Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Deutschland hat Nachholbedarf in IT-Sicherheit

11.09.2002


Orbit/Comdex Europe Congress 2002

Obwohl für 80 Prozent der deutschen Unternehmen die Sicherheit von Computersystemen hohe oder höchste Priorität hat, unternahm ein Drittel in den vergangenen zwölf Monaten keine Schritte zur Verbesserung der Informationssicherheit. Mehr noch: bei 60 Prozent stagnieren die IT-Sicherheits-Budgets oder sind sogar rückläufig. Dies ergab die Studie «IT-Security» der Fachzeitschrift Informationweek und Mummert + Partner Unternehmensberatung, bei der 8188 Firmen aus 50 Ländern befragt wurden, 828 davon aus Deutschland. «Information Security» ist dementsprechend eines von fünf Themen, das am Orbit/Comdex Europe Congress 2002 (25. und 26. September 2002 in Basel) fokussiert wird.

In diesem Jahr investieren deutsche Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitern 7,3 Milliarden Euro für Informationssicherheit - das entspricht rund 410 Euro pro Mitarbeiter. Im Durchschnitt sind gemäss der IT-Security-Studie gerade mal zehn Prozent der deutschen IT-Budgets für Sicherheit reserviert. Im internationalen Vergleich liegt Deutschland damit zurück. Denn 42 Prozent der Unternehmen in Grossbritannien geben mehr Geld für Security aus als im Vorjahr, in den USA sind es sogar 49 Prozent. Basis-Passwörter sind mit 79 Prozent der Unternehmen neben Mehrfach-Passwörtern (60 Prozent) die gängigste Schutzmassnahmen. Alle anderen Sicherheitssysteme werden nur von einer Minderheit eingesetzt. Auch beim Einsatz von Verschlüsselungssoftware hinkt Deutschland im internationalen Vergleich hinterher, obwohl diese Technologie aus Expertensicht besonders gegen Datenspione geeignet ist. Die beispielsweise beim Online-Banking eingesetzte SSL-Verschlüsselung (Secure Sockets Layer) nutzt immerhin ein Drittel der Unternehmen. Allerdings verfügen zwölf Prozent noch nicht einmal über einen Virenschutz. Doch gerade Viren (42 Prozent der Angriffe) werden von Unternehmen mit Abstand als das Sicherheitsproblem Nummer eins angesehen. Fremdzugriffe und Bombardierungen mit E-Mails werden noch von zehn Prozent der Firmen als Problem genannt. Dabei ist das Betriebssystem die meist genannte Schwachstelle unter den vermuteten Einbruchstellen. In den kommenden zwölf Monaten wollen die Unternehmen deshalb neben der Abwehr von Viren ihre Betriebssysteme und Netzwerke besser schützen.

Der Orbit/Comdex Europe Congress 2002 bietet Orientierungshilfen bei Fragen zu Information Security. Technologische sowie betriebswirtschaftliche und rechtliche Aspekte werden von erfahrenen Praktikern und hoch qualifizierten Spezialisten präsentiert. Die 90-minütigen Sessions behandeln dabei Themen von Management-Aspekten der IT-Sicherheit, strategische Informationssicherheit über Intrusion Detection Systeme bis hin zur Sicherheit in der Microsoft-Welt und der mobilen IT. Beiträge unterschiedlicher Redner pro Thema gewährleisten ein differenziertes Bild und branchenkundige Moderatoren sorgen im Anschluss für ein kritisches und informatives Podiumsgespräch.

Die Themen des Kongresses vertiefen

Im Information Security Park in Halle 1.1 stellen Unternehmen aus der IT-Security-Branche ihre Produkte und Dienstleistungen vor. Besucher können sich über Virenscanner, Firewalls, Intrusion Detection Systeme bis hin zur biometrischen Authentifizierung und komplexen VPN-Lösungen (Virtual Private Networks) informieren. Der Information Security Park ergänzt die im Kongress diskutierten Themen mit den passenden Produktangeboten der Aussteller. Besucher können so in Gesprächen mit Unternehmensvertretern ihr im Kongress erworbenes theoretisches Wissen erweitern.

Bernd Schuster | ots
Weitere Informationen:
http://www.orbitcomdex.com

Weitere Berichte zu: IT-Sicherheit Informationssicherheit

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Fraunhofer ESK macht verteilte Anwendungen in der Produktion verlässlich
15.11.2018 | Fraunhofer-Gesellschaft

nachricht 5G sichert Zukunft von Industrie 4.0 – DFKI mit der SmartFactoryKL auf der SPS IPC Drives
13.11.2018 | Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH, DFKI

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Rasende Elektronen unter Kontrolle

Die Elektronik zukünftig über Lichtwellen kontrollieren statt Spannungssignalen: Das ist das Ziel von Physikern weltweit. Der Vorteil: Elektromagnetische Wellen des Licht schwingen mit Petahertz-Frequenz. Damit könnten zukünftige Computer eine Million Mal schneller sein als die heutige Generation. Wissenschaftler der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) sind diesem Ziel nun einen Schritt nähergekommen: Ihnen ist es gelungen, Elektronen in Graphen mit ultrakurzen Laserpulsen präzise zu steuern.

Eine Stromregelung in der Elektronik, die millionenfach schneller ist als heutzutage: Davon träumen viele. Schließlich ist die Stromregelung eine der...

Im Focus: UNH scientists help provide first-ever views of elusive energy explosion

Researchers at the University of New Hampshire have captured a difficult-to-view singular event involving "magnetic reconnection"--the process by which sparse particles and energy around Earth collide producing a quick but mighty explosion--in the Earth's magnetotail, the magnetic environment that trails behind the planet.

Magnetic reconnection has remained a bit of a mystery to scientists. They know it exists and have documented the effects that the energy explosions can...

Im Focus: Eine kalte Supererde in unserer Nachbarschaft

Der sechs Lichtjahre entfernte Barnards Stern beherbergt einen Exoplaneten

Einer internationalen Gruppe von Astronomen unter Beteiligung des Max-Planck-Instituts für Astronomie in Heidelberg ist es gelungen, beim nur sechs Lichtjahre...

Im Focus: Mit Gold Krankheiten aufspüren

Röntgenfluoreszenz könnte neue Diagnosemöglichkeiten in der Medizin eröffnen

Ein Präzisions-Röntgenverfahren soll Krebs früher erkennen sowie die Entwicklung und Kontrolle von Medikamenten verbessern können. Wie ein Forschungsteam unter...

Im Focus: Ein Chip mit echten Blutgefäßen

An der TU Wien wurden Bio-Chips entwickelt, in denen man Gewebe herstellen und untersuchen kann. Die Stoffzufuhr lässt sich dabei sehr präzise dosieren.

Menschliche Zellen in der Petrischale zu vermehren, ist heute keine große Herausforderung mehr. Künstliches Gewebe herzustellen, durchzogen von feinen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Kalikokrebse: Erste Fachtagung zu hochinvasiver Tierart

16.11.2018 | Veranstaltungen

Können Roboter im Alter Spaß machen?

14.11.2018 | Veranstaltungen

Tagung informiert über künstliche Intelligenz

13.11.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Mikroplastik in Kosmetik

16.11.2018 | Studien Analysen

Neue Materialien – Wie Polymerpelze selbstorganisiert wachsen

16.11.2018 | Materialwissenschaften

Anomale Kristalle: ein Schlüssel zu atomaren Strukturen von Schmelzen im Erdinneren

16.11.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics