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SARS-Ansteckung im Flieger geringer als vermutet

21.05.2003


Nur 16 der mehr als 7.800 bekannten Fälle infizierten sich im Flugzeug



Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO ist das Risiko, sich im Flugzeug mit der Lungenkrankheit SARS anzustecken geringer als erwartet. Die WHO hat bis zum 12. Mai 35 Flüge untersucht, auf denen SARS-Infizierte unter den Passagieren und der Crew vermutet wurden. Es wurde aber nur in vier Fällen eine Ansteckung nachgewiesen. Es handelte um Passagiere, die gleich neben einem Infizierten saßen.

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Wie auf der Jahresversammlung der Organisation bekannt wurde sollen sich nur 16 der mehr als 7.800 bekannten Fälle zudem zu jenem Zeitpunkt infiziert haben, zu dem die Fluggesellschaften noch keine Untersuchungen bei Passagieren vornahmen. Die WHO hat die Empfehlungen, Flugpassagiere zu untersuchen, am 27. März ausgegeben. Die Analyse könnte Fluggesellschaften Auftrieb geben. Aufgrund der SARS-Epidemie kam es vor allem bei Flügen nach Asien zu massiven Umsatzeinbrüchen.

Gleichzeitig warnt die WHO vor weiteren SARS-ähnlichen Krankheiten, berichtet der australische Nachrichtendienst ABC. "Es wird mehr Ausbrüche wie SARS geben", erklärt WHO-Experte David Heymann. Heymann rechnet mit einen nahezu sicheren Ausbruch der Grippe, wie sie im vergangenen Jahrhundert drei Mal auftrat, und bislang unbekannten Krankheiten. "Eine weltweite Grippewelle, wie sie im 20. Jahrhundert Mio. dahinraffte, ist überfällig und Länder müssen gewappnet sein", ergänzt der Experte.

Sandra Standhartinger | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.who.int

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