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Leistungsorientierte Budgetierung an Universitäten und Fakultäten/Fachbereichen

23.05.2006


Zur HIS-Kurzinformation A 1/2006 Leistungsorientierte Budgetierung an Universitäten und Fakultäten/Fachbereichen

Die leistungsbezogene Mittelvergabe durch Formelverfahren und Zielvereinbarungen ist von zentraler Bedeutung für die strategische Steuerung von Hochschulen. Im Rahmen eines Kooperationsprojektes mit ausgewählten Universitäten hat HIS die konkrete Umsetzung der hochschulinternen leistungsbezogenen Budgetierung ausführlich analysiert und dabei auch den Aspekt der Mittelverteilung innerhalb der Fakultäten bzw. Fachbereiche einbezogen.

Formelgebundene Verteilungsverfahren erweisen sich nach Beobachtung der beteiligten Universitäten als geeignet, Transparenz hinsichtlich des Budgetierungsgeschehens sowie der erbrachten Leistungen herzustellen. Insbesondere die Leistungstransparenz entfaltet auf der Fakultäts- bzw. Fachbereichsebene bereits Motivations- und Steuerungswirkungen. Die finanziellen Anreizeffekte sind allerdings eher gering, da die meisten Universitäten bislang nur geringe Budgetanteile in die formelgebundene Mittelvergabe einbeziehen. Der Grund hierfür ist insbesondere darin zu sehen, dass die Hochschulen u.a. aufgrund des öffentlichen Dienstrechts nur über begrenzte Handlungsspielräume verfügen. Zielvereinbarungen werden von den Universitäten dezidiert als strategische Steuerungsinstrumente eingesetzt und sind in vielfacher Weise relevant für die Ressourcenverteilung, wobei ein Teil der per Zielvereinbarung zugewiesenen Mittel zumeist an spezifische vereinbarte Ziele gekoppelt wird. An einigen Universitäten hängt die Höhe der Z uweisungen zudem vom Ausmaß der Zielerreichung ab. Mit Blick auf die Mittelverteilung innerhalb der Fakultäten bzw. Fachbereiche zeigt sich eine Tendenz zur Verwendung stark ausdifferenzierter Finanzierungsformeln.

In dem Bericht finden sich ausführliche Dokumentationen der jeweils eingesetzten formelgebundenen Verteilungsverfahren und Zielvereinbarungen. An dem Projekt haben sich die Freie Universität Berlin, die Humboldt-Universität zu Berlin, die TU Berlin, die Universität Bremen, die Universität Gießen und die TU München beteiligt.

Dr. Michael Jaeger | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.his.de

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