Transparente Kredite

Das Team und seine Betreuerin Professorin Marliese Uhrig- Homburg haben die Jury mit einem Vorschlag zur besseren Risiskobewertung von Krediten überzeugt. Das Preisgeld von 30.000 Euro kommt sowohl dem Lehrstuhl als auch dem Team zugute.

Wettbewerbsaufgabe war es, „Lehren aus der Finanzkrise“ zu formulieren. Ursprung der Finanzkrise war der Zusammenbruch des amerikanischen Immobilienmarktes: Milliardenkredite fielen aus. Dabei ging es vor allem um Subprime-Kredite, also solche an Kreditnehmer mit geringer Kreditwürdigkeit. Die Karlsruher Wirtschaftsmathematiker und -ingenieure haben daher Vorschläge erarbeitet, wie man Risiken bei der Kreditvergabe besser ermitteln, transparenter darstellen – und vor allem eingrenzen – kann. „Wir haben untersucht, wie sich Probleme der Wertschöpfungskette gegenseitig beeinflussen: von der Kreditvergabe bis zu der Weitergabe von Krediten auf dem Kapitalmarkt“, sagt der Sprecher des Karlsruher Teams, Daniel Müller. „So lässt sich erklären, wie es zu Fehleinschätzungen bei der Bewertung von Kreditrisiken kommen konnte.“ Diesen Beitrag zeichnete die Jury aus, weil er „an den Kern des Problems“ gehe, so der Juryvorsitzende Günter Franke, Professor für Internationales Finanzmanagement und Leiter des Zentrums für Finanzen und Ökonometrie an der Universität Konstanz, in seiner Laudatio.

Ebenfalls einen ersten Preis erhielt das Team der Technischen Universität Darmstadt, Platz drei ging an Studierende der Zeppelin University in Friedrichshafen. Eine Jury mit Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Medien hatte die Preisträger ausgewählt. In den vergangenen acht Monaten hatten insgesamt 38 Teams von 26 Universitäten und Hochschulen aus Deutschland und Österreich Wettbewerbsbeiträge eingereicht. Mit der Auszeichnung will die Postbank Studierende aller Fachrichtungen ermutigen, sich mit aktuellen Fragen der Finanzwirtschaft zu beschäftigen. Der Postbank Finance Award ist mit insgesamt 70.000 Euro der am höchsten dotierte deutsche Hochschulpreis.

Im Karlsruher Institut für Technologie (KIT) schließen sich das Forschungszentrum Karlsruhe in der Helmholtz-Gemeinschaft und die Universität Karlsruhe zusammen. Damit wird eine Einrichtung international herausragender Forschung und Lehre in den Natur- und Ingenieurwissenschaften aufgebaut. Im KIT arbeiten insgesamt 8000 Beschäftigte mit einem jährlichen Budget von 700 Millionen Euro. Das KIT baut auf das Wissensdreieck Forschung – Lehre – Innovation.

Die Karlsruher Einrichtung ist ein führendes europäisches Energieforschungszentrum und spielt in den Nanowissenschaften eine weltweit sichtbare Rolle. KIT setzt neue Maßstäbe in der Lehre und Nachwuchsförderung und zieht Spitzenwissenschaftler aus aller Welt an. Zudem ist das KIT ein führender Innovationspartner für die Wirtschaft.

Media Contact

Dr. Elisabeth Zuber-Knost idw

Weitere Informationen:

http://www.kit.edu

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