Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Entwickler der elektrischen Biochiptechnologie für Deutschen Zukunftspreis nominiert

15.09.2004


Siemens will ein ganzes "Labor auf dem Chip“ in einer den konventionellen Scheckkarten ähnlichen Chipkarte implementieren. Die Chipkarte wird dabei in eine notebookgroße Station geschoben, die den Analyseprozess vollautomatisch steuert und ausliest.


"Wir freuen uns über die Nominierung zum Deutschen Zukunftspreis und sind stolz und dankbar, dass unsere Entwicklungsarbeiten zur elektrischen Biochiptechnologie eine solche Anerkennung erfahren", sagte Dr. Rainer Hintsche vom Fraunhofer-Institut für Siliziumtechnologie und Sprecher des Projektes "Labor auf dem Chip - elektrische Biochiptechnologie", das heute für den Deutschen Zukunftspreis - Preis des Bundespräsidenten für Technik und Innovation - nominiert wurde. Die Nominierung ist für Dr. Hintsche und seine Partner Dr. Roland Thewes von Infineon und Dr. Walter Gumbrecht von Siemens eine große Auszeichnung, jedoch kein Grund, von nun an die Hände in den Schoß zu legen. Im Gegenteil: Die drei Partner aus Forschung und Großindustrie wollen ihre erfolgreiche Zusammenarbeit in der elektronischen Biochiptechnologie fortsetzen. Nach der gemeinsamen Entwicklung des ersten vollelektronischen DNA-Biochips der Welt, mit dem beispielsweise verschiedene krebserzeugende Viren nachgewiesen werden können, planen die drei Partner, ihren wissenschaftlichen Austausch in gemeinsamen Projekten fortzusetzen. Die erfolgreiche, langjährige Zusammenarbeit wurde durch das vom BMBF geförderte Projekt "SIBANAT" initiiert.


Die gemeinsam entwickelte Basistechnologie der elektronischen Biochips, einschließlich der zugehörigen mikrofluidischen Komponenten auf dem Chip, eröffnet vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Durch sie können alle drei Partner jeweils eigene und auf die Firmenstrategien ausgelegte Anwendungen realisieren. Die weitere geplante Zusammenarbeit hat das Ziel, die Basistechnologie hinsichtlich der verschiedenen Einsatzgebiete zu verbreitern.

So will Siemens ein ganzes "Labor auf dem Chip" in einer den konventionellen Scheckkarten ähnlichen Chipkarte implementieren. Das so genannte "quicklabR -System" soll als universelles Analyse-Massenprodukt auf der Grundlage schon existierender Herstellungstechnologien für Scheckkarten kostengünstig gefertigt werden. Beim Arzt, am Point-of-Care und in klinischen Labors soll die Entwicklung zum Einsatz kommen. Die Chipkarte wird dabei in eine notebookgroße Station geschoben, die den Analyseprozess vollautomatisch steuert und ausliest.


Infineon arbeitet daran, für den Diagnostikbereich die elektronischen DNA-Biochips in sehr leistungsfähigen Tischgeräten einzusetzen. Aufwändige DNA-Analysen lassen sich dann in Arztpraxen, Krankenhäusern und anderen medizinischen Einrichtungen schneller und kostengünstiger als bisher durchführen.

Das Fraunhofer ISIT erweitert diese Plattform für biochemische Messtechnik zusammen mit der zu diesem Zweck aus dem Institut ausgegründeten Firma eBiochip Systems GmbH um niedrig-dichte und kostengünstige Analyseausstattungen für Spezialmessungen. Anwendungen dieser Geräte sind zum Beispiel die Kontrolle von Lebensmitteln auf Schadstoffe oder die Identifizierung von Krankheitserregern im menschlichen Umfeld.

Guido Weber | Siemens AG
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com

Weitere Berichte zu: Basistechnologie Biochiptechnologie Zukunftspreis

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Künstliche Intelligenz erobert die Fahrzeugentwicklung
21.09.2018 | Technische Universität Berlin

nachricht Preis für Arbeit über autonomes Fahren
11.09.2018 | Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wie Magnetismus entsteht: Elektronen stärker verbunden als gedacht

Wieso sind manche Metalle magnetisch? Diese einfache Frage ist wissenschaftlich gar nicht so leicht fundiert zu beantworten. Das zeigt eine aktuelle Arbeit von Wissenschaftlern des Forschungszentrums Jülich und der Universität Halle. Den Forschern ist es zum ersten Mal gelungen, in einem magnetischen Material, in diesem Fall Kobalt, die Wechselwirkung zwischen einzelnen Elektronen sichtbar zu machen, die letztlich zur Ausbildung der magnetischen Eigenschaften führt. Damit sind erstmals genaue Einblicke in den elektronischen Ursprung des Magnetismus möglich, die vorher nur auf theoretischem Weg zugänglich waren.

Für ihre Untersuchung nutzten die Forscher ein spezielles Elektronenmikroskop, das das Forschungszentrum Jülich am Elettra-Speicherring im italienischen Triest...

Im Focus: Erstmals gemessen: Wie lange dauert ein Quantensprung?

Mit Hilfe ausgeklügelter Experimente und Berechnungen der TU Wien ist es erstmals gelungen, die Dauer des berühmten photoelektrischen Effekts zu messen.

Es war eines der entscheidenden Experimente für die Quantenphysik: Wenn Licht auf bestimmte Materialien fällt, werden Elektronen aus der Oberfläche...

Im Focus: Scientists present new observations to understand the phase transition in quantum chromodynamics

The building blocks of matter in our universe were formed in the first 10 microseconds of its existence, according to the currently accepted scientific picture. After the Big Bang about 13.7 billion years ago, matter consisted mainly of quarks and gluons, two types of elementary particles whose interactions are governed by quantum chromodynamics (QCD), the theory of strong interaction. In the early universe, these particles moved (nearly) freely in a quark-gluon plasma.

This is a joint press release of University Muenster and Heidelberg as well as the GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt.

Then, in a phase transition, they combined and formed hadrons, among them the building blocks of atomic nuclei, protons and neutrons. In the current issue of...

Im Focus: Der Truck der Zukunft

Lastkraftwagen (Lkw) sind für den Gütertransport auch in den kommenden Jahrzehnten unverzichtbar. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Technischen Universität München (TUM) und ihre Partner haben ein Konzept für den Truck der Zukunft erarbeitet. Dazu zählen die europaweite Zulassung für Lang-Lkw, der Diesel-Hybrid-Antrieb und eine multifunktionale Fahrerkabine.

Laut der Prognose des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur wird der Lkw-Güterverkehr bis 2030 im Vergleich zu 2010 um 39 Prozent steigen....

Im Focus: Extrem klein und schnell: Laser zündet heißes Plasma

Feuert man Lichtpulse aus einer extrem starken Laseranlage auf Materialproben, reißt das elektrische Feld des Lichts die Elektronen von den Atomkernen ab. Für Sekundenbruchteile entsteht ein Plasma. Dabei koppeln die Elektronen mit dem Laserlicht und erreichen beinahe Lichtgeschwindigkeit. Beim Herausfliegen aus der Materialprobe ziehen sie die Atomrümpfe (Ionen) hinter sich her. Um diesen komplexen Beschleunigungsprozess experimentell untersuchen zu können, haben Forscher aus dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) eine neuartige Diagnostik für innovative laserbasierte Teilchenbeschleuniger entwickelt. Ihre Ergebnisse erscheinen jetzt in der Fachzeitschrift „Physical Review X“.

„Unser Ziel ist ein ultrakompakter Beschleuniger für die Ionentherapie, also die Krebsbestrahlung mit geladenen Teilchen“, so der Physiker Dr. Thomas Kluge vom...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

4. BF21-Jahrestagung „Car Data – Telematik – Mobilität – Fahrerassistenzsysteme – Autonomes Fahren – eCall – Connected Car“

21.09.2018 | Veranstaltungen

Forum Additive Fertigung: So gelingt der Einstieg in den 3D-Druck

21.09.2018 | Veranstaltungen

12. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

20.09.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neue CBMC-Geräteschutzschaltervarianten

22.09.2018 | Energie und Elektrotechnik

ISO-27001-Zertifikat für die GFOS mbH und die GFOS Technologieberatung GmbH

21.09.2018 | Unternehmensmeldung

Kundenindividuelle Steckverbinder online konfigurieren und bestellen

21.09.2018 | Energie und Elektrotechnik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics