Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mit Kogil näher am Urknall

05.04.2002


Die Technische Universität Darmstadt ist auf der Hannover Messe 2002 vom 15. bis 20. April, Halle 18, Stand A 16, mit vier innovativen Forschungsprojekten vertreten

Elektromechanik mit Pfiff
Mechatronische Systeme der Mikro- und Feinwerktechnik

Komplizierte technische Systeme und Geräte bestimmen zunehmend unseren Alltag. Beim Bedienen, Kraftausüben und Erfassen von Messgrößen aus der Umwelt dienen elektromechanische Systeme als Schnittstellen zum Bediener oder als Wandler der elektrischen Signale an die Systemumgebung wie z. B. Antiblockiersysteme in Kraftfahrzeugen, Scanner und Drucker in der Informationstechnik, Mess-Systeme in der Medizintechnik und intelligente Antriebe in der Automatisierungstechnik.
Die Mitarbeiter des Instituts für Elektromechanische Konstruktionen arbeiten am Entwurf, der Realisierung und Charakterisierung von miniaturisierten elektromechanischen Systemen unter Einsatz neuartiger Technologien wie Mikromechanik und Mikrosystemtechnik. Ihre Arbeiten konzentrieren sich auf die Gebiete der Mess- und Sensortechnik sowie der Mikrotechnik mit den Schwerpunkten Mikroaktorik und Mikrooptik.
Kontakt: Prof. Dr.-Ing. Helmut F. Schlaak, E-Mail: schlaak@emk.tu-darmstadt.de
Prof. Dr.-Ing. Roland Werthschützky, E-Mail: werthschuetzky@emk.tu-darmstadt.de
Prof. Dr.-Ing. Heinz Weißmantel, E-Mail: weissmantel@emk.tu-darmstadt.de
Technische Universität Darmstadt, Institut für Elektromechanische Konstruktionen, Merckstr. 25, 64283 Darmstadt, Telefon: 06151/16-4013, -4696, Fax: 06151/16-4096

Koaxialer gasisolierter Leiter (Kogil)
zur extrem störfeldarmen elektrischen Leistungsübertragung

In internationaler Zusammenarbeit plant das Deutsche Elektronen Synchrotron (DESY) einen 33 km langen "Linearcollider" für Elektronen (e-) und Positronen (e+) sowie eine neuartige Röntgenquelle. Durch den Einsatz eines Linearbeschleunigers kann die Synchrotronstrahlung (= Verluststrahlung) klein gehalten werden, so dass sich wesentlich höhere Kollisionsenergien erreichen lassen. Dadurch lassen sich die Vorgänge des Mikrokosmos 10 hoch-12 Sekunden nach dem Urknall reproduzieren.
Dazu werden Teilchenpakete (Bunche) beschleunigt. Dabei entstehen aber magnetische Wechselfelder, die die Bündelung der Bunche stören. Diese Wechselfelder müssen deshalb stark reduziert werden, möglichst unter 1pT. Für den DESY-Linearcollider ist also eine äußerst störfeldarme, raumsparende und verlustarme Energieversorgung im Beschleunigertunnel notwendig.
Um eine störfeldarme Energieversorgung zu ermöglichen, wurde in Zusammenarbeit mit dem DESY am Fachgebiet Hochspannungstechnik der TU Darmstadt ein dreipoliges Koaxialsystem in Form eines aus drei Leitern bestehenden koaxialen gasisolierten Leiters (KOGIL) konzipiert und aufgebaut. Hierdurch kann entsprechend dem Durchflutungsgesetz eine Minimierung des magnetischen Störfeldes außerhalb des Leitersystems erzielt werden, da sich der Gesamtstrom aller drei Leiter in den drei Phasen des Drehstromsystems zeitlich und räumlich zum Wert Null überlagert.
Kontakt: Prof. Dr.-Ing. Dieter König, E-Mail: dikoenig@hrz1.tu-darmstadt.de
Dipl.-Ing. Frank Hörtz, E-Mail: hoertz@hrz2.tu-darmstadt.de
Technische Universität Darmstadt, Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik, Landgraf-Georg-Str. 4, 64283 Darmstadt, Telefon: 06151/16-4629, Fax: 06151/16-2329

Flüssige Kristalle (Liquid Crystals)

Flüssigen Kristallen (Liquid Crystals, kurz: LC) kommt ein immer höherer Stellenwert in der modernen Informationsgesellschaft zu. Davon zeugen zum Beispiel Bildschirme für Fernsehgeräte und PC sowie Kleinanzeigeelemente. Aber auch Bereiche, die nicht der Displaytechnologie zugerechnet werden, profitieren von den faszinierenden Eigenschaften der Flüssigkristalle, wie die moderne Optik, die Elektronik und die Photonik zeigt. Grundlage der Technologie ist die Modulation des Lichtes durch eine elektrooptische LC-Zelle.
Nematische Flüssigkristalle (NLC) beherrschen derzeit den LC-Markt, aber neuere Substanzklassen wie Ferroelektrische Flüssigkristalle (FLC) oder Diskotische Flüssigkristalle sind im Vormarsch und erschließen neue Anwendungsfelder. Ihre Vorteile bestehen zum Beispiel in erheblich verminderten Schaltzeiten, die bei FLC bis in den µs-Bereich abgesenkt werden, und in der Erhöhung des nutzbaren Betrachtungswinkels.
Das Exponat des Instituts für Physikalische Chemie informiert über Anwendungsmöglichkeiten

  • neuer FLC/LC-Materialien
  • von LC-Lichtmodulatoren und
  • FLC-SL-Modulatoren

Kontakt: Prof. Dr. Wolfgang Haase, E-Mail: Haase@chemie.tu-darmstadt.de
Dipl.-Ing. Michael Darius, E-Mail: michael.darius@web.de
Dipl.-Ing. Fedor Podgornov, E-Mail: podgor@hrz2.hrz.tu-darmstadt.de
Technische Universität Darmstadt, Institut für Physikalische Chemie, Petersenstr. 20, 64287 Darmstadt, Telefon 06151/16-3398, Fax: 06151/16-4924

Nachhaltiges Bauen -
Software-Tool zur Nachhaltigkeitsanalyse von Baukonstruktionen

Seit einigen Jahren gewinnt der Nachhaltigkeitsgedanken mit dem Ziel, ökologische, ökonomische und gesellschaftliche Aspekte gleichzeitig und gleichberechtigt in allen Lebensbereichen zu berücksichtigen, zunehmend an Bedeutung. Auch im Bauwesen werden Fragen zur Umweltbelastung durch Bauwerke und zur Wirtschaftlichkeit der Baukonstruktionen über den gesamten Lebenszyklus immer wichtiger.
Im Hinblick auf die zukünftigen Anforderungen modernen Bauens wird im Rahmen des Verbundvorhabens "Dienstleistungssystem Qualitäts-Montagehausbau" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung am Institut für Massivbau der TUD das computergestützte Verfahren "bauloop" zur Nachhaltigkeitsanalyse von Baukonstruktionen über den Lebenszyklus entwickelt. "bauloop" ist ein Software-Tool zur Beurteilung der Umweltverträglichkeit und Wirtschaftlichkeit von Baukonstruktionen. Die Grundlage der Analyse bildet die Stoffstromberechnung.
Kontakt: Prof. Dr.-Ing. Carl-Alexander Graubner, Technische Universität Darmstadt, Fachbereich Bauingenieurwesen und Geodäsie, Alexanderstraße 5, 64283 Darmstadt, Tel. 06151/16-2144,  graubner@massivbau.tu-darmstadt.de

Diplom-Volkswirtin Sabine Gerbau | idw

Weitere Berichte zu: Baukonstruktion Flüssigkristall Urknall

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Erfolgreiche Premiere: dormakaba mit der digitalBAU zufrieden
26.02.2020 | dormakaba Deutschland GmbH

nachricht Cobot-Assistenz in der Montage: Flexible Lösungen für den Mittelstand auf der Hannover Messe 2020
19.02.2020 | Fraunhofer-Institut für Entwurfstechnik Mechatronik IEM

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Computersimulationen stellen bildlich dar, wie DNA erkannt wird, um Zellen in Stammzellen umzuwandeln

Forscher des Hubrecht-Instituts (KNAW - Niederlande) und des Max-Planck-Instituts in Münster haben entdeckt, wie ein essentielles Protein bei der Umwandlung von normalen adulten humanen Zellen in Stammzellen zur Aktivierung der genomischen DNA beiträgt. Ihre Ergebnisse werden im „Biophysical Journal“ veröffentlicht.

Die Identität einer Zelle wird dadurch bestimmt, ob die DNA zu einem beliebigen Zeitpunkt „gelesen“ oder „nicht gelesen“ wird. Die Signalisierung in der Zelle,...

Im Focus: Bayreuther Hochdruck-Forscher entdecken vielversprechendes Material für Informationstechnologien

Forscher der Universität Bayreuth haben ein ungewöhnliches Material entdeckt: Bei einer Abkühlung auf zwei Grad Celsius ändern sich seine Kristallstruktur und seine elektronischen Eigenschaften abrupt und signifikant. In diesem neuen Zustand lassen sich die Abstände zwischen Eisenatomen mithilfe von Lichtstrahlen gezielt verändern. Daraus ergeben sich hochinteressante Anwendungsmöglichkeiten im Bereich der Informationstechnologien. In der Zeitschrift „Angewandte Chemie – International Edition“ stellen die Wissenschaftler ihre Entdeckung vor. Die neuen Erkenntnisse sind aus einer engen Zusammenarbeit mit Partnereinrichtungen in Augsburg, Dresden, Hamburg und Moskau hervorgegangen.

Bei dem ungewöhnlichen Material handelt es sich um ein Eisenoxid mit der Zusammensetzung Fe₅O₆. In einem Hochdrucklabor des Bayerischen Geoinstituts (BGI),...

Im Focus: Von China an den Südpol: Mit vereinten Kräften dem Rätsel der Neutrinomassen auf der Spur

Studie von Mainzer Physikern zeigt: Experimente der nächsten Generation versprechen Antworten auf eine der aktuellsten Fragen der Neutrinophysik

Eine der spannendsten Herausforderungen der modernen Physik ist die Ordnung oder Hierarchie der Neutrinomassen. Eine aktuelle Studie, an der Physiker des...

Im Focus: High-pressure scientists in Bayreuth discover promising material for information technology

Researchers at the University of Bayreuth have discovered an unusual material: When cooled down to two degrees Celsius, its crystal structure and electronic properties change abruptly and significantly. In this new state, the distances between iron atoms can be tailored with the help of light beams. This opens up intriguing possibilities for application in the field of information technology. The scientists have presented their discovery in the journal "Angewandte Chemie - International Edition". The new findings are the result of close cooperation with partnering facilities in Augsburg, Dresden, Hamburg, and Moscow.

The material is an unusual form of iron oxide with the formula Fe₅O₆. The researchers produced it at a pressure of 15 gigapascals in a high-pressure laboratory...

Im Focus: From China to the South Pole: Joining forces to solve the neutrino mass puzzle

Study by Mainz physicists indicates that the next generation of neutrino experiments may well find the answer to one of the most pressing issues in neutrino physics

Among the most exciting challenges in modern physics is the identification of the neutrino mass ordering. Physicists from the Cluster of Excellence PRISMA+ at...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

CLIMATE2020 – Weltweite Online-Klimakonferenz vom 23. bis 30. März 2020

26.02.2020 | Veranstaltungen

Automatisierung im Dienst des Menschen

25.02.2020 | Veranstaltungen

Genomforschung für den Artenschutz - Internationale Fachtagung in Frankfurt

25.02.2020 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

IGF macht's möglich: Lemgoer Forschungsteam entwickelt neues Verfahren zur Abwehr von Noroviren auf Obst und Gemüse

26.02.2020 | Biowissenschaften Chemie

CLIMATE2020 – Weltweite Online-Klimakonferenz vom 23. bis 30. März 2020

26.02.2020 | Veranstaltungsnachrichten

Neue Wege im Kampf gegen die Parkinson-Krankheit: HZDR-Forscher entwickeln Radiotracer für die Differentialdiagnostik

26.02.2020 | Interdisziplinäre Forschung

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics