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»Molekulare Organisation und Dynamik an Grenz- und Oberflächen«

25.04.2002


Das Graduiertenkolleg 328 wird fortgesetzt

Das seit 1996 an der Universität Ulm eingerichtete Graduiertenkolleg »Molekulare Organisation und Dynamik an Grenz- und Oberflächen« (Sprecher Prof. Dr. Stephan Herminghaus, Leiter der Abteilung Angewandte Physik), geht zum 1. November 2002 in seine dritte Periode. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hat bis 31. Oktober 2005 eine Fördersumme von 808.000 ? bewilligt.

Graduiertenkollegs verfolgen das Ziel, durch das Arbeiten im Verbund des Kollegs, die Kooperation zwischen den beteiligten Doktoranden, Postdoktoranden und Dozenten und die dadurch ermöglichte Erweiterung des Lehr- und Praktikumsangebots die Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses zu verbessern und ihn zu interdisziplinärem Denken und Handeln anzuregen. Molekulare Prozesse und Strukturen an Grenzflächen sind das Thema des Ulmer Graduiertenkollegs 328. Der wissenschaftliche Schwerpunkt liegt auf der molekularen Strukturbildung an Grenzflächen sowie den dabei ablaufenden Relaxations-, Transport- und Ordnungsprozessen bis in den Nanometerbereich. Insbesondere gilt das Interesse der Anordnung organischer Moleküle an festen, geordneten Grenzflächen.

Die Eigenschaften atomarer Oberflächenstrukturen von Metallen, Halbleitern und oxidischen Materialien werden zum Beispiel unter dem Gesichtspunkt ihrer Wechselwirkung mit organischen Filmen behandelt. Von den Wechselwirkungen kann sowohl die Struktur der Filme als auch die Substratstruktur beeinflußt werden. Ein Beispiel hierfür sind sich selbst strukturierende organische Filme als lithographische Masken. Methodisch behandelt und integriert das Graduiertenkolleg Forschungsansätze aus der Elektrochemie, der Halbleiter- und Oberflächenphysik, der supra- und makromolekularen Chemie sowie Fragen zur Biokompatibilität, Zelladhäsion und Zellbewegung. Ein wichtiges Verbindungselement bilden Analyse- und Charakterisierungsmethoden zur Struktur und Dynamik von Oberflächen und dünnen Filmen. Ein Schwerpunkt der Ulmer Aktivitäten ist dabei die Rastersondenmikroskopie. An dem Graduiertenkolleg beteiligen sich 12 Abteilungen der Universität sowie das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstofforschung Stuttgart und Ulm (ZSW).

Der Förderung interdisziplinärer Promotionsvorhaben dient ein begleitendes Lehrprogramm unter Beteiligung auswärtiger Dozenten. Ein wesentliches Anliegen besteht darin, die mit der Forschungsarbeit vorgegebene Spezialisierung der Doktoranden durch das Lehrprogramm und durch den kollegialen Kenntnistransfer zu ergänzen und zu verbreitern. Die Absolventen des Graduiertenkollegs sollen eine fachübergreifende Qualifikation erwerben, die es ihnen erlaubt, unterschiedliche Aspekte aus den durch das Graduiertenkolleg abgedeckten Teildisziplinen miteinander in Beziehung zu setzen und eigenständig neue Forschungsansätze abzuleiten.

Durch die Einrichtung des Sonderforschungsbereiches 569 »Hierarchische Strukturbildung und Funktion organisch-anorganischer Nanosysteme«, der dem Graduiertenkolleg thematisch nahesteht und an dem der größte Teil der Dozenten des Graduiertenkollegs als Teilprojektleiter teilnimmt, ist das Kolleg thematisch gestärkt und noch besser in die Fakultät integriert worden. Die Zahl der Bewerber ist hoch: im letzten Berichtszeitraum waren es 104 von außerhalb, davon 60 aus dem Ausland.

Peter Pietschmann | Pressemitteilungen

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