Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

"Prüfstand 7" - HFF-Qualifikationsprojekt nach Hofer Filmtagen jetzt auch bei Duisburger Filmwoche

02.11.2001


Am 3. Oktober 1942 startet in Peenemünde die erste Rakete ins Weltall. Die Deutschen hatten keine Ahnung, dass sie damit einen Geist ins Leben gerufen haben. Er heißt Bianca. Es ist der Geist der Rakete.

Nur in den Bildwelten der Rakete kann uns Bianca begegnen: Sie erscheint als Enkelin von Ruth Kraft, die über Peenemünde den Roman "Insel ohne Leuchtfeuer" schrieb. Sie ist Astronautin in der lebensrettenden "Bremer Hose" auf der Internationalen Weltraumstation. Sie wird Roman-Figur, Filmdiva, Raketenfreundin, US-Soldatin im KZ-Dora Stollen, Space-Modell, UFA-Star, Geschichtsforscherin in Peenemünde, und überhaupt scheint sie Rollen anzunehmen, die ihrer Suche nach ihrem Ursprung dienen.

Der Mythos "Rakete" entfaltet seine unbekannten Seiten. Die Faszination der Deutschen von diesem ersten, so anschaulichen Objekt einer autonom lebenden Technik hält bis heute an. Zwischen Ursprung und Gegenwart der Rakete reist Bianca quer durch Deutschland und die Zeit - von der HIGH TECH der Daimler Chrysler AG bis zu "Wikingern", die in Peenemünde neben der Rakete zelten, und weiter nach Bremen, wo ein Disney-Space-Park entsteht. Woher stammt die magische Kraft der Rakete? Was ist ihr geheimes Ziel? Wer ist diese Stimme, die ihr angeblich helfen will?

Auf den Spuren Biancas entsteht die Charakterstudie einer Maschine, die alles auf den Punkt bringt, was wir nicht mehr zusammenbringen können. Diese Maschine ist vieles zugleich: Superphallus, Maschinenbraut, junges Ding, alte Hexe, Technik mit 20000 Einzelteilen, aber auch Geist, Gespenst, Inspiration und nicht zuletzt Vampir. Vielleicht sogar ein Kunstwerk - oder eher ein "Quasi-Kunstwerk"?

"Prüfstand 7" erzählt von der Faszinationskraft der Rakete und erzählt Raketengeschichte neu. Im Film trifft Dokumentarisches auf Inszeniertes, Wichtiges auf Abseitiges, Wissenschaft auf Kunst. Für "Prüfstand 7" hat Thomas Pynchon erstmals die Verfilmung von Passagen aus seinem Roman "Die Enden der Parabel" gestattet.

"Prüfstand 7" ist das Qualifikationsprojekt des künstlerischen Mitarbeiters Robert Bramkamp, der seit 1998 im Studiengang Regie der Hochschule für Film und Fernsehen "Konrad Wolf" beschäftigt ist. Etliche weitere HFF-Mitarbeiter und -Studierende sind an dem Projekt beteiligt. Es handelt sich um eine Koproduktion von Next Film Filmproduktion mit 3sat, die in Kooperation mit der HFF "Konrad Wolf" entstand.

Nach der Uraufführung bei den Hofer Filmtagen ist der Film am 6. November 2001 auf der Duisburger Filmwoche zu sehen.

Angela Brendel-Herrmann | idw

Weitere Berichte zu: Filmtag Filmwoche Rakete

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Das plastische Gehirn: Bessere Vernetzung von Gehirnarealen durch Training
02.07.2018 | Leibniz-Institut für Wissensmedien

nachricht skip Institut der Hochschule Fresenius und GFOS entwickeln Augmented-Reality-App für die Produktion
27.06.2018 | Hochschule Fresenius

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Im Focus: Was passiert, wenn wir das Atomgitter eines Magneten plötzlich aufheizen?

„Wir haben jetzt ein klares Bild davon, wie das heiße Atomgitter und die kalten magnetischen Spins eines ferrimagnetischen Nichtleiters miteinander ins Gleichgewicht gelangen“, sagt Ilie Radu, Wissenschaftler am Max-Born-Institut in Berlin. Das internationale Forscherteam fand heraus, dass eine Energieübertragung sehr schnell stattfindet und zu einem neuartigen Zustand der Materie führt, in dem die Spins zwar heiß sind, aber noch nicht ihr gesamtes magnetisches Moment verringert haben. Dieser „Spinüberdruck“ wird durch wesentlich langsamere Prozesse abgebaut, die eine Abgabe von Drehimpuls an das Gitter ermöglichen. Die Forschungsergebnisse sind jetzt in "Science Advances" erschienen.

Magnete faszinieren die Menschheit bereits seit mehreren tausend Jahren und sind im Zeitalter der digitalen Datenspeicherung von großer praktischer Bedeutung....

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

Interdisziplinäre Konferenz: Diabetesforscher und Bioingenieure diskutieren Forschungskonzepte

13.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Vernetzte Beleuchtung: Weg mit dem blinden Fleck

18.07.2018 | Energie und Elektrotechnik

BIAS erhält Bremens größten 3D-Drucker für metallische Luffahrtkomponenten

18.07.2018 | Verfahrenstechnologie

Verminderte Hirnleistung bei schwachem Herz

18.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics