Tarifabschlüsse zwischen 2,4 und knapp 4 Prozent: WSI-Tarifarchiv zieht erste Bilanz der Tarifrunde

Die Tarifforderungen bewegten sich zwischen 4,5 Prozent (Holz und Kunststoff) und 7 Prozent (Bauhauptgewerbe) für 12 Monate. Im öffentlichen Dienst und im Bankgewerbe forderten die Gewerkschaften 100 Euro Sockelbetrag plus 3,5 Prozent.

Die Abschlussraten für dieses Jahr reichen von 2,4 Prozent (Energie) bis 3,7 Prozent (Chemische Industrie). Die Mehrzahl der Abschlüsse sieht für dieses Jahr Erhöhungen um 3 Prozent vor.

Im öffentlichen Dienst lag die Abschlussrate für 2014 bei 3 Prozent. Die unteren Entgeltgruppen wurden deutlich stärker angehoben (mindestens 90 Euro).

In den meisten Branchen wurden wieder länger laufende Tarifabschlüsse vereinbart, die bis Ende 2015 und teilweise bis in das Jahr 2016 reichen.

Für das Jahr 2015 reichen die vereinbarten Abschlussraten von 1,0 Prozent (Druckindustrie) bis zu 3,3 Prozent (Bauhauptgewerbe Ost).

„Diese vorläufige Tarifbilanz zeigt, dass die Tariflöhne auch in diesem Jahr in vielen Bereichen im Durchschnitt real spürbar steigen werden“, sagt Dr. Reinhard Bispinck, Leiter des WSI-Tarifarchivs. Genauere Ergebnisse wird das WSI-Tarifarchiv in seinem Halbjahresbericht Anfang Juli 2014 vorlegen.

Noch offen sind die Tarifrunden in der Stahlindustrie, im Bankgewerbe, bei der Deutschen Bahn AG und einer Reihe von weiteren Bereichen.

http://www.boeckler.de/pdf/pm_ta_2014_05_30.pdf – Die PM mit Tabelle und Ansprechpartnern (pdf)

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Rainer Jung idw - Informationsdienst Wissenschaft

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