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Terra-Preta-Forschung: Hallescher Agrarwissenschaftler Daniel Fischer erhält Förderpreis

13.11.2012
Terra Preta ist eine der großen Hoffnungsträgerinnen im Kampf gegen drohende Klima- und Ernährungskrisen.
Am Institut für Agrar- und Ernährungswissenschaften an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) erforscht Daniel Fischer wie diese ganz besondere schwarze Erde wieder nutzbar gemacht werden kann. Für sein Engagement erhielt der Doktorand von Prof. Dr. Bruno Glaser nun den mit 12.000 Euro dotierten Förderpreis der "agrarzeitung".

Der Förderpreis der Agrarwirtschaft richtet sich an Nachwuchstalente aus Landwirtschaft, Agrarhandel, Industrie und Wissenschaft, die sich auf originelle Weise für zukunftsweisende Entwicklungen in der Agrarwirtschaft einsetzen. „Ich hoffe, dass ich durch meine Forschungstätigkeit einen signifikanten Beitrag für eine nachhaltige und innovative Form der Landwirtschaft leisten kann“, erklärt Fischer.

„Das Terra-Preta-Konzept stellt einen zukunftsweisenden Ansatz dar und könnte sich wegen seiner besonderen Relevanz für Bodenverbesserung, Klimaschutz und Landnutzung zu einer neuen Schlüsseltechnologie im 21. Jahrhundert entwickeln.“ Der MLU-Doktorand initiierte bereits zahlreiche Experimente, um die Chancen und Potenziale der Terra-Preta-Technologie im Detail zu erforschen und setzt sich darüber hinaus für den Wissenstransfer über die Grenzen der Forschungsgemeinschaft ein.

Terra Preta ist ein humusreicher und fruchtbarer Boden, der vor über 2000 Jahren in Südamerika entstanden ist. Sein wichtigster Bestandteil ist Biokohle. Diese kann den Boden verbessern und Kohlenstoff mehrerer tausend Jahre speichern. Das Besondere: Die Herstellung von Biokohle ist die einzige bekannte Technologie, die der Atmosphäre aktiv Kohlenstoff entziehen kann.

Sarah Huke | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-halle.de

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