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"Science on Stage Deutschland e. V." fördert naturwissenschaftliche Bildung

29.07.2003


Mit seiner ersten öffentlichen Mitgliederversammlung am letzten Freitag in Bad Honnef bei Bonn hat der neu gegründete Verein "Science on Stage Deutschland" seine Arbeit aufgenommen. Er hat das Ziel, die naturwissenschaftlich-technische Bildung in Schule und Gesellschaft auf nationaler und europäischer Ebene zu fördern.



Eine seiner Hauptaufgaben ist die Auswahl der deutschen Bewerbungen für das internationale Wissenschaftsfestival "Physics on Stage". Dort können sich Physiklehrkräfte aus ganz Europa über Lehrmethoden und -material austauschen. Vorsitzender des Vereins ist Michael Kobel, Physik-Professor an der Universität Bonn. Die Initiative "Physics on Stage" wird von sieben führenden europäischen Forschungseinrichtungen organisiert und von der EU unterstützt.



Eine der drei bisher vom europäischen Organisationskomitee für das Festival ausgewählten "On-stage"-Aufführungen ist eine deutsche Bewerbung: Die "Physikanten" aus Dortmund dürfen nun mit ihrer Show "Beautiful Physics and Life" bei "Physics on Stage 3" vom 8. bis 15. November 2003 das Publikum begeistern. Veranstaltungsort ist das Satelliten-Testzentrum ESTEC der ESA im niederländischen Noordwijk. Auch unter den bisher ausgewählten fünf Workshops des Festivals befindet sich ein Beitrag unter deutscher Leitung: das "CoPhyLab", ein Schulnetzwerk für gemeinsame physikalische Experimente über Ländergrenzen hinweg, wird dort seine Arbeit vorstellen. Noch bis zum 15. September können sich in einer zweiten Runde weitere Projekte für Aufführungen, Präsentationen oder die Teilnahme am deutschen Stand bewerben. Einzelne Vorhaben können dabei mit bis zu 10.000 Euro unterstützt werden.

Der Verein "Science on Stage Deutschland" möchte neben der Förderung von "Best practise"-Beispielen möglichst vielen Fachlehrerinnen und -lehrern einen Austausch mit Lehrkräften aus anderen europäischen Ländern ermöglichen. Ein entsprechendes Programm wird dazu in Zusammenarbeit mit der Europäischen Physikalischen Gesellschaft aufgestellt. Darüber hinaus veranstaltet der Verein nationale Symposien, in denen Handlungsempfehlungen für die Bildungspolitik erarbeitet werden. Alle, die an der Förderung der naturwissenschaftlich-technischen Bildung in Schule und Gesellschaft und an internationalen Kontakten auf diesem Gebiet interessiert sind, sind als Mitglieder herzlich willkommen. Der Mitgliedsbeitrag beträgt für Einzelpersonen jährlich 30 Euro, ermäßigt 15 Euro (für Studenten oder bei Mitgliedschaft in didaktischen Fachverbänden). Der kostenlose Bezug von Dokumentationen der Festivals und Symposien sowie ein Abonnement der Zeitschrift "CERN Courier" mit interessanten Neuigkeiten aus der Teilchenphysik sind im Beitrag bereits inbegriffen.

Ab dem 1. Oktober steht allen Mitgliedern, Bewerbern und anderen Interessierten die Berliner Geschäftsstelle des Vereins zur Verfügung. Als Geschäftsführerin wurde Frau Stefanie Zweifel verpflichtet. Sie ist Politikwissenschaftlerin mit europäischer Arbeitserfahrung und war zuletzt in der Geschäftsstelle des Vereins "MINT-EC" tätig.

Besonderer Dank gilt dem Arbeitgeberverband Gesamtmetall, der die deutsche Beteiligung an "Physics on Stage" seit dem Jahr 2000 im Rahmen seiner Initiative "Think-Ing" maßgeblich unterstützt hat.

Science on Stage Deutschland e.V.
Vorsitzender: Prof. Dr. Michael Kobel,
Physikalisches Institut, Universität Bonn
Nussallee 12, 53115 Bonn

Geschäftsstelle (ab 1. Oktober):
Poststraße 4/5, 10178 Berlin
Geschäftsführung: Frau Stefanie Zweifel


Dr. Andreas Archut | idw
Weitere Informationen:
http://www.physik.uni-bonn.de/physics-on-stage

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