Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Dateiformat JT von Siemens als erster internationaler ISO-Standard für leichtgewichtige 3D-Produktdaten bestätigt

18.12.2012
Die Internationale Organisation für Normung (ISO) hat das Dateiformat JT von Siemens als internationalen Standard bestätigt. JT ist ein leichtgewichtiges Dateiformat, mit dem sich digitale 3D-Produktdaten über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg in Echtzeit ansehen und teilen lassen.

Mit JT können die Daten nahtlos und ohne Verzögerung zwischen den zahlreichen Anwendungen für Computer Aided Design (CAD) und Product Lifecycle Management (PLM) ausgetauscht werden, die den Standard unterstützen. Durch den Wegfall von Übersetzungen zwischen verschiedenen Datenformaten wird eine bessere Zusammenarbeit erreicht.

JT ist der erste ISO-Standard für schlanke 3D-Visualisierung. Damit können Industrieunternehmen ohne Beschränkungen durch proprietäre Formate anderer Anbieter arbeiten und den Einsatz von 3D-Visualisierung und Zusammenarbeit in ihrem Umfeld einfach ausweiten.

"Wir nutzen das Dateiformat JT bei General Motors schon seit mehr als 10 Jahren im Rahmen unserer PLM-Strategie für eine Visualisierung und Zusammenarbeit mit leichtgewichtigen 3D-Dateien", sagt Nick Bell, CIO Global Product Development bei General Motors. "Mit JT kann unser Team im gesamten Unternehmen und über die Lieferkette hinweg sichtbar einfacher kommunizieren und zusammenarbeiten.Wir sind deshalb sehr erfreut darüber, dass JT endlich als internationaler ISO-Standard anerkannt wurde."

"Während der vergangenen 15 Jahre ist JT weltweit als offenes Format zum Teilen und Visualisieren von 3D-Produktdaten akzeptiert worden. JT hat sich zur einheitlichen Sprache für die gemeinsame Arbeit an 3D-Daten im PLM-Bereich entwickelt", sagt Chuck Grindstaff, CEO und President von Siemens PLM Software. "JT wird mit der Aufnahme als ISO-Standard noch breiter eingesetzt werden und für bessere Produktentwicklung, mehr Produktivität und höhere Effizienz in der Fertigungsindustrie weltweit sorgen. Die Ankündigung ist ein historischer Meilenstein für offene PLM-Standards. Sie bekräftigt das Engagement von Siemens für ein offenes Geschäftsmodell, das der gesamten Industrie zu Gute kommt."

Siemens PLM Software hat beim Standardisierungsprozess für JT durch die ISO eng mit ProSTEP iViP zusammengearbeitet. Das internationale Konsortium setzt sich für die Förderung offener Standards ein. ProSTEP iViP war auch an der Veröffentlichung des JT File Format Referenz-Dokuments als Publicly Available Specification (ISO PAS 14306) im Oktober 2009 beteiligt. Das war der erste Schritt in Richtung eines internationalen Standards.

"Der ProSTEP-iViP-Verein ist ein anerkannter Berater bei der Entwicklung von Standards für die Industrie. Wir sind deshalb froh, dass JT als internationaler Standard anerkannt wurde. Der Bedarf an einer weltweit anerkannten Definition für leichtgewichtige 3D-Daten ist nun gedeckt. Standards für die Industrie sind ein Weg hin zu einheitlichen Softwareinstallationen. Der neue Status von JT bestärkt seine Rolle dabei", sagt Dr. Steven Vettermann, General Manager bei ProSTEP iViP.

ISO IS14306 enthält eine detaillierte und umfassende Beschreibung des Dateiformates JT. Damit können Unternehmen und Softwareanbieter das Format besser in ihre PLM-Prozesse und Anwendungen integrieren. Die Standardisierung durch einen weltweiten Abstimmungsprozess von JT wurde von dem Gremium TC 184 / SC4 geleitet, das bei der ISO für Industriedaten zuständig ist.

Weitere Informationen zu JT sind unter www.jtopen.com zu finden.

Über Siemens PLM Software
Siemens PLM Software, eine Business Unit der Siemens-Division Industry Automation, ist ein führender, weltweit tätiger Anbieter von Product Lifecycle Management (PLM)-Software und zugehörigen Dienstleistungen mit 7 Millionen lizenzierten Anwendern und mehr als 71.000 Kunden in aller Welt. Siemens PLM Software mit Hauptsitz in Plano, Texas, entwickelt unter Berücksichtigung der Kundenwünsche offene Lösungen, die zu fundierteren Entscheidungen und besseren Produkten führen. Weitere Informationen über die Produkte und Leistungen von Siemens PLM Software unter www.siemens.com/plm.
Über Siemens Industry Automation
Die Siemens Industry Automation Division, Nürnberg, unterstützt ihre Industriekunden entlang ihrer gesamten Wertschöpfungskette - vom Produktdesign bis zur Produktion und dem Service - mit einer konkurrenzlosen Kombination von Automatisierungstechnologie, industrieller Steuerungstechnik und Industriesoftware. Mit ihren Softwarelösungen reduziert die Division die Einführungszeit für neue Produkte um bis zu 50 Prozent. Industry Automation umfasst fünf Geschäftsbereiche: Industrial Automation Systems, Control Components and Systems Engineering, Sensors and Communications, Siemens PLM Software sowie Water Technologies. Weitere Informationen gibt es unter www.siemens.com/industryautomation.

Elisabeth Wagner | LEWIS Communications GmbH
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com/plm
http://www.siemens.com/industryautomation
http://www.jtopen.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Maschinelles Lernen: Neue Methode ermöglicht genaue Extrapolation
13.07.2018 | Institute of Science and Technology Austria

nachricht Gegen das Verblassen historischer Dokumente
11.07.2018 | Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Im Focus: Was passiert, wenn wir das Atomgitter eines Magneten plötzlich aufheizen?

„Wir haben jetzt ein klares Bild davon, wie das heiße Atomgitter und die kalten magnetischen Spins eines ferrimagnetischen Nichtleiters miteinander ins Gleichgewicht gelangen“, sagt Ilie Radu, Wissenschaftler am Max-Born-Institut in Berlin. Das internationale Forscherteam fand heraus, dass eine Energieübertragung sehr schnell stattfindet und zu einem neuartigen Zustand der Materie führt, in dem die Spins zwar heiß sind, aber noch nicht ihr gesamtes magnetisches Moment verringert haben. Dieser „Spinüberdruck“ wird durch wesentlich langsamere Prozesse abgebaut, die eine Abgabe von Drehimpuls an das Gitter ermöglichen. Die Forschungsergebnisse sind jetzt in "Science Advances" erschienen.

Magnete faszinieren die Menschheit bereits seit mehreren tausend Jahren und sind im Zeitalter der digitalen Datenspeicherung von großer praktischer Bedeutung....

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Im Focus: First evidence on the source of extragalactic particles

For the first time ever, scientists have determined the cosmic origin of highest-energy neutrinos. A research group led by IceCube scientist Elisa Resconi, spokesperson of the Collaborative Research Center SFB1258 at the Technical University of Munich (TUM), provides an important piece of evidence that the particles detected by the IceCube neutrino telescope at the South Pole originate from a galaxy four billion light-years away from Earth.

To rule out other origins with certainty, the team led by neutrino physicist Elisa Resconi from the Technical University of Munich and multi-wavelength...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

Interdisziplinäre Konferenz: Diabetesforscher und Bioingenieure diskutieren Forschungskonzepte

13.07.2018 | Veranstaltungen

Conference on Laser Polishing – LaP: Feintuning für Oberflächen

12.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Optische Kontrolle von Herzfrequenz oder Insulinsekretion durch lichtschaltbaren Wirkstoff

17.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Umweltressourcen nachhaltig nutzen

17.07.2018 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Textilien 4.0: Smarte Kleidung und Wearables als Innovation

17.07.2018 | Innovative Produkte

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics