Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Onassis-Umweltpreis für "Friends of the Earth Middle East"

02.11.2010
Mit 250.000 EUR dotierter Preis wird erstmalig in Hamburg verliehen

Die Umweltorganisation "Friends of the Earth Middle East" ist der erste Preisträger des im Mai 2009 neu geschaffenen Onassis-Umweltpreises. Überreicht wird der Onassis-Preis für den Schutz der Umwelt am 17. November 2010 im Rahmen eines großen Festakts im Rathaus.

"Friends of the Earth Middle East" (FoEME) ist eine Umweltorganisation im Nahen Osten, in der Israelis, Jordanier und Palästinenser erfolgreich zusammenarbeiten. Sie engagiert sich seit langem für die Rettung des Jordans und setzt sich dafür ein, den Fluss für eine nachhaltige und umweltgerechte Wasserversorgung der Menschen in der Grenzregion zwischen Israel, Palästina und Jordanien zu erhalten.

Ausgangspunkt für FoEME ist, Wasser als den entscheidenden Rohstoff für die Entwicklung der gesamten Region zu begreifen. FoEME kann auf herausragende Ergebnisse für den Schutz des Wasserkreislaufs bei zunehmender Wasserknappheit verweisen. Die Arbeit von FoEME bezieht die Einwohner und die lokalen Gemeinschaften ein und leistet damit einen Beitrag für die Völkerverständigung zwischen den verschiedenen Bevölkerungsgruppen in einer sensiblen Region. Anja Hajduk, Senatorin für Stadtentwicklung und Umwelt und gleichzeitig Vorsitzende des international besetzten Preiskomitees, sagte:

"Mit großem Respekt vor den Leistungen der Umweltorganisation 'Friends of the Earth Middle East' hat sich die Jury einstimmig für diese wichtige und wegweisende Umweltorganisation entschieden. Die Organisation verbindet in herausragender Weise Umweltschutz mit dem Engagement für ein friedliches Miteinander in der Region." In Bezug auf die einstimmige Entscheidung der Jury zu Gunsten der Umweltorganisation FoEME betonte der Präsident der Onassis Stiftung, Anthony S. Papadimitriou: "Die Entscheidung der Jury für das Jahr 2010 hat eine doppelte Bedeutung. Es freut uns besonders, dass diese bestimmte Umweltorganisation gewählt wurde, da sie, zusätzlich zu den hervorragenden Leistungen im Gebiet des Umweltschutzes, Menschen von verschiedenen Nationalitäten mit einbezieht, und damit das friedliche Zusammenleben und die harmonische Zusammenarbeit für einen gemeinen Zweck fördert".

Der Onassis-Umweltpreis wird künftig alle zwei Jahre in Hamburg für herausragende Beiträge für den Schutz und die Verbesserung der Umwelt, einschließlich der nachhaltig sparsamen Nutzung von Energie, verliehen. Mit dem Preis können Einzelpersonen oder Einrichtungen jeder Art, ausgenommen Politiker oder politische Parteien, ausgezeichnet werden. Mit einem Preisgeld von 250.000 Euro zählt der Onassis-Preis zu den bestdotierten Awards, die im Rahmen des Umweltschutzes verliehen werden.

Die Alexander S. Onassis Stiftung, die an den verstorbenen Sohn des Reeders Aristotle Onassis erinnert, initiierte zusammen mit der Stadt Hamburg den Onassis Umwelt-Preis.

Anthony S. Papadimitriou, Präsident der Alexander S. Onassis Stiftung, hob bei der Vorstellung des Preises hervor: "Die Reederei Onassis fühlt sich Hamburg seit ihren großen Schiffsbauaufträgen in den 50er Jahren verbunden. Schon deshalb hatten wir bei der Suche nach einem passenden Ort für die Vergabe des Onassis-Preises Hamburg gleich im Blickfeld. Überzeugt haben uns dann sehr schnell Hamburgs große Bemühungen, Stadtentwicklung, Klima- und Umweltschutz miteinander zu verbinden. Hier ist unser Preis bestens aufgehoben."

Hintergrund:

Das Preiskomitee besteht aus insgesamt neun Personen, den Vorsitz hat Senatorin Anja Hajduk. Die Mitglieder sind: Anthony S. Papadimitriou, Präsident der Alexander S. Onassis Stiftung, Christiane Grefe, Journalistin (DIE ZEIT) und Buchautorin von "Der Globale Countdown, Gerechtigkeit oder Selbstzerstörung - die Zukunft der Globalisierung", Prof. Petros Koutrakis, Professor für Umweltwissenschaften an der Harvard Universität (USA), Prof. Dr. Mojib Latif, Klimaforscher und Professor am Leibniz-Institut für Meereswissenschaften der Universität Kiel, Prof. Dr. Jacqueline McGlade, Geschäftsführende Direktorin der Europäischen Umweltagentur in Kopenhagen, Dr. Michael Otto, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Hamburger Handels- und Dienstleistungsgruppe Otto; Vorsitzender des Stiftungsrates der Umweltstiftung WWF Deutschland; Vorsitzender des Kuratoriums der Michael Otto Stiftung für Umweltschutz; Vorsitzender des Kuratoriums der Gesellschaft für Politik und Wirtschaft e.V., Prof. Dr. Michael J. Scoullos, Professor für Umwelt-Chemie an der Universität von Athen, Chemiker und Ozeanograph, Christine von Weizsäcker, Biologin; erhielt 2006 den Kant-Weltbürger-Preis; Engagement für Nahrungsmittelsicherheit und biologische Vielfalt zur Verabschiedung des Cartagena-Protokolls der UNO, das den Einsatz der Gentechnologie in der Landwirtschaft reguliert.

Weitere Details zur Alexander S. Onassis Public Benefit Foundation im Internet unter www.onassis.gr

Johanna Tigges | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.onassis.gr

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Schönheit der organischen Form in 3D
12.07.2018 | Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm

nachricht Infektionen und Krebs: Welche Rolle spielen spezielle weiße Blutkörperchen?
06.07.2018 | Medizinische Hochschule Hannover

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Future electronic components to be printed like newspapers

A new manufacturing technique uses a process similar to newspaper printing to form smoother and more flexible metals for making ultrafast electronic devices.

The low-cost process, developed by Purdue University researchers, combines tools already used in industry for manufacturing metals on a large scale, but uses...

Im Focus: Rostocker Forscher entwickeln autonom fahrende Kräne

Industriepartner kommen aus sechs Ländern

Autonom fahrende, intelligente Kräne und Hebezeuge – dieser Ingenieurs-Traum könnte in den nächsten drei Jahren zur Wirklichkeit werden. Forscher aus dem...

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neue Anwendungen für Mikrolaser in der Quanten-Nanophotonik

20.07.2018 | Physik Astronomie

Need for speed: Warum Malaria-Parasiten schneller sind als die menschlichen Abwehrzellen

20.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Die Gene sind nicht schuld

20.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics