahren zugegriffen werden kann und Forschungsergebnisse effizient archiviert werden", erklärt Prof. Gerhard Heyer, Informatiker der Universität Leipzig und Mitwirkender im Projekt CLARIN-D .

Genau hier setzt das Projekt CLARIN-D an, in dem im Verbund aus neun deutschlandweiten Instituten eine neue Infrastruktur für die Forschung der Geistes- und Sozialwissenschaften geschaffen werden soll. Informatiker, darunter auch ein Team von der Universität Leipzig, wollen die tägliche Arbeit in den verschiedenen geisteswissenschaftlichen Fachdisziplinen bereichern, indem sie die spezifischen Bedürfnisse der Wissenschaftler erfassen, sie vernetzen und ihnen als Nutzer geeignete Daten und Werkzeuge bereitstellen, mit denen diese dann fächerübergreifend arbeiten können.

Dem Leipziger CLARIN-D Team, angesiedelt in der Abteilung für Automatische Sprachverarbeitung (ASV) am Institut für Informatik, kommt hierbei eine besondere Rolle zu. Neben der Beteiligung am Aufbau der Infrastruktur und der Etablierung eines Ressourcenzentrums sind sie im Projekt mit der Aufgabe betraut, die verschiedenen Fachdisziplinen effizient in das Projekt einzubinden. Prof. Gerhard Heyer:

"Es gilt die Fachwissenschaftler für das Projekt zu gewinnen, sie von den Vorteilen der Nutzung einer Infrastruktur zu überzeugen und gemeinsam mit ihnen an der konkreten Ausgestaltung und Anpassung an die spezifischen Bedürfnisse der einzelnen Fachdisziplinen zu arbeiten."

Das Projekt CLARIN-D stellt den deutschen Beitrag zum europäischen Verbundprojekt CLARIN (Common Language Resources and Technology Infrastructure) dar. Ziel des CLARIN Projektes ist der Aufbau einer gesamteuropäischen Infrastruktur für Sprachressourcen. Linguistische Daten, Tools und Services sollen in einer skalierbaren, interoperablen Infrastruktur für die verschiedenen Fachdisziplinen der Geistes- und Sozialwissenschaften integriert und bereitgestellt werden. Die Abteilung Automatische Sprachverarbeitung (ASV) des Instituts für Informatik der Universität Leipzig ist einer der Partner im CLARIN-D Projekt.

Weitere Informationen:
Prof. Dr. Gerhard Heyer
Telefon: +49 341 97-32231
E-Mail: heyer@informatik.uni-leipzig.de

Ronny Arnold | Universität Leipzig
Weitere Informationen:
http://de.clarin.eu/
http://www.uni-leipzig.de
http://www.asv.informatik.uni-leipzig.de/staff/Gerhard_Heyer

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Seminare Workshops:

nachricht Internationaler Workshop über korrelierte Systeme am Max-Planck-Institut für Physik komplexer Systeme
10.09.2019 | Max-Planck-Institut für Physik komplexer Systeme

nachricht Erdbebensicheres Bauen: Seminar an der TU Kaiserslautern vermittelt wichtige Grundlagen
09.09.2019 | Technische Universität Kaiserslautern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Seminare Workshops >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Fraunhofer Cluster of Excellence auf der K 2019: Frischer Wind für die Kreislaufwirtschaft von Kunststoffen

Der weltweite Eintrag von Kunststoffen in die Umwelt muss gestoppt werden. Wie ein Kunststoff beschaffen sein muss, damit er kreislauffähig, schnell und rückstandlos abbaubar wird oder im besten Fall nicht in die Umwelt gelangt, ist Thema des Fraunhofer Cluster of Excellence »Circular Plastics Economy«. Auf der K 2019 präsentieren die beteiligten fünf Fraunhofer-Institute am Beispiel Kunststoff den Forschungsansatz, der Energie- und Materialströme einer Wertstoffkette in eine zirkuläre Wirtschaftsform überführen soll. Halle 7, Stand SC1.

350 Millionen Tonnen Kunststoff wurden 2017 weltweit produziert, rund 65 Millionen Tonnen davon in Europa. Kunststoff ist unverzichtbar für...

Im Focus: 'Nanochains' could increase battery capacity, cut charging time

How long the battery of your phone or computer lasts depends on how many lithium ions can be stored in the battery's negative electrode material. If the battery runs out of these ions, it can't generate an electrical current to run a device and ultimately fails.

Materials with a higher lithium ion storage capacity are either too heavy or the wrong shape to replace graphite, the electrode material currently used in...

Im Focus: Nervenzellen feuern Hirntumorzellen zum Wachstum an

Heidelberger Wissenschaftler und Ärzte beschreiben aktuell im Fachjournal „Nature“, wie Nervenzellen des Gehirns mit aggressiven Glioblastomen in Verbindung treten und so das Tumorwachstum fördern / Mechanismus der Tumor-Aktivierung liefert Ansatzpunkte für klinische Studien

Nervenzellen geben ihre Signale über Synapsen – feine Zellausläufer mit Kontaktknöpfchen, die der nächsten Nervenzelle aufliegen – untereinander weiter....

Im Focus: Stevens team closes in on 'holy grail' of room temperature quantum computing chips

Photons interact on chip-based system with unprecedented efficiency

To process information, photons must interact. However, these tiny packets of light want nothing to do with each other, each passing by without altering the...

Im Focus: Happy hour für die zeitaufgelöste Kristallographie

Ein Forschungsteam vom Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD), der Universität Hamburg und dem European Molecular Biology Laboratory (EMBL) hat eine neue Methode entwickelt, um Biomoleküle bei der Arbeit zu beobachten. Sie macht es bedeutend einfacher, enzymatische Reaktionen auszulösen, da hierzu ein Cocktail aus kleinen Flüssigkeitsmengen und Proteinkristallen angewandt wird. Ab dem Zeitpunkt des Mischens werden die Proteinstrukturen in definierten Abständen bestimmt. Mit der dadurch entstehenden Zeitraffersequenz können nun die Bewegungen der biologischen Moleküle abgebildet werden.

Die Funktionen von Biomolekülen werden nicht nur durch ihre molekularen Strukturen, sondern auch durch deren Veränderungen bestimmt. Mittels der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Größte internationale Konferenz zur Erforschung von Gebärdensprachen an der Universität Hamburg

23.09.2019 | Veranstaltungen

92. Neurologie-Kongress: Mehr als 6500 Neurologen in Stuttgart erwartet

20.09.2019 | Veranstaltungen

Frische Ideen zur Mobilität von morgen

20.09.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neues Analyse-Tool für Datenbankmanagementsysteme: Mowgli weist den Weg im Datenbanken-Dschungel

23.09.2019 | Informationstechnologie

Fraunhofer Cluster of Excellence auf der K 2019: Frischer Wind für die Kreislaufwirtschaft von Kunststoffen

23.09.2019 | Messenachrichten

Qualitätskontrolle in der Immunkommunikation: Chaperone erkennen unfertige Signalmoleküle im Immunsystem

23.09.2019 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics