Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Fraunhofer IWS Dresden präsentiert "Stanzen ohne Presse" auf der Messe "Lasys Stuttgart 2008"

07.01.2008
Das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS in Dresden präsentiert vom 4. bis 6. März 2008 auf der Stuttgarter Messe "LASYS" in Halle 4 Stand E61 das Ausschneiden von metallischen Formstücken durch Laser-Remote-Schneiden.

Beim Laser-Remote-Schneiden wird ein gut fokussierter Laserstrahl mit Hilfe von schnell bewegten Spiegeln entlang der zu schneidenden Kontur auf der Bauteiloberfläche bewegt. Die Geschwindigkeit des Laserspots beträgt dabei einige Meter in der Sekunde.

Durch die Wechselwirkung des Laserstrahls mit dem Bauteil wird Material sublimiert oder verdampft und so kontinuierlich bis zur Materialtrennung abgetragen. Wesentlicher Vorteil dieses Verfahrens sind die hohen Bearbeitungsgeschwindigkeiten, die selbst hochdynamische Schneidanlagen mit Lineardirektantrieben infolge der Masseträgheit nie erreichen werden.

Das Verfahren des Laser-Remote-Schneidens hat bei der Bearbeitung von Airbaggewebe bereits Industriereife erlangt. Ein vom Fraunhofer IWS Dresden nach diesem Prinzip neu entwickeltes Anlagenkonzept wurde gemeinsam mit der Firma Held Systems Deutschland in eine neue Generation von kompakten und flexiblen Laserschneidanlagen für den Airbagzuschnitt umgesetzt. Bei diesen Anlagen läuft das bis zu 2,5 m breite Gewebe einlagig mit einer Geschwindigkeit von bis zu 20 m/min unter einem bewegten CO2-Laserstrahl hindurch. Dabei werden die verschiedensten Airbag-Konturen mit einer Genauigkeit von ±0,5 mm geschnitten. Mit den drei in die Industrie überführten Systemen konnten Produktivitätssteigerungen von 50 - 90 % gegenüber dem herkömmlichen Mehrlagenschnitt erzielt werden.

... mehr zu:
»E61

Ziel der Entwicklungen des Fraunhofer IWS Dresden ist es nunmehr, ähnliche Produktivitätssteigerungen auch im Bereich des Zuschnitts von metallischen Werkstoffen zu ermöglichen. Die heute auf dem Markt verfügbaren Laser hoher Brillanz (Faserlaser, Scheibenlaser) besitzen die notwendige Strahlqualität und Leistungsfähigkeit und könnten in Verbindung mit der Remote-Technologie beispielsweise das Schneiden von Motordichtungen aus Edelstahl oder von Stator- und Rotorpaketen aus Elektroblech revolutionieren.

Für das Laser-Remote-Schneiden stellen komplizierte Konturen kein Problem dar. Die lasergeschnittenen Kanten zeichnen sich durch einen geringen Grat und eine geringe Rautiefe aus. Das bearbeitbare Materialspektrum ist weit gefächert. Infolge der höheren Schneidgeschwindigkeit ist die Wärmeeinflusszone beim Laser-Remote-Schneiden im Allgemeinen geringer als beim klassischen Laserschneiden. Im Vergleich zum Stanzen sind die Vorteile des Laserschneidens in der Einsparung der Kosten für den Werkzeugbau und das Nachschleifen sowie in dem geringeren Geräuschpegel zu sehen.

Auf der Messe LASYS in Stuttgart demonstriert das Fraunhofer IWS Dresden erstmals das Laser-Remote-Schneiden an metallischen Werkstoffen. Mit Hilfe einer roboterbasierten Laseranlage und Scanneroptik kann aus 100 µm dickem Edelstahlblech eine Lochmatrix (100 Kreise vom Durchmesser 6,5 mm) in weniger als 2 Sekunden geschnitten werden. Gegenüber dem Ausschneiden mit klassischer Anlagentechnik mit Linearantrieben bedeutet das eine Produktivitätssteigerung um nahezu 1000 %. Für 50 µm dicke Bleche werden sogar nur 1,2 Sekunden benötigt. Mit sinkendem Strahldurchmesser im Fokus und steigender Strahlleistung steigt die Schneidgeschwindigkeit weiter an.

Besuchen Sie uns auf der Messe "LASYS 2008" vom 04. - 06.03.2008 in Stuttgart auf dem Stand des Fraunhofer IWS Dresden in Halle 4 Stand E61.

Ihre Ansprechpartner für weitere Informationen:

Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS Dresden
01277 Dresden, Winterbergstr. 28
Dr. Thomas Himmer
Telefon: (0351) 25 83 238
Telefax: (0351) 25 83 300
E-mail: thomas.himmer@iws.fraunhofer.de
Marketing:
Dr. Ralf Jäckel
Telefon: (0351) 25 83 444
Telefax: (0351) 25 83 300
E-mail: ralf.jaeckel@iws.fraunhofer.de

Dr. Ralf Jaeckel | idw
Weitere Informationen:
http://www.iws.fraunhofer.de
http://www.iws.fraunhofer.de/presse/presse.html

Weitere Berichte zu: E61

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Antworten 4.0: Wie die digitale Transformation gelingt
22.10.2019 | Rittal GmbH & Co. KG

nachricht Fraunhofer FHR zeigt kontaktlose, zerstörungsfreie Qualitätskontrolle von Kunststoffprodukten auf der K 2019
16.10.2019 | Fraunhofer-Institut für Hochfrequenzphysik und Radartechnik FHR

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hohlraum vermittelt starke Wechselwirkung zwischen Licht und Materie

Forschern ist es gelungen, mithilfe eines mikroskopischen Hohlraumes eine effiziente quantenmechanische Licht-Materie-Schnittstelle zu schaffen. Darin wird ein einzelnes Photon bis zu zehn Mal von einem künstlichen Atom ausgesandt und wieder absorbiert. Das eröffnet neue Perspektiven für die Quantentechnologie, berichten Physiker der Universität Basel und der Ruhr-Universität Bochum in der Zeitschrift «Nature».

Die Quantenphysik beschreibt Photonen als Lichtteilchen. Will man ein einzelnes Photon mit einem einzelnen Atom interagieren lassen, stellt dies aufgrund der...

Im Focus: A cavity leads to a strong interaction between light and matter

Researchers have succeeded in creating an efficient quantum-mechanical light-matter interface using a microscopic cavity. Within this cavity, a single photon is emitted and absorbed up to 10 times by an artificial atom. This opens up new prospects for quantum technology, report physicists at the University of Basel and Ruhr-University Bochum in the journal Nature.

Quantum physics describes photons as light particles. Achieving an interaction between a single photon and a single atom is a huge challenge due to the tiny...

Im Focus: Freiburger Forschenden gelingt die erste Synthese eines kationischen Tetraederclusters in Lösung

Hauptgruppenatome kommen oft in kleinen Clustern vor, die neutral, negativ oder positiv geladen sein können. Das bekannteste neutrale sogenannte Tetraedercluster ist der weiße Phosphor (P4), aber darüber hinaus sind weitere Tetraeder als Substanz isolierbar. Es handelt sich um Moleküle aus vier Atomen, deren räumliche Anordnung einem Tetraeder aus gleichseitigen Dreiecken entspricht. Bisher waren neben mindestens sechs neutralen Versionen wie As4 oder AsP3 eine Vielzahl von negativ geladenen Tetraedern wie In2Sb22– bekannt, jedoch keine kationischen, also positiv geladenen Varianten.

Ein Team um Prof. Dr. Ingo Krossing vom Institut für Anorganische und Analytische Chemie der Universität Freiburg ist es gelungen, diese positiv geladenen...

Im Focus: Die schnellste Ameise der Welt - Wüstenflitzer haben kurze Beine, aber eine perfekte Koordination

Silberameisen gelten als schnellste Ameisen der Welt - obwohl ihre Beine verhältnismäßig kurz sind. Daher haben Forschende der Universität Ulm den besonderen Laufstil dieses "Wüstenflitzers" auf einer Ameisen-Rennstrecke ergründet. Veröffentlicht wurde diese Entdeckung jüngst im „Journal of Experimental Biology“.

Sie geht auf Nahrungssuche, wenn andere Siesta halten: Die saharische Silberameise macht vor allem in der Mittagshitze der Sahara und in den Wüsten der...

Im Focus: Fraunhofer FHR zeigt kontaktlose, zerstörungsfreie Qualitätskontrolle von Kunststoffprodukten auf der K 2019

Auf der K 2019, der Weltleitmesse für die Kunststoff- und Kautschukindustrie vom 16.-23. Oktober in Düsseldorf, demonstriert das Fraunhofer-Institut für Hochfrequenzphysik und Radartechnik FHR das breite Anwendungsspektrum des von ihm entwickelten Millimeterwellen-Scanners SAMMI® im Kunststoffbereich. Im Rahmen des Messeauftritts führen die Wissenschaftler die vielseitigen Möglichkeiten der Millimeterwellentechnologie zur kontaktlosen, zerstörungsfreien Prüfung von Kunststoffprodukten vor.

Millimeterwellen sind in der Lage, nicht leitende, sogenannte dielektrische Materialien zu durchdringen. Damit eigen sie sich in besonderem Maße zum Einsatz in...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Digitales-Krankenhaus – wo bleibt der Mensch?

21.10.2019 | Veranstaltungen

VR-/AR-Technologien aus der Nische holen

18.10.2019 | Veranstaltungen

Ein Marktplatz zur digitalen Transformation

18.10.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Forscher der Universität Münster gewinnen neue Einblicke in die Evolution von Proteinen

22.10.2019 | Biowissenschaften Chemie

Die nackte Wahrheit: Wenn ein Mikroorganismus seine Hüllen fallen lässt

22.10.2019 | Biowissenschaften Chemie

Es war wirklich der Asteroid

22.10.2019 | Geowissenschaften

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics