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Leuchtturmprojekt Demenz – Projekte ausgewählt

28.03.2008
Ziel des „Leuchtturmprojektes Demenz“ ist die Verbesserung der Versorgung demenziell erkrankter Menschen. Das Bundesministerium für Gesundheit plant 2008 und 2009 insgesamt 13 Mio. Euro für das Projekt zur Verfügung zu stellen.

Nachdem 106 Förderanträge fristgerecht eingegangen sind, wurden jetzt 29 vielversprechende Vorhaben ausgewählt. Es handelt sich um Projekte, die durch ihre Vorbildfunktion dazu beitragen werden, die medizinische und pflegerische Versorgung von Menschen mit Demenzerkrankungen weiter zu entwickeln.

Bundesgesundheitsministerin Schmidt: „Menschen mit Demenzerkrankungen sollen ein würdevolles Leben führen können. Sie sollen die bestmögliche medizinische Versorgung und Pflege erhalten. Diesem Ziel ist das Leuchtturmprojekt verpflichtet. Die ausgewählten Projekte zeichnen sich durch überzeugende Ansätze aus, die Versorgung demenziell erkrankter Menschen konkret zu verbessern. Sie werden einen wichtigen Beitrag dazu leisten, das Thema Demenz in die Mitte der Gesellschaft zu rücken und die Betroffenen und ihre Familien in ihrem schweren Schicksal zu unterstützen.“

Über eine Million Menschen in Deutschland sind an Demenz erkrankt, bis zum Jahr 2030 wird ihre Anzahl vermutlich um die Hälfte gestiegen sein. Die Herausforderung für Politik und Gesellschaft ist groß. Die Bundesregierung unternimmt daher vielfältige Anstrengungen um das Wissen und die Forschung über Demenzerkrankungen voranzubringen, wie beispielsweise die Bildung des „Helmholtz-Zentrums Bonn-Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen“, das mit seinen Partnern vom Bundesministerium für Bildung und Forschung jährlich mit insgesamt 60 Millionen Euro gefördert wird. In diese Aktivitäten der Bundesregierung reiht sich das Leuchtturmprojekt Demenz mit seinen Zielsetzungen im Bereich der Versorgungsforschung ein.

Gegenstand der Förderung sind vorrangig Projekte in den Themen und Arbeitsfeldern:

- Therapie- u. Pflegemaßnahmen: Wirksamkeit unter Alltagsbedingungen
- Evaluation von Versorgungsstrukturen
- Sicherung einer evidenzbasierten Versorgung
- Evaluation und Ausbau zielgruppenspezifischer Qualifizierung.
Die Bewertung der Anträge erfolgte unter Hinzuziehung unabhängiger und neutraler Sachverständiger.

| BMG
Weitere Informationen:
http://www.bmg.bund.de

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