Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Ein interdisziplinäres Team von Spitzenforschern

22.02.2010
Die Hector Stiftung II hat zum zweiten Mal herausragende Wissenschaftler zu Hector Fellows ernannt und mit Förderpreisen von insgesamt 450 000 Euro bedacht. Unter den drei Ausgezeichneten sind zwei Wissenschaftler des KIT: Professor Man-fred Kappes, Leiter des Instituts für Physikalische Chemie, und Professor Franz Nestmann, Geschäftsführender Direktor des Instituts für Wasser und Gewässerentwicklung.

Mit der Auszeichnung würdigt die von Hans-Werner Hector und Josephine Hector gegründete Stiftung den Einsatz und die Leistungen der Professoren in Wissenschaft, Forschung und Lehre. Wesentliche Kriterien für die Auswahl sind das Engagement bei der Förderung von Nachwuchswissenschaftlern sowie der Beitrag zum Austausch zwischen Disziplinen und Institutionen. Der dritte neu ernannte Fellow ist Thomas Elbert, Professor für Klinische Psychologie und Neuropsychologie an der Universität Konstanz.

Bei einer Feier in der Villa Hammerschmiede in Pfinztal-Söllingen nahmen die drei Forscher ihre Auszeichnung von Josephine und Hans-Werner Hector entgegen. Jede Hector Fellowship ist verbunden mit einem Förderpreis von 150 000 Euro.

Bereits im vergangenen Jahr hatte das Kuratorium der Hector Stiftung II drei Professoren des KIT als Hector Fellows ausgewählt. Durch die Vernetzung der Fellows entsteht ein Team von Spitzenwissenschaftlern, die sich in ihrer Forschungsarbeit gegenseitig unterstützen und untereinander austauschen. "Einrichtungen wie die Hector Fellows entsprechen einer dringenden Forderung der Wissenschaft und nützen somit dem Wissenschaftsstandort Deutschland", erklärte Stifter Hans-Werner Hector bei der Ernennung der neuen Fellows.

Die neuen Hector Fellows vom KIT:

Manfred Kappes ist Leiter des Instituts für Physikalische Chemie, Inhaber des Lehrstuhls für Physikalische Chemie mikroskopischer Systeme, Direktor im Institut für Nanotechnologie sowie stellvertretender Sprecher des KIT-Zentrums NanoMikro. Ein Schwerpunkt seiner Forschung liegt auf Metallclustern. Er vergleicht verschieden große Cluster von Metallatomen in Bezug auf Struktur und Verhalten. Außerdem befasst er sich intensiv mit sphärischen Molekülen aus Kohlenstoffatomen, so genannten Fullerenen, und Kohlenstoff-Nanoröhrchen. "Die Ernennung zu einem Hector Fellow ist eine große Ehre", sagt Professor Kappes. "Ich sehe den Preis als Ansporn für meine zukünftige Arbeit."

Franz Nestmann ist Geschäftsführender Direktor des Instituts für Wasser und Gewässerentwicklung und leitet den Bereich Wasserwirtschaft und Kulturtechnik. Er hat zahlreiche Verbundprojekte zu Wasserwirtschaft und Hochwasserschutz in verschiedenen Flussgebieten initiiert. Ein weiterer Schwerpunkt seiner Arbeit lag auf dem Bau einer unterirdischen Wasserförderanlage in den Karsthöhlen der indonesischen Insel Java, deren Pumpen mit der vorhandenen Wasserkraft betrieben werden. Die Pilotanlage dient als Vorbild für weitere Projekte unter ähnlichen Bedingungen auf der ganzen Welt. "Die Auszeichnung freut mich außerordentlich, es ist nicht nur eine persönliche Ehre für mich", erklärt Professor Nestmann. "Diese Auszeichnung ehrt auch all meine Kollegen, die an den Projekten mitgearbeitet haben."

Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts und staatliche Einrichtung des Landes Baden-Württemberg. Es nimmt sowohl die Mission einer Universität als auch die Mission eines nationalen Forschungszentrums in der Helmholtz-Gemeinschaft wahr. Das KIT verfolgt seine Aufgaben im Wissensdreieck Forschung - Lehre - Innovation.

Weiterer Kontakt:

Monika Landgraf
Pressestelle
Tel.: +49 721 608-8126
Fax: +49 721 608-3658
E-Mail: monika.landgraf@kit.edu

Dr. Elisabeth Zuber-Knost | idw
Weitere Informationen:
http://www.kit.edu

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Millionenförderung für Elementarteilchenforschung am KIT
17.12.2018 | Karlsruher Institut für Technologie

nachricht GFOS-Innovationsaward 2019: Anmeldung ab sofort möglich
13.12.2018 | GFOS mbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wie Bakterien ein Antibiotikum ausschalten

Forscher des HZI und HIPS haben entdeckt, dass resistente Bakterien den Wirkstoff Albicidin mithilfe eines massenhaft gebildeten Proteins einfangen und inaktivieren

Gegen die immer häufiger auftauchenden multiresistenten Keime verlieren gängige Antibiotika zunehmend ihre Wirkung. Viele Bakterien haben natürlicherweise...

Im Focus: How bacteria turn off an antibiotic

Researchers from the HZI and the HIPS discovered that resistant bacteria scavenge and inactivate the agent albicidin using a protein, which they produce in large amounts

Many common antibiotics are increasingly losing their effectiveness against multi-resistant pathogens, which are becoming ever more prevalent. Bacteria use...

Im Focus: Wenn sich Atome zu nahe kommen

„Dass ich erkenne, was die Welt im Innersten zusammenhält“ - dieses Faust’sche Streben ist durch die Rasterkraftmikroskopie möglich geworden. Bei dieser Mikroskopiemethode wird eine Oberfläche durch mechanisches Abtasten abgebildet. Der Abtastsensor besteht aus einem Federbalken mit einer atomar scharfen Spitze. Der Federbalken wird in eine Schwingung mit konstanter Amplitude versetzt und Frequenzänderungen der Schwingung erlauben es, kleinste Kräfte im Piko-Newtonbereich zu messen. Ein Newton beträgt zum Beispiel die Gewichtskraft einer Tafel Schokolade, und ein Piko-Newton ist ein Millionstel eines Millionstels eines Newtons.

Da die Kräfte nicht direkt gemessen werden können, sondern durch die sogenannte Kraftspektroskopie über den Umweg einer Frequenzverschiebung bestimmt werden,...

Im Focus: Datenspeicherung mit einzelnen Molekülen

Forschende der Universität Basel berichten von einer neuen Methode, bei der sich der Aggregatzustand weniger Atome oder Moleküle innerhalb eines Netzwerks gezielt steuern lässt. Sie basiert auf der spontanen Selbstorganisation von Molekülen zu ausgedehnten Netzwerken mit Poren von etwa einem Nanometer Grösse. Im Wissenschaftsmagazin «small» berichten die Physikerinnen und Physiker von den Untersuchungen, die für die Entwicklung neuer Speichermedien von besonderer Bedeutung sein können.

Weltweit laufen Bestrebungen, Datenspeicher immer weiter zu verkleinern, um so auf kleinstem Raum eine möglichst hohe Speicherkapazität zu erreichen. Bei fast...

Im Focus: Data storage using individual molecules

Researchers from the University of Basel have reported a new method that allows the physical state of just a few atoms or molecules within a network to be controlled. It is based on the spontaneous self-organization of molecules into extensive networks with pores about one nanometer in size. In the journal ‘small’, the physicists reported on their investigations, which could be of particular importance for the development of new storage devices.

Around the world, researchers are attempting to shrink data storage devices to achieve as large a storage capacity in as small a space as possible. In almost...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Tagung 2019 in Essen: LED Produktentwicklung – Leuchten mit aktuellem Wissen

14.12.2018 | Veranstaltungen

Pro und Contra in der urologischen Onkologie

14.12.2018 | Veranstaltungen

Konferenz zu Usability und künstlicher Intelligenz an der Universität Mannheim

13.12.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Ulmer Forscher beobachten Genomaktivierung "live" im Fischembryo

18.12.2018 | Biowissenschaften Chemie

Notsignal im Zellkern – neuartiger Mechanismus der Zellzykluskontrolle

18.12.2018 | Biowissenschaften Chemie

Neue Methode für sichere Brücken

18.12.2018 | Architektur Bauwesen

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics