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Verleihung des Robert-Koch-Preises und der Robert-Koch-Medaille in Gold

28.10.2003


„Der Robert-Koch-Preis sowie die Robert-Koch-Medaille in Gold sind - national wie auch international - bedeutende Auszeichnungen“, so der Staatssekretär im Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung, Dr. Klaus Theo Schröder, anlässlich der Preisverleihung im Berliner Reichstag.



„Mit den beiden Ehrungen werden zwei herausragende Forscher gewürdigt, die sich ganz im Sinne Robert Kochs dem medizinischen Fortschritt und der innovativen Wissenschaft gleichermaßen verpflichtet haben. Die Medizin steht immer wieder vor neuen, plötzlich auftretenden Herausforderungen. Ihnen schnell, gezielt und erfolgreich zu begegnen, muss im gemeinsamen Interesse von Wissenschaft, medizinischer Praxis aber auch der Politik liegen.

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Ich freue mich, dass mit Professor Dr. Adriano Aguzzi und Professor Dr. Tadamitsu Kishimoto zwei Wissenschaftler für ihre Forschungsarbeiten beziehungsweise für ihr Lebenswerk ausgezeichnet werden, die genau diesem Anspruch folgen: Die Lebensbedingungen und die Heilungschancen der Menschen zu verbessern.

In diesem Jahr erhält Professor Dr. Adriano Aguzzi in Anerkennung seiner bahnbrechenden Entdeckungen auf dem Gebiet der übertragbaren spongioformen Enzephalopathien (Prionenkrankheit) den mit 65.000 Euro dotierten Robert-Koch-Preis 2003. Die Verbesserung der Diagnostik und des Schutzes vor übertragbaren Krankheiten sind für die öffentliche Gesundheit von entscheidender Bedeutung.

Ich freue mich auch darüber, dass in diesem Jahr Professor Dr. Tadamitsu Kishimoto die Robert-Koch-Medaille in Gold erhält: Sie ist Zeichen der Anerkennung seines herausragenden wissenschaftlichen Lebenswerks. Die Erforschung des Botenstoffes Interleukin 6 durch Professor Dr. Kishimoto ist eine wichtige Grundlage zum Verständnis der Entwicklung von Immunzellen. Denn Interleukin 6 spielt eine wichtige Rolle bei der Reifung von Immunzellen, der Blutbildung, der Produktion von Entzündungsproteinen und bei der Entstehung von Krebs. Professor Kishimoto ist ein Wegbereiter der Immuntherapie, die ein großes Potenzial für die Zukunft hat.

Der Bedarf nach einer engagierten Forschung wird auch in der Zukunft nicht nachlassen, und es ist wichtig, dass wegweisende Forschungsergebnisse durch solche Ehrungen entsprechend gewürdigt werden“, so Schröder.

| BMGS
Weitere Informationen:
http://www.bmgs.bund.de

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