Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mit Vollgas zur MATERIALICA

18.09.2001


An-Institut der Chemnitzer Uni präsentiert verstellbares Pedalsystem und Carbon-Ski

Wenn Autofahrer mit kurzen Beinen nicht so recht das Gaspedal erreichen, muss das Gaspedal eben ein Stück entgegenkommen. An der TU Chemnitz hat das Institut für Konstruktion und Verbundbauweisen e. V. (KVB) ein verstellbares Pedalsystem entwickelt, das kleineren Menschen mehr Fahrkomfort und Sicherheit verspricht.

Auf der diesjährigen Werkstoff-Fachmesse MATERIALICA wird das Chemnitzer Institut vom 1. bis 4. Oktober 2001 einen Prototypen dieses verstellbaren Pedalsystems vorstellen, das im Auftrag eines der weltweit größten Automobilzulieferer, United Parts, angefertigt wurde. Kernstück ist ein in das Pedalsystem integriertes Schneckengetriebe. Es wird über Bowdenzüge von einem zentralen Motor angetrieben und sorgt dafür, dass die Pedale stufenlos verstellt werden können. "Damit lässt sich Gas, Bremse und Kupplung genau auf die Körpergröße des Fahrers anpassen", erläutert Institutsleiter Dr. Gunter Siebdrath.

In den USA werden vergleichbare Systeme bereits in kleineren Lkws und Geländewagen serienmäßig eingesetzt. Das Institut für Konstruktion und Verbundbauweisen hat die eigene Entwicklung auch auf Pkws des europäischen Marktes zugeschnitten - mit Erfolg: An der verstellbaren Pedalerie haben namhafte Automobilhersteller bereits Interesse bekundet. "Derzeit arbeiten wir daran, das System für einen bekannten Mittelklassewagen entsprechend anzupassen", so Dr. Siebdrath.

Darüber hinaus werden die Chemnitzer Leichtbauer auf der diesjährigen MATERIALICA auch ihre innovative Material-Entwicklung auf dem Sportgeräte-Sektor präsentieren: Für die österreichische Firma ATOMIC wurden 50 Paar Laufski mit einem Bauteil aus dem superleichten und superfesten Faserverbundstoff Carbon gefertigt. KVB-Leiter Siebdrath: "Die umfangreichen Tests konnten erfolgreich beendet werden - nun wollen wir die Superläufer auch einer breiten Öffentlichkeit vorstellen."

Damit nicht genug: Die Vielfalt der Messeobjekte des Instituts für Konstruktion und Verbundbauweisen zeigen die Bandbreite der Forschungs- und Entwicklungsarbeit. So werden Kunststoff-Nadelfassungen für Textilmaschinen ebenso ausgestellt wie auch Carbon-Bauteile für Druckmaschinen und eine Wickelmaschine zur Verarbeitung von Carbon und Glasfaser. Weil die KVB-Wickelmaschine mehrere Meter groß ist, wird diese Eigenentwicklung auf Postern und als Videofilm vorgeführt.

Auf der MATERIALICA in München präsentiert sich das Institut für Konstruktion und Verbundbauweisen e. V. vom 1. bis 4. Oktober 2001 in Halle C1, Stand 204 dem Fachpublikum.

Weitere Informationen gibt KVB-Leiter Dr.-Ing. Gunter Siebdrath unter Telefon (03 71) 534 73 03, E-Mail gunter.siebdrath@kvb-chemnitz.de,

Mario Steinebach | Pressestelle
Weitere Informationen:
http://www.kvb-chemnitz.de
http://www.tu-chemnitz.de
http://www.tu-chemnitz.de/tu/presse/

Weitere Berichte zu: MATERIALICA

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Cobot-Assistenz in der Montage: Flexible Lösungen für den Mittelstand auf der Hannover Messe 2020
19.02.2020 | Fraunhofer-Institut für Entwurfstechnik Mechatronik IEM

nachricht HMI Preview 2020: Neue Herzen für Brennstoffzellen: Fraunhofer IWU forscht an zukunftsfähiger Serienproduktion
12.02.2020 | Fraunhofer-Gesellschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Ultraschnelles Schalten eines optischen Bits: Gewinn für die Informationsverarbeitung

Wissenschaftler der Universität Paderborn und der TU Dortmund veröffentlichen Ergebnisse in Nature Communications

Computer speichern Informationen in Form eines Binärcodes, einer Reihe aus Einsen und Nullen – sogenannten Bits. In der Praxis werden dafür komplexe...

Im Focus: Fraunhofer IOSB-AST und DRK Wasserrettungsdienst entwickeln den weltweit ersten Wasserrettungsroboter

Künstliche Intelligenz und autonome Mobilität sollen dem Strukturwandel in Thüringen und Sachsen-Anhalt neue Impulse verleihen. Mit diesem Ziel fördert das Bundeswirtschaftsministerium ab sofort ein innovatives Projekt in Halle (Saale) und Ilmenau.

Der Wasserrettungsdienst Halle (Saale) und das Fraunhofer Institut für Optronik,
Systemtechnik und Bildauswertung, Institutsteil Angewandte Systemtechnik...

Im Focus: A step towards controlling spin-dependent petahertz electronics by material defects

The operational speed of semiconductors in various electronic and optoelectronic devices is limited to several gigahertz (a billion oscillations per second). This constrains the upper limit of the operational speed of computing. Now researchers from the Max Planck Institute for the Structure and Dynamics of Matter in Hamburg, Germany, and the Indian Institute of Technology in Bombay have explained how these processes can be sped up through the use of light waves and defected solid materials.

Light waves perform several hundred trillion oscillations per second. Hence, it is natural to envision employing light oscillations to drive the electronic...

Im Focus: Haben ein Auge für Farben: druckbare Lichtsensoren

Kameras, Lichtschranken und Bewegungsmelder verbindet eines: Sie arbeiten mit Lichtsensoren, die schon jetzt bei vielen Anwendungen nicht mehr wegzudenken sind. Zukünftig könnten diese Sensoren auch bei der Telekommunikation eine wichtige Rolle spielen, indem sie die Datenübertragung mittels Licht ermöglichen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) am InnovationLab in Heidelberg ist hier ein entscheidender Entwicklungsschritt gelungen: druckbare Lichtsensoren, die Farben sehen können. Die Ergebnisse veröffentlichten sie jetzt in der Zeitschrift Advanced Materials (DOI: 10.1002/adma.201908258).

Neue Technologien werden die Nachfrage nach optischen Sensoren für eine Vielzahl von Anwendungen erhöhen, darunter auch die Kommunikation mithilfe von...

Im Focus: Einblicke in die Rolle von Materialdefekten bei der spin-abhängigen Petahertzelektronik

Die Betriebsgeschwindigkeit von Halbleitern in elektronischen und optoelektronischen Geräten ist auf mehrere Gigahertz (eine Milliarde Oszillationen pro Sekunde) beschränkt. Die Rechengeschwindigkeit von modernen Computern trifft dadurch auf eine Grenze. Forscher am MPSD und dem Indian Institute of Technology in Bombay (IIT) haben nun untersucht, wie diese Grenze mithilfe von Lichtwellen und Festkörperstrukturen mit Defekten erhöht werden könnte, um noch größere Rechenleistungen zu erreichen.

Lichtwellen schwingen mehrere hundert Trillionen Mal pro Sekunde und haben das Potential, die Bewegung von Elektronen zu steuern. Im Gegensatz zu...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Leopoldina-Symposium: „Mission – Innovation“ 2020

21.02.2020 | Veranstaltungen

Gemeinsam auf kleinem Raum - Mikrowohnen

19.02.2020 | Veranstaltungen

Chemnitzer Linux-Tage am 14. und 15. März 2020: „Mach es einfach!“

12.02.2020 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Globale Datenbank für Karstquellenabflüsse

21.02.2020 | Geowissenschaften

Leopoldina-Symposium: „Mission – Innovation“ 2020

21.02.2020 | Veranstaltungsnachrichten

Langlebige Fachwerkbrücken aus Stahl einfacher bemessen

21.02.2020 | Architektur Bauwesen

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics