Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Deutsche Akademie der Technikwissenschaften gegründet

07.01.2008
Seit Anfang des Jahres haben die Technikwissenschaften in Deutschland eine Interessenvertretung in Form einer nationalen Akademie, wie sie in den meisten Industrienationen bereits verwirklicht worden ist.

Unter dem neuen Namen acatech - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften - wird sich die Institution mit Sitz in München und Berlin dafür einsetzen, dass technologische und technologiepolitische Themen in Deutschland ausgewogen und auf wissenschaftlicher Grundlage diskutiert und bewertet werden können. Den neuen Status sieht acatech als Ansporn und als Verpflichtung, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft weiterhin mit kompetenten und unabhängigen Empfehlungen und Einschätzungen zur Seite zu stehen.

2008 ist für acatech ein Jahr der Neuerungen: Aus dem im Februar 2002 gegründeten Konvent für Technikwissenschaften der Union der deutschen Akademien wurde zum 1. Januar die Deutsche Akademie der Technikwissenschaften. Die Institution, die nun als acatech - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften firmiert, ist als flexible Arbeitsakademie organisiert.

Zu ihren Mitgliedern zählen rund 260 herausragende Wissenschaftler aus einer Vielzahl an Disziplinen. Jedes Mitglied der Akademie ist in bis zu zwei Themengebieten engagiert, den so genannten Themennetzwerken, die ein breites Spektrum technikwissenschaftlicher und interdisziplinärer Fragestellungen abdecken. Dazu zählen Themen wie Energie, Gesundheit, Mobilität und Verkehr sowie Querschnittsthemen, beispielsweise Ausbildung und Beschäftigung, Technologietransfer oder Innovationsentstehung.

Anspruch der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften ist es, fachlich exzellente und weitsichtige Empfehlungen für Politik und Gesellschaft zu erarbeiten, insbesondere für drängende gesellschaftspolitische Fragen mit technologischem Hintergrund, die für die Zukunft des Landes eine immer wichtigere Rolle spielen. Die Ergebnisse der Arbeit werden in Form von Studien und Empfehlungen veröffentlicht; den Austausch mit Politik und Gesellschaft fördern zudem Symposien, Foren und Podiumsdiskussionen.

Als Stimme der Technikwissenschaften hat acatech dabei stets die Anwendung theoretischer Ergebnisse, also die Verbindung von Grundlagenforschung und industrieller Produktion, und die Bedeutung von Technik für die Gesellschaft besonders im Blick. Das zeigt sich auch im Aufbau: Die Mitglieder der Akademie kommen nicht nur aus den klassischen Gebieten der Technikwissenschaften und aus der Forschung in Wissenschaft und Wirtschaft, sondern auch aus angrenzenden Bereichen der Natur-, Geistes- und Sozialwissenschaften. Wichtige Impulse erhält die Deutsche Akademie der Technikwissenschaften zudem aus den mehr als 50 technologieorientierten Unternehmen, die der Institution fördernd verbunden sind. Deshalb kann die Deutsche Akademie der Technikwissenschaften Fragen mit einer sehr umfassenden Perspektive und hohem Praxisbezug beleuchten.

Im Einklang mit anderen Wissenschaftsorganisationen wird sie zudem die deutschen Technikwissenschaften als nationale Akademie auch im Zusammenschluss der europäischen Technikakademien European Council of Applied Sciences, Technologies and Engineering (Euro-CASE) und dem weltweiten Pendant International Council of Academies of Engineering and Technological Sciences (CAETS) mit noch mehr Gewicht vertreten können.

Mit der Einrichtung einer nationalen Akademie der Technikwissenschaften folgt Deutschland den Beispielen großer Industrienationen. So wurde beispielsweise in Schweden neben der nationalen Akademie der Wissenschaften bereits 1919 mit der Ingenjörvetenskapliga Akademien eine Akademie speziell für die Belange der Technikwissenschaften gegründet; bis 1987 folgten die Vereinigten Staaten, Großbritannien und Japan dem Beispiel. Entsprechende Institutionen gibt es mittlerweile aber auch schon in China und in Korea.

Über acatech - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften
Die Deutsche Akademie der Technikwissenschaften ist eine gemeinnützige Einrichtung mit wissenschaftlichem Anspruch und hoher Unabhängigkeit. Sie finanziert sich durch eine institutionelle Förderung von Bund und Ländern sowie durch Spenden und projektbezogene Drittmittel und besteht aus drei Organen: Die Mitglieder der Akademie sind in der Mitgliederversammlung organisiert; der Vorstand, der von den Mitgliedern der Akademie bestimmt wird, lenkt die Arbeit; ein Senat mit namhaften Persönlichkeiten vor allem aus der Industrie, aus der Wissenschaft und aus der Politik berät in Fragen der strategischen Ausrichtung und sorgt für den Austausch mit der Wirtschaft und anderen Wissenschaftsorganisationen in Deutschland.

Die Geschäftsstelle der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften befindet sich in München; zudem ist acatech mit einem Hauptstadtbüro in Berlin vertreten. Präsident der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften ist Prof. Dr.-Ing. Joachim Milberg; den Vorsitz des Senats hat Bundespräsident a. D. Prof. Dr. Roman Herzog inne.

Kontakt und weitere Pressematerialien:
Jann Gerrit Ohlendorf
Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit acatech - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften
Residenz München
Hofgartenstraße 2
80539 München
Tel. +49(0)89/5 20 30 940
mob.+49(0)/176 23 88 61 65

Jann Gerrit Ohlendorf | idw
Weitere Informationen:
http://wwww.acatech.de

Weitere Berichte zu: Industrienation Technikwissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Das Schulbuch wird digital
21.08.2019 | Universität Siegen

nachricht Forschungsunterstützung durch Ghostwriter
21.08.2019 | Dr. Franke / Thoxan

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Struktur und Funktion von Lichtrezeptor bei Cyanobakterien aufgeklärt

Chemie: Veröffentlichung in PNAS

Bestimmte Proteine dienen Pflanzen und auch Cyanobakterien als Lichtrezeptoren. Das Team des Center for Structural Studies (CSS) der Heinrich-Heine-Universität...

Im Focus: Protein pores packed in polymers make super-efficient filtration membranes

A multidisciplinary team of engineers and scientists has developed a new class of filtration membranes for a variety of applications, from water purification to small-molecule separations to contaminant-removal processes, that are faster to produce and higher performing than current technology. This could reduce energy consumption, operational costs and production time in industrial separations.

Led by Manish Kumar, associate professor in the Cockrell School of Engineering at The University of Texas at Austin, the research team describes their new...

Im Focus: Schnellster hochpräziser 3D-Drucker

3D-Drucker, die im Millimeterbereich und größer drucken, finden derzeit Eingang in die unterschiedlichsten industriellen Produktionsprozesse. Viele Anwendungen benötigen jedoch einen präzisen Druck im Mikrometermaßstab und eine deutlich höhere Druckgeschwindigkeit. Forscherinnen und Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) haben ein System entwickelt, mit dem sich in bisher noch nicht erreichter Geschwindigkeit hochpräzise, zentimetergroße Objekte mit submikrometergroßen Details drucken lassen. Dieses System präsentieren sie in einem Sonderband der Zeitschrift Advanced Functional Materials. (DOI: 10.1002/adfm.201907795).

Um nicht nur die Geschwindigkeit, sondern auch die Zuverlässigkeit ihres Aufbaus zu demonstrieren, haben die Forscherinnen und Forscher eine 60 Kubikmillimeter...

Im Focus: Wie man ein Bild von einem Lichtpuls macht

Um die Form von Lichtpulsen zu messen, brauchte man bisher komplizierte Messanlagen. Ein Team von MPI Garching, LMU München und TU Wien schafft das nun viel einfacher.

Mit modernen Lasern lassen sich heute extrem kurze Lichtpulse erzeugen, mit denen man dann Materialien untersuchen oder sogar medizinische Diagnosen erstellen...

Im Focus: Ein ultraschnelles Mikroskop für die Quantenwelt

Was in winzigen elektronischen Bauteilen oder in Molekülen geschieht, lässt sich nun auf einige 100 Attosekunden und ein Atom genau filmen

Wie Bauteile für künftige Computer arbeiten, lässt sich jetzt gewissermaßen in HD-Qualität filmen. Manish Garg und Klaus Kern, die am Max-Planck-Institut für...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

HDT-Tagung: Sensortechnologien im Automobil

24.01.2020 | Veranstaltungen

Tagung befasst sich mit der Zukunft der Mobilität

22.01.2020 | Veranstaltungen

ENERGIE – Wende. Wandel. Wissen.

22.01.2020 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Intelligentes Robotersystem an der TU Bergakademie Freiberg verbessert Trinkwasserkontrolle in Binnengewässern

29.01.2020 | Informationstechnologie

Struktur und Funktion von Lichtrezeptor bei Cyanobakterien aufgeklärt

29.01.2020 | Biowissenschaften Chemie

Unerwartetes Materialverhalten: Vom 2D-Kristall zum 1D-Draht

29.01.2020 | Materialwissenschaften

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics