Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Elektromobilität trifft Logistik

10.03.2016

Universität Jena stellt Informatik für die Anwendung auf der CeBIT in Hannover vor

Ein Szenario, wie es in jeder großen Stadt passieren kann: Der Pizzabote steht mit seinem Elektromobil im Stau – Nicht nur die Pizza wird kalt, auch das Elektroauto macht schlapp, denn das viele Anfahren und Bremsen war nicht geplant und verbraucht zu viel Energie.


Diese umgebaute und mit moderner Simulationstechnik ausgestattete Multicar-Fahrerkabine präsentieren Informatiker der Universität Jena auf der CeBIT.

Jan-Peter Kasper/FSU

Begrenzte Reichweiten und mangelnde Erfahrung sorgen noch immer für Unsicherheit beim Einsatz von Elektrofahrzeugen in der Logistik. Die Forscher der Universität Jena haben aus diesem Grund im Rahmen des Projektes „SMART CITY LOGISTIK Erfurt“ Fahrsimulatoren entwickelt, welche Interessierten die Besonderheiten von Elektrofahrzeugen anhand logistischer Szenarien spielerisch nahebringen.

Diese umgebauten und mit moderner Simulationstechnik ausgestatteten Multicar-Fahrerkabinen stellen die Wissenschaftler um Dr. Volkmar Schau vom Institut für Informatik auf der CeBIT in Hannover vor. Die weltweit größte Messe für Informationstechnik findet vom 14. bis 18. März statt. Die Universität stellt ihre Projekte am Stand „Forschung für die Zukunft“ der Bundesländer Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen in Halle 6, Stand A17 und B24 vor.

Dort haben interessierte Besucher auch die Möglichkeit, die Fahrerkabinen, die den realistischen Schauplatz in der virtuellen Realität bieten, zu testen. Für die Simulation haben die Spieler genau vier Minuten Zeit, das Transportgut durch die Stadt zu fahren und rechtzeitig beim Empfänger abzugeben. Gleichzeitig muss die Balance zwischen Geschwindigkeit und Fahrweise, dem ständig in Bezug auf Heizung und Klimaanlage unzufriedenen virtuellen Beifahrer sowie dem Energieverbrauch des Fahrzeuges gehalten werden.

SMART CITY LOGISTIK Erfurt ist mit einem Volumen von etwa sieben Millionen Euro eines der größten Thüringer Forschungsprojekte im Bereich Elektromobilität und wird im Projektrahmen IKT für Elektromobilität II vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert.

Seit Juli 2013 erforschen die Friedrich-Schiller-Universität Jena, die Fachhochschule Erfurt sowie sechs Unternehmen aus der Region den Einsatz von Elektrofahrzeugen in der Logistik. Ziel ist es, Fahrer, Disponenten und auch Kunden durch computergestützte Systeme Hilfestellungen zu bieten, um den Einsatz dieser Fahrzeuge wirtschaftlich zu gestalten und Unsicherheiten abzubauen.

Außerdem ist die Universität Jena mit dem interdisziplinären Projekt „OpenRMSS“ vertreten. Hierbei wird der Einsatz von IT-Unterstützung zur Verbesserung der Kommunikation und der Datenerfassung/-austausch innerhalb und zwischen verschiedenen an einem Rettungseinsatz beteiligten Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) untersucht.

Auf einen Blick:
Die Friedrich-Schiller-Universität stellt ihre Projekte auf der CeBIT 2016 vom 14. bis 18. März am Stand „Forschung für die Zukunft“ der Bundesländer Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen in Halle 6, Stand A17 und B24 vor.

Kontakt:
Dr. Volkmar Schau
Institut für Informatik der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Ernst-Abbe-Platz 2, 07743 Jena
Tel.: 03641 / 946351
E-Mail: volkmar.schau[at]uni-jena.de

Weitere Informationen:

http://www.uni-jena.de
http://www.smartcitylogistik.de

Bianca Wiedemann | Friedrich-Schiller-Universität Jena

Weitere Nachrichten aus der Kategorie CeBIT 2016:

nachricht Sicherheit für die vernetzte Industrie
15.03.2016 | Fraunhofer-Gesellschaft

nachricht Trügerische Sicherheit – Stellar Datenrettung auf der CeBIT im Business Security Forum
14.03.2016 | Stellar Datenrettung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: CeBIT 2016 >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Leichter abheben: Fraunhofer LBF entwickelt Flugzeugrad aus Faser-Kunststoff-Verbund

Noch mehr Reichweite oder noch mehr Nutzlast - das wünschen sich Fluggesellschaften für ihre Flugzeuge. Wegen ihrer hohen spezifischen Steifigkeiten und Festigkeiten kommen daher zunehmend leichte Faser-Kunststoff-Verbunde zum Einsatz. Bei Rümpfen oder Tragflächen sind permanent Innovationen in diese Richtung zu beobachten. Um dieses Innovationsfeld auch für Flugzeugräder zu erschließen, hat das Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF jetzt ein neues EU-Forschungsvorhaben gestartet. Ziel ist die Entwicklung eines ersten CFK-Bugrads für einen Airbus A320. Dabei wollen die Forscher ein Leichtbaupotential von bis zu 40 Prozent aufzeigen.

Faser-Kunststoff-Verbunde sind in der Luftfahrt bei zahlreichen Bauteilen bereits das Material der Wahl. So liegt beim Airbus A380 der Anteil an...

Im Focus: IT-Sicherheit beim autonomen Fahren

FH St. Pölten entwickelt neue Methode für sicheren Informationsaustausch zwischen Fahrzeugen mittels Funkdaten

Neue technische Errungenschaften wie das Internet der Dinge oder die direkte drahtlose Kommunikation zwischen Objekten erhöhen den Bedarf an effizienter...

Im Focus: Innovative Handprothesensteuerung besteht Alltagstest

Selbstlernende Steuerung für Handprothesen entwickelt. Neues Verfahren lässt Patienten natürlichere Bewegungen gleichzeitig in zwei Achsen durchführen. Forscher der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) veröffentlichen Studie im Wissenschaftsmagazin „Science Robotics“ vom 20. Juni 2018.

Motorisierte Handprothesen sind mittlerweile Stand der Technik bei der Versorgung von Amputationen an der oberen Extremität. Bislang erlauben sie allerdings...

Im Focus: Temperaturgesteuerte Faser-Lichtquelle mit flüssigem Kern

Die moderne medizinische Bildgebung und neue spektroskopische Verfahren benötigen faserbasierte Lichtquellen, die breitbandiges Laserlicht im nahen und mittleren Infrarotbereich erzeugen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien Jena (Leibniz-IPHT) zeigen in einer aktuellen Veröffentlichung im renommierten Fachblatt Optica, dass sie die optischen Eigenschaften flüssigkeitsgefüllter Fasern und damit die Bandbreite des Laserlichts gezielt über die Umgebungstemperatur steuern können.

Das Besondere an den untersuchten Fasern ist ihr Kern. Er ist mit Kohlenstoffdisulfid gefüllt - einer flüssigen chemischen Verbindung mit hoher optischer...

Im Focus: Temperature-controlled fiber-optic light source with liquid core

In a recent publication in the renowned journal Optica, scientists of Leibniz-Institute of Photonic Technology (Leibniz IPHT) in Jena showed that they can accurately control the optical properties of liquid-core fiber lasers and therefore their spectral band width by temperature and pressure tuning.

Already last year, the researchers provided experimental proof of a new dynamic of hybrid solitons– temporally and spectrally stationary light waves resulting...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Leben im Plastikzeitalter: Wie ist ein nachhaltiger Umgang mit Plastik möglich?

21.06.2018 | Veranstaltungen

Kongress BIO-raffiniert X – Neue Wege in der Nutzung biogener Rohstoffe?

21.06.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen im August 2018

20.06.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Leichter abheben: Fraunhofer LBF entwickelt Flugzeugrad aus Faser-Kunststoff-Verbund

22.06.2018 | Materialwissenschaften

Lernen und gleichzeitig Gutes tun? Baufritz macht‘s möglich!

22.06.2018 | Unternehmensmeldung

GFOS und skip Institut entwickeln gemeinsam Prototyp für Augmented Reality App für die Produktion

22.06.2018 | Unternehmensmeldung

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics