Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Sachsen erfolgreich bei Messe "nanotech" in Tokio - sieben Forschungsinstitute und sieben Firmen zeigten Innovationen

19.02.2010
Die Forschungskompetenz der saechsischen Nanotechnologieexperten ueberzeugt auch in diesem Jahr wieder die Japaner. Sechs Fraunhofer-Institute, die TU Dresden, die TU Chemnitz, das Forschungszentrum Dresden-Rossendorf sowie sieben Unternehmen präsentieren sich derzeit vom 17. bis 19. Februar 2010 auf einem Gemeinschaftsstand zur führenden Nanotechnologie-Messe "nanotech" in Japan, organisiert von der Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH und die Landeshauptstadt Dresden zusammen mit dem Nanotechnologie-Kompetenzzentrum "Ultradünne Funktionale Schichten".

Zum traditionellen saechsischen Workshop am Mittwoch, dem 17.02.2010, auf der Messe konnte ein neuer Besucher-Rekord verzeichnet werden. Nach 100 Besuchern in den Vorjahren, verfolgten in diesem Jahr sogar 162 interessierte Zuhoerer die Vortraege von Prof. Karl Leo (TU Dresden) zu organischen Solarzellen, Prof. Thomas Gessner (Fraunhofer ENAS Chemnitz) zu Nano-Mikrosystemen in der Elektronik, Dr. Andreas Leson (Fraunhofer IWS Dresden) zu diamantaehnlichen Kohlenstoffschichten u. a. Die intensiven Vorarbeiten und inzwischen gewachsenen Kontakte zu den japanischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen tragen damit Fruechte.

Die Messe verzeichnet auch 2010 wieder rund 50.000 Besucher. Mit mehr als 500 Ausstellern, davon rund 40% aus dem Ausland, ist sie der größte und bedeutendste Branchentreff fuer Nanotechnologie weltweit. Deutschland praesentiert sich dabei als groesster auslaendischer Aussteller. Sachsen ist zum vierten Mal dabei.

Parallel stellen die saechsischen Experten auf weiteren parallel laufen Fachforen ihr Know-how vor. So war die Dresdner Dreebit GmbH zu einem Vortrag an die Tokyo University eingeladen. Die Spezialisten fuer Ionenstrahltechnologie praesentierten ihre Entwicklungen im Ionenquellenbereich - eine sehr kompakte Plattform, die auf jedem Tisch Platz findet und bei Raumtemperatur arbeitet - zum Vergleich: das japanische Geraet ist ca. 4 m hoch und benoetigt bis zu 100 Liter fluessiges Helium zur Kuehlung taeglich.

Klaus-Dieter Steinborn, Geschaeftsfuehrer VTD Vakuumtechnik Dresden, zieht Zwischenbilanz: "Die Gespraeche mit Kunden haben gezeigt, dass die Konjunktur in Japan wieder deutlich anzieht." Das Dresdner Unternehmen mit mehr als 70 Mitarbeitern praesentiert seine Beschichtungsanlagen fuer diamantaehnliche Kohlenstoff-Schichten auf der Messe. Dank der Beschichtungen vermindert sich die Reibung der Materialoberflaechen, was massive Energieeinsparungen ermoeglicht. Anwendungen sind z. B. im Antriebsstrang von Automobilen gegeben. Ebenso erhoeht sich die Verschleissfestigkeit von Werkzeugbeschichtungen, dies ermoeglicht einen laengeren Einsatz und Kostensenkung in der Produktion.

Dr. Johannes Raff vom Forschungszentrum Dresden praesentiert sich im Rahmen der Messe und auf einer Konferenz zur Gruenen nachhaltigen Nanotechnologie. "Neben den konventionellen Verfahren zur Nanotechnologie zeigt sich ein grosses Interesse an alternativen biobasierten Verfahren, um technische Oberflaechen fuer die Wasserbehandlung zu funktionalisieren. Damit werden Metalle wie beispielsweise Arsen, Uran aus Abwaessern entfernt oder wertvolle Rohstoffe wie Platin und Palladium zurueckgewonnen. Ein grosses Problem fuer Wasserversorger stellen auch Arzeimittelrueckstaende dar, die in nicht zu unterschaetzender Menge Trinkwasser kontaminieren koennen. Die im FZD entwickelten Schichten eignen sich zur Entwicklung von Sensoren, die eine solche schaedliche Belastung von Trinkwasser anzeigen", so Raff. "Ich habe viele neue Kontakte aus Forschung und Entwicklung gewonnen, die auch sehr konkret waren. Kurzfristig der Austausch von Material und langfristig der Austausch von Wissenschaftlern vereinbart. Alles in allem war die Messe fuer uns sehr erfolgreich."

Ihre Ansprechpartner fuer weitere Informationen:

Landeshauptstadt Dresden
Amt fuer Wirtschaftsfoerderung
Sabine Lettau-Tischel
Tel. 0351 - 488 27 29
Mail slettau-tischel@dresden.de
Nanotechnologie-Kompetenzzentrum "Ultraduenne funktionale Schichten"
c/o. Fraunhofer-Institut fuer Werkstoff- und Strahltechnik IWS Dresden
Dr. Ralf Jaeckel
Tel. 0351 - 83391 3444
Mail ralf.jaeckel@iws.fraunhofer.de

Dr. Ralf Jaeckel | idw
Weitere Informationen:
http://www.nanotechnology.de
http://www.iws.fraunhofer.de
http://www.nanofair.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Cobot-Assistenz in der Montage: Flexible Lösungen für den Mittelstand auf der Hannover Messe 2020
19.02.2020 | Fraunhofer-Institut für Entwurfstechnik Mechatronik IEM

nachricht HMI Preview 2020: Neue Herzen für Brennstoffzellen: Fraunhofer IWU forscht an zukunftsfähiger Serienproduktion
12.02.2020 | Fraunhofer-Gesellschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Ultraschnelles Schalten eines optischen Bits: Gewinn für die Informationsverarbeitung

Wissenschaftler der Universität Paderborn und der TU Dortmund veröffentlichen Ergebnisse in Nature Communications

Computer speichern Informationen in Form eines Binärcodes, einer Reihe aus Einsen und Nullen – sogenannten Bits. In der Praxis werden dafür komplexe...

Im Focus: Fraunhofer IOSB-AST und DRK Wasserrettungsdienst entwickeln den weltweit ersten Wasserrettungsroboter

Künstliche Intelligenz und autonome Mobilität sollen dem Strukturwandel in Thüringen und Sachsen-Anhalt neue Impulse verleihen. Mit diesem Ziel fördert das Bundeswirtschaftsministerium ab sofort ein innovatives Projekt in Halle (Saale) und Ilmenau.

Der Wasserrettungsdienst Halle (Saale) und das Fraunhofer Institut für Optronik,
Systemtechnik und Bildauswertung, Institutsteil Angewandte Systemtechnik...

Im Focus: A step towards controlling spin-dependent petahertz electronics by material defects

The operational speed of semiconductors in various electronic and optoelectronic devices is limited to several gigahertz (a billion oscillations per second). This constrains the upper limit of the operational speed of computing. Now researchers from the Max Planck Institute for the Structure and Dynamics of Matter in Hamburg, Germany, and the Indian Institute of Technology in Bombay have explained how these processes can be sped up through the use of light waves and defected solid materials.

Light waves perform several hundred trillion oscillations per second. Hence, it is natural to envision employing light oscillations to drive the electronic...

Im Focus: Haben ein Auge für Farben: druckbare Lichtsensoren

Kameras, Lichtschranken und Bewegungsmelder verbindet eines: Sie arbeiten mit Lichtsensoren, die schon jetzt bei vielen Anwendungen nicht mehr wegzudenken sind. Zukünftig könnten diese Sensoren auch bei der Telekommunikation eine wichtige Rolle spielen, indem sie die Datenübertragung mittels Licht ermöglichen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) am InnovationLab in Heidelberg ist hier ein entscheidender Entwicklungsschritt gelungen: druckbare Lichtsensoren, die Farben sehen können. Die Ergebnisse veröffentlichten sie jetzt in der Zeitschrift Advanced Materials (DOI: 10.1002/adma.201908258).

Neue Technologien werden die Nachfrage nach optischen Sensoren für eine Vielzahl von Anwendungen erhöhen, darunter auch die Kommunikation mithilfe von...

Im Focus: Einblicke in die Rolle von Materialdefekten bei der spin-abhängigen Petahertzelektronik

Die Betriebsgeschwindigkeit von Halbleitern in elektronischen und optoelektronischen Geräten ist auf mehrere Gigahertz (eine Milliarde Oszillationen pro Sekunde) beschränkt. Die Rechengeschwindigkeit von modernen Computern trifft dadurch auf eine Grenze. Forscher am MPSD und dem Indian Institute of Technology in Bombay (IIT) haben nun untersucht, wie diese Grenze mithilfe von Lichtwellen und Festkörperstrukturen mit Defekten erhöht werden könnte, um noch größere Rechenleistungen zu erreichen.

Lichtwellen schwingen mehrere hundert Trillionen Mal pro Sekunde und haben das Potential, die Bewegung von Elektronen zu steuern. Im Gegensatz zu...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Leopoldina-Symposium: „Mission – Innovation“ 2020

21.02.2020 | Veranstaltungen

Gemeinsam auf kleinem Raum - Mikrowohnen

19.02.2020 | Veranstaltungen

Chemnitzer Linux-Tage am 14. und 15. März 2020: „Mach es einfach!“

12.02.2020 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Globale Datenbank für Karstquellenabflüsse

21.02.2020 | Geowissenschaften

Leopoldina-Symposium: „Mission – Innovation“ 2020

21.02.2020 | Veranstaltungsnachrichten

Langlebige Fachwerkbrücken aus Stahl einfacher bemessen

21.02.2020 | Architektur Bauwesen

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics