Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

BMBF legt neues Konzept zur Energieforschung vor

31.03.2008
Staatssekretär Meyer-Krahmer: "In der Nachhaltigkeit liegt unsere Zukunft" / Exzellente Grundlagenforschung Voraussetzung für Erfolg beim Klimaschutz

Deutschland hat sich gemeinsam mit seinen Partnerstaaten aus der Europäischen Union ehrgeizige Klimaziele gesetzt. Um diese Ziele zu erreichen, ist ein effizienter und verantwortungsvoller Umgang mit Energie unerlässlich.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) baut deshalb die Förderung für die Energieforschung massiv aus: Im Vergleich zum Vorjahr hat das Ministerium im Jahr 2008 seine Projektförderung für diesen Forschungsbereich verdoppelt. Das BMBF wird damit in diesem Jahr für die Energieforschung mehr als 325 Millionen Euro ausgeben - allein mindestens 125 Millionen Euro für die Projektförderung, rund 200 Millionen Euro für die institutionelle Förderung für die Helmholtz-Gemeinschaft. Bis 2010 soll die Summe für die Projektförderung noch einmal erheblich ansteigen.

Das der künftigen Förderung zugrunde liegende Konzept "Grundlagenforschung Energie 2020+" stellte Staatssekretär Prof. Frieder Meyer-Krahmer am Montag in Berlin vor. "Entscheidend ist, dass wir Wissenschaft und Wirtschaft noch besser vernetzen", sagte der Staatssekretär. Die Förderung solle Grundlagenforschung mit anwendungsorientierten Arbeiten zusammenbringen. Insofern passt sich das Konzept "Grundlagenforschung Energie 2020+" ein in die Hightech-Strategie der Bundesregierung, in der die Energieforschung ein wichtiges Thema ist. "Wir brauchen gerade im Energiebereich exzellente Grundlagenforschung, um Innovationen möglich zu machen. Die Energieforschung ist zudem wesentlicher Bestandteil der Forschung zum Klimaschutz, denn fast alle Forschungsthemen haben eine Absenkung der CO2 -Emissionen zum Ziel", sagte Meyer-Krahmer.

... mehr zu:
»Energieforschung

Förderschwerpunkte sind Forschungsarbeiten, deren Ziel effizientes Erzeugen, Umwandeln, Speichern, Nutzen und Transportieren von Energie ist. Zudem werden Projekte gefördert, bei denen es um Technologien für die nächste Generation der erneuerbaren Energien geht. Ein weiterer Schwerpunkt sind Forschungsarbeiten zum unterirdischen Speichern des Klimagases Kohlendioxid. Außerdem will das BMBF durch eine gezielte Projektförderung in der Fusionsforschung dazu beitragen, die Chancen für eine erfolgreiche Beteiligung deutscher Firmen und Forschungseinrichtungen an Aufträgen für den Bau des großen internationalen Projektes zur Fusionsforschung ITER in Frankreich zu erhöhen. Schließlich sollen Arbeiten zur Strahlenforschung und zur nuklearen Sicherheitsforschung dafür sorgen, dass die Kompetenz im Bereich nukleare Sicherheit in Deutschland erhalten bleibt.

Das Ministerium legt bei dem neuen Energieforschungsprogramm besonderes Gewicht auf die Vernetzung der Energieforschung mit anderen Bereichen wie zum Beispiel Materialwissenschaften, Nanotechnologie, Lasertechnologie, Mikrosystemtechnik oder Klimaforschung. "Gerade dort, wo sich verschiedene Fachgebiete begegnen, entstehen neue Ideen und Lösungsansätze", sagte Meyer-Krahmer. Ein Beispiel ist der Themenschwerpunkt "Organische Photovoltaik". Hier kann die Energieforschung zusammen mit der Materialforschung und der Chemie neue Wege eröffnen.

Strategische Partnerschaften zwischen öffentlich und privat geförderter Forschung sind eine weitere wichtige Komponente des Förderkonzepts. Innovationsallianzen zur organischen Photovoltaik und zur Entwicklung neuer Batteriekonzepte sind bereits angelaufen. Die Unterstützung solcher Initiativen soll im Rahmen des Konzepts ausgebaut werden.

Silvia von Einsiedel | idw
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de/pub/grundlagenforschung_energie.pdf
http://www.bmbf.de/press/2263.php

Weitere Berichte zu: Energieforschung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Das Schulbuch wird digital
21.08.2019 | Universität Siegen

nachricht Forschungsunterstützung durch Ghostwriter
21.08.2019 | Dr. Franke / Thoxan

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Forschende entdecken, wie äußere Reize den Auf- und Abbau des Skeletts im Kern von Säugetierzellen steuern

Nicht nur in Muskelzellen spielen sie die Hauptrolle: Die Aktinfilamente sind eines der häufigsten Proteine in allen Säugetierzellen. Die fadenförmigen Strukturen bilden einen wichtigen Teil des Zellskeletts und -bewegungsapparats. Zellbiologinnen und -biologen der Universität Freiburg zeigen nun in Zellkulturen, wie Rezeptorproteine in der Membran dieser Zellen Signale von außen an Aktinmoleküle im Kern weiterleiten, die daraufhin Fäden bilden.

Das Team um Pharmakologe Prof. Dr. Robert Grosse steuert in einer Studie den Auf- und Abbau der Aktinfilamente im Zellkern mit physiologischen Botenstoffen und...

Im Focus: Neuartiges Antibiotikum gegen Problemkeime in Sicht

Internationales Forscherteam mit Beteiligung der Universität Gießen entdeckt neuen Wirkstoff gegen gramnegative Bakterien – Darobactin attackiert die Erreger an einem bislang unbekannten Wirkort

Immer mehr bakterielle Erreger von Infektionskrankheiten entwickeln Resistenzen gegen die marktüblichen Antibiotika. Typische Krankenhauskeime wie Escherichia...

Im Focus: Machine learning microscope adapts lighting to improve diagnosis

Prototype microscope teaches itself the best illumination settings for diagnosing malaria

Engineers at Duke University have developed a microscope that adapts its lighting angles, colors and patterns while teaching itself the optimal...

Im Focus: Kleine Teilchen, große Wirkung: Wie Nanoteilchen aus Graphen die Auflösung von Mikroskopen verbessern

Konventionelle Lichtmikroskope können Strukturen nicht mehr abbilden, wenn diese einen Abstand haben, der kleiner als etwa die Lichtwellenlänge ist. Mit „Super-resolution Microscopy“, entwickelt seit den 80er Jahren, kann man diese Einschränkung jedoch umgehen, indem fluoreszierende Materialien eingesetzt werden. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Polymerforschung haben nun entdeckt, dass aus Graphen bestehende Nano-Moleküle genutzt werden können, um diese Mikroskopie-Technik zu verbessern. Diese Nano-Moleküle bieten eine Reihe essentieller Vorteile gegenüber den bisher verwendeten Materialien, die die Mikroskopie-Technik noch vielfältiger einsetzbar machen.

Mikroskopie ist eine wichtige Untersuchungsmethode in der Physik, Biologie, Medizin und vielen anderen Wissenschaften. Sie hat jedoch einen Nachteil: Ihre...

Im Focus: Small particles, big effects: How graphene nanoparticles improve the resolution of microscopes

Conventional light microscopes cannot distinguish structures when they are separated by a distance smaller than, roughly, the wavelength of light. Superresolution microscopy, developed since the 1980s, lifts this limitation, using fluorescent moieties. Scientists at the Max Planck Institute for Polymer Research have now discovered that graphene nano-molecules can be used to improve this microscopy technique. These graphene nano-molecules offer a number of substantial advantages over the materials previously used, making superresolution microscopy even more versatile.

Microscopy is an important investigation method, in physics, biology, medicine, and many other sciences. However, it has one disadvantage: its resolution is...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Chemnitzer Linux-Tage 2020: „Mach es einfach!“

18.11.2019 | Veranstaltungen

Humanoide Roboter in Aktion erleben

18.11.2019 | Veranstaltungen

1. Internationale Konferenz zu Agrophotovoltaik im August 2020

15.11.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Der Gewinner ist… Vorankündigung zum 11. Corporate Health Award

22.11.2019 | Förderungen Preise

Erste Liga der Automobilzulieferer

22.11.2019 | Förderungen Preise

Forschende entdecken, wie äußere Reize den Auf- und Abbau des Skeletts im Kern von Säugetierzellen steuern

22.11.2019 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics