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Erlanger Wissenschaftlerin wurde mit 400.000 Euro gefördert

03.07.2008
Dr. Annette Gilbert, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Vergleichende Literaturwissenschaft in Verbindung mit Neuerer Deutscher Literaturgeschichte, ist eine der zehn Stipendiatinnen und Stipendiaten des Dilthey-Fellowships aus der Initiative "Pro Geisteswissenschaften" der Thyssen-Stiftung und Volkswagen-Stiftung.

Die Erlanger Literaturwissenschaftlerin wird für die nächsten fünf Jahre mit etwa 400.000 Euro bei ihrem Habilita-­tionsprojekt "Wenn der Rahmen zum Thema wird. Das Spiel mit den Grenzen ästhetischer Wahrnehmung in den Künsten des 20. Jahrhunderts" gefördert.

Die Dilthey-Fellowships sollen es exzellenten jungen Forscherinnen und Forschern ermöglichen, nach ihrer Promotion Themen zu bearbeiten, die den Geisteswissenschaften neue Gebiete erschließen. Junge, über herkömmliche Grenzen hinaus denkende Wissenschaftler erhalten damit die Chance, sich zu führenden Vertretern ihres Wissenschaftsgebiets zu entwickeln.

Das Forschungsprojekt
Was wäre ein Kunstwerk ohne seinen Rahmen? Wie beeinflussen die Rahmenbedingungen die Wahrnehmung des Gerahmten? Inwieweit ist die Einrahmung "bloßes" Beiwerk oder im Gegenteil sogar Voraussetzung für das Erkennen des "Eigentlichen"? Dass Rahmungen häufig unterschätzte, dabei aber höchst wirkmächtige Größen sind - von dieser Hypothese geht Dr. Annette Gilbert bei ihrem Dilthey-Projekt aus.
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»Wahrnehmung

Anhand von Beispielen aus Literatur und bildender Kunst möchte sie eine Analyse der Rahmung vornehmen, und zwar sowohl konkret für das einzelne Kunstwerk als auch allgemein als wichtige Kategorie der ästhetischen Kommunikation. Welche ästhetische Kraft und Potenz haben verschiedene Strategien der Rahmung? Und wie haben sie sich in der Kunst und Literatur des 20.Jahrhunderts seit der Avantgarde entwickelt? Aufgehen sollen die Ergebnisse in einer Publikation und einer Ausstellung mit Begleitkatalog.

Ute Missel | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-erlangen.de/

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