Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Insgesamt 5,6 Millionen Euro für Vorhersagesystem zu Fischpopulationen

29.02.2016

Wissenschaftler der Universität Hamburg koordiniert Forschungsprojekt mit 26 europäischen Partnern

Um europäische Gewässer und Fischarten vor Überfischung zu schützen, legt die Europäische Union (EU) jährlich Fangquoten fest. Trotzdem sind zum Beispiel im Mittelmeer und im Schwarzen Meer die Bestände laut EU-Kommission stark gefährdet.

In einem europäischen Forschungsprojekt unter Leitung von Prof. Dr. Myron Peck (Institut für Hydrobiologie und Fischereiwissenschaft und Centrum für Erdsystemforschung und Nachhaltigkeit) soll jetzt ein Vorhersagesystem für die Veränderungen der wichtigsten Fischpopulationen geschaffen werden, etwa für Dorsch, Hering und Sprotte in Nord- und Ostsee oder Anchovis, Sardinen und Thunfisch in Mittelmeer und Atlantik.

Auch die Zukunft der Aquakultur wird eine große Rolle spielen und somit wird ein Fokus der Forschung auch auf Miesmuscheln, Austern, Lachs, Dorade und anderen kommerziell genutzten Arten liegen.

Prof. Peck hat dafür bei der EU im Rahmen von Horizon 2020 ein neues Forschungsprojekt eingeworben: CERES – „Climate change and European aquatic RESources“, das im März 2016 startet und mit rund 5,6 Millionen Euro gefördert wird.

Insgesamt werden 26 europäische Institutionen aus Forschung und Industrie zusammenarbeiten, allesamt aus dem sogenannten „Blue Growth“ Sektor (ein Ansatz der EU für zukünftiges wirtschaftliches Wachstum in Europa durch innovative Nutzung von Aquakultur und Fischerei). Die Partner kommen unter anderem aus Deutschland (Thünen Institut für Seefischerei), Großbritannien (Centre for Environment, Fisheries and Aquaculture Science, University of Hull) Spanien (Spanish National Research Council), den Niederlanden (Agricultural Research Service), Rumänien (National Institute for Research and Development) und der Türkei (Mersin University).

Die Forscherinnen und Forscher von CERES wollen in den kommenden vier Jahren Warnsysteme für kurz-, mittel- und langfristige Veränderungen innerhalb der gefährdeten Fischpopulationen entwickeln, deren Daten ein effizientes und wissenschaftsbasiertes Risikomanagement ermöglichen. „Von diesen detaillierten Informationen und Prognosen profitieren nicht nur Fischfang- und Zuchtbetriebe, sondern auch Politikverantwortliche, die die Fangquoten oder andere Maßnahmen für die Fischereiwirtschaft festlegen“, erklärt Prof. Peck.

Universitätspräsident Prof. Dr. Dieter Lenzen: „Ich gratuliere Prof. Peck zu diesem Erfolg. Hier wird einmal mehr deutlich, dass die Universität Hamburg im Bereich der marinen Wissenschaften ausgezeichnet aufgestellt ist und mit ihrer Forschung wichtige Beiträge zur nachhaltigen Entwicklung unseres Planeten leisten kann.“

Für Rückfragen:

Prof. Dr. Myron Peck
Universität Hamburg
Institut für Hydrobiologie und Fischereiwissenschaft
Centrum für Erdsystemforschung und Nachhaltigkeit (CEN)
Tel.: +49 40 42838-6642
E-Mail: myron.peck@uni-hamburg.de

www.uni-hamburg.de

Birgit Kruse | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Schönheit der organischen Form in 3D
12.07.2018 | Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm

nachricht Infektionen und Krebs: Welche Rolle spielen spezielle weiße Blutkörperchen?
06.07.2018 | Medizinische Hochschule Hannover

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Future electronic components to be printed like newspapers

A new manufacturing technique uses a process similar to newspaper printing to form smoother and more flexible metals for making ultrafast electronic devices.

The low-cost process, developed by Purdue University researchers, combines tools already used in industry for manufacturing metals on a large scale, but uses...

Im Focus: Rostocker Forscher entwickeln autonom fahrende Kräne

Industriepartner kommen aus sechs Ländern

Autonom fahrende, intelligente Kräne und Hebezeuge – dieser Ingenieurs-Traum könnte in den nächsten drei Jahren zur Wirklichkeit werden. Forscher aus dem...

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neue Anwendungen für Mikrolaser in der Quanten-Nanophotonik

20.07.2018 | Physik Astronomie

Need for speed: Warum Malaria-Parasiten schneller sind als die menschlichen Abwehrzellen

20.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Die Gene sind nicht schuld

20.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics