Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mobile Produktionsplanung, ein Personalisierungsservice für das Semantische Web und die Registrierung wiss. Primärdaten

08.03.2006


Universität Hannover mit drei Projekten auf dem Niedersächsischen Gemeinschaftsstand - PROLEARN stellt neue Methoden des eLearning vor


Das mobile Informationssystem zur Unterstützung der Produktionsplanung in Wirtschaftsunternehmen (MobiTeP) ist nur eines der Projekte der Universität Hannover, das auf dem niedersächsischen Gemeinschaftstand auf der CeBIT 2006 vorgestellt wird. Neben dem Institut für Integrierte Produktion Hannover gemeinnützige GmbH präsentieren auch das Institut für Verteilte Systeme der Universität Hannover und das Forschungszentrum L3S aktuelle Forschungsergebnisse: Von Donnerstag 9. bis Mittwoch 15. März 2006 werden in Halle 9, Stand C21, die Möglichkeiten der intelligenten Informationsrecherche im Semantischen Web durch die Personalisierte Suche und die Registrierung wissenschaftlicher Primärdaten für Digitale Bibliotheken gezeigt. Das L3S ist außerdem mit einem eigenen Stand vertreten. (Halle 9, Stand B 37). An beiden Ständen stellt das Exzellenznetzwerk PROLEARN zukünftige Lern- und Lehrmethoden aus dem eLearning vor. Am Montag, 13. März um 14 Uhr wird ein PROLEARN Round Table Gespräch zum Thema "eLearning/Technology Enhanced Learning" innerhalb des IRC Future Match durchgeführt (Halle 9, Stand C21).

Institut für Integrierte Produktion Hannover gemeinnützige GmbH - IPH Planung und Ausführung der Produktion in mittelständischen Unternehmen sind üblicherweise räumlich voneinander getrennt. Auch die für die Produktion relevanten Daten fließen daher nicht automatisch zusammen. Bei unvorhergesehenen Ereignissen wie Maschinenausfällen oder kurzfristigen Änderungen des Produktionsplanes führt diese Trennung häufig zu Abstimmungsproblemen.


Das mobile Informationssystem MobiTeP ermöglicht, die getrennt vorliegenden Informationen zusammenzuführen, darzustellen und für das jeweils betroffene Arbeitssystem auszuwerten. Das System basiert auf einer Kombination von mobiler Hardware und einer Software zur Überwachung und Steuerung der Produktion. MobiTeP ermöglicht durch den direkten Einsatz am Arbeitsplatz eine Beurteilung der aktuellen Produktionssituation und eine unmittelbare Einleitung von Umplanungsmaßnahmen. Dies hat eine nachhaltige Verbesserung von Lieferzeiten, Liefertreue und Produktivität zur Folge.

Kontakt: Universität Hannover, Institut für Integrierte Produktion Hannover gemeinnützige GmbH, Dr. Steffen Reinsch, Telefon 0511/279- 76119, E-Mail: reinsch@iph-hannover.de.

Institut für Verteilte Systeme

Das Internet wächst rasant und ist im Geschäftsleben zu einer der wichtigsten Informationsquellen geworden. Schnell und gezielt an Informationen zu kommen, wird durch die überwältigende Auswahl immer schwieriger. Als Weiterentwicklung des Internet gilt das "Semantische Web", das Informationen formal - und demzufolge maschinell verarbeitbar beschreibt und bessere Nutzungsmöglichkeiten verspricht.

Mit dem "Personal Reader Framework" hat das Institut für Verteilte Systeme der Universität Hannover eine Umgebung geschaffen, um personalisierte Informationsangebote im Semantic Web effizient zu realisieren - die Kernidee des Projektes besteht darin, die Informationssuche gezielt zu steuern, so dass der Nutzer Informationen nach Bedarf auswählen und buchen kann. Das Personal Reader Framework stellt so genannte Personalisierungsservices zur Verfügung, die zum Beispiel individuelle Empfehlungen für Informationen aussprechen, relevante Informationen aufzeigen oder Hinweise auf thematisch verwandte Informationen geben.

Kontakt: Universität Hannover, Institut für Verteilte Systeme, Prof. Nicola Henze, Telefon: 0511/762-19712, E-Mail: henze@l3s.de.

Forschungszentrum L3S

In jüngster Zeit haben Berichte über die Fälschung wissenschaftlicher Forschungsergebnisse die Wissenschaft aufgeschreckt. Seither gibt es Regeln hinsichtlich der guten wissenschaftlichen Praxis. Dazu gehört die Verpflichtung, Forschungsdaten, die wissenschaftlichen Veröffentlichungen zugrunde liegen, mindestens zehn Jahre zu speichern und zugänglich zu machen. Die wissenschaftlichen Daten erhalten dadurch ein Eigenleben: Sie werden zitierfähig und stellen eine eigenständige wissenschaftliche Leistung dar.

Für ein Projekt der Deutschen Forschungsgemeinschaft hat die Technische Informationsbibliothek Hannover (TIB) beispielhaft die Registrierung für Primärdaten aus den Geowissenschaften übernommen. Dafür werden die Daten mit einem Digital Object Identifier (DOI) gekennzeichnet. Das Forschungszentrum L3S hat zur Registrierung der DOIs eine modulare Infrastruktur entwickelt, die ein Browser-Interface und Webservice-Funktionalität enthält - das System baut auf dem XML-basierten Publishing-Framework COCOON von Apache auf, das vom Forschungszentrum L3S eine weltweit einmalige integrierte Webservice-Schnittstelle erhalten hat. Die Anbindung weiterer Software wird dadurch überflüssig. Mit Hilfe dieser Infrastruktur sind bisher mehrere hunderttausend DOIs problemlos registriert worden. Die Struktur des Systems kann auch zukünftig ohne große Änderungen an weitere Registrierungsaufgaben angepasst werden.

Kontakt: Universität Hannover, Forschungszentrum L3S, Prof. Wolfgang Nejdl, Tel.: 0511/762- 19710, E-Mail: nejdl@l3s.de

PROLEARN

Das Exzellenznetzwerkes PROLEARN befasst sich mit dem Einsatz modernster Technologien für aktuelle und zukünftige eLearning Szenarien und Kontexte. Zwei Schlüsselthemen stehen im Mittelpunkt: die Verbesserung von Ressourcen für die berufliche Aus- und Weiterbildung durch Zukunftstechnologie und deren Nutzung in kleinen, mittelständischen und auch großen Unternehmen. PROLEARN wird seit dem 1. Januar 2004 vom Forschungszentrum L3S an der Universität Hannover koordiniert. Ziel des Projektes sind die Abstimmung und Fokussierung der europäischen Forschung im Bereich der Aus- und Weiterbildung innerhalb von Firmen. Im europäischen Kontext ist PROLEARN das einzige Exzellenznetzwerk, das auf "Professional Learning" fokussiert. Anfang 2006 hat das Projektkonsortium sich mit der Aufnahme der Open Universiteit Nederlandse und die i-mc AG auf 21 renommierte europäische wissenschaftlichen Partnerinstituten und Industriepartner vergrößert. Darüber hinaus integriert es über 250 internationale assoziierte Partner aus Industrie und Wirtschaft. Mit seinen vielfältigen Aktivitäten verbessert PROLEARN die internationale Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen, indem es deren Leistungsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit unterstützt. Obwohl der Schwerpunkt von PROLEARN auf Europa und europäischer Forschung liegt, hat das Netzwerk exzellente Partner in außereuropäischen Ländern wie zum Beispiel Kanada und den USA. Auf diese Weise wird der Einfluss auf die weltweite Forschung im Bereich der mediengestützten Aus- und Weiterbildung gewährleistet. PROLEARN ist darüber hinaus Gründungsmitglied im Professionell Learning Cluster (PRO-LC), einem Zusammenschluss renommierter europäischer Forschungs-Großprojekte im Bereich Professionell Learning. Informationen zu diesem Projekt gibt es auch unter www. professional-learning-cluster.org.

Kontakt: Universität Hannover, Forschungszentrum L3S, Dr. Christoph Strutz, Telefon 0511/762-9713, E-Mail: strutz@l3s.de.

Dr. Stefanie Beier | Universität Hannover
Weitere Informationen:
http://www.uni-hannover.de
http://www.professional-learning-cluster.org

Weitere Berichte zu: L3S Learning PROLEARN Primärdaten Registrierung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie CeBIT 2006:

nachricht Zum Abschluss der CeBIT 2006 Hannover: Trends und Themen der CeBIT 2006
16.03.2006 | Deutsche Messe AG, Hannover

nachricht Eine elektronische Umarmung
16.03.2006 | Bauhaus-Universität Weimar

Alle Nachrichten aus der Kategorie: CeBIT 2006 >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Im Focus: Was passiert, wenn wir das Atomgitter eines Magneten plötzlich aufheizen?

„Wir haben jetzt ein klares Bild davon, wie das heiße Atomgitter und die kalten magnetischen Spins eines ferrimagnetischen Nichtleiters miteinander ins Gleichgewicht gelangen“, sagt Ilie Radu, Wissenschaftler am Max-Born-Institut in Berlin. Das internationale Forscherteam fand heraus, dass eine Energieübertragung sehr schnell stattfindet und zu einem neuartigen Zustand der Materie führt, in dem die Spins zwar heiß sind, aber noch nicht ihr gesamtes magnetisches Moment verringert haben. Dieser „Spinüberdruck“ wird durch wesentlich langsamere Prozesse abgebaut, die eine Abgabe von Drehimpuls an das Gitter ermöglichen. Die Forschungsergebnisse sind jetzt in "Science Advances" erschienen.

Magnete faszinieren die Menschheit bereits seit mehreren tausend Jahren und sind im Zeitalter der digitalen Datenspeicherung von großer praktischer Bedeutung....

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Automatisiertes Befüllen von Regalen im Einzelhandel

19.07.2018 | Verkehr Logistik

Mobilfunkstrahlung kann die Gedächtnisleistung bei Jugendlichen beeinträchtigen

19.07.2018 | Studien Analysen

Mit dem Nano-U-Boot gezielt gegen Kopfschmerzen und Tumore

19.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics