Innovationsfähigkeit und demografischer Wandel

Innovationen spielen für den wirtschaftlichen Erfolg von Betrieben und Volkswirtschaften eine wichtige Rolle.

Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels, der auch für Baden-Württemberg prognostiziert wird, stehen Unternehmen vor einer neuen Herausforderung: Wie kann es gelingen, die Leistungsfähigkeit einer alternden Belegschaft so zu entwickeln, dass die betriebliche Innovationsfähigkeit erhalten oder sogar gesteigert werden kann? Ein unmittelbarer Vorteil der baden-württembergischen Wirtschaft im internationalen Wettbewerb besteht bisher in der Fähigkeit, Innovationen zu generieren und zu nutzen.

Damit stellt sich die Frage, auf welche Art und Weise der demografische Wandel die Innovationsfähigkeit baden-württembergischer Unternehmen beeinflussen wird.

Zwei eng mit dem demografischen Wandel verbundene Entwicklungen sind dabei von besonderer Bedeutung: Zum einen folgt hoch qualifizierten Mitarbeitern, die in naher Zukunft aus dem Erwerbsleben ausscheiden, nur eine wesentlich geringere Zahl an jüngeren Erwerbstätigen nach. Zum anderen verschiebt sich die Struktur der Erwerbstätigen dahingehend, dass der Anteil älterer Arbeitnehmer zunehmend wächst.

Im Projekt „Innovationsfähigkeit im demografischen Wandel (InnoDemo)“, das vom Wirtschaftministerium Baden-Württemberg mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds unterstützt wird, geht das Institut für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement (IAT) der Universität Stuttgart diesen Fragen nach. Das Projekt soll untersuchen, welche Zusammenhänge zwischen alternden Belegschaften und betrieblichen Innovationsprozessen bestehen und welchen Herausforderungen sich innovative Unternehmen und deren älter werdende Arbeitnehmer in Zukunft stellen müssen. Ziel ist es, Strategien zu entwickeln, die es erlauben, Mitarbeiter unterschiedlichen Alters in Innovationsaktivitäten einzubeziehen. Dazu werden zunächst verschiedene Rahmenbedingungen analysiert, die für den Einsatz älterer Arbeitnehmer in Innovationsprozessen förderlich oder hinderlich sind.

Im Projekt werden daher Expertengespräche, Betriebsfallstudien sowie Workshops mit Führungskräften und Beschäftigten interessierter Unternehmen durchgeführt. Nähere Informationen zum Projekt und den Möglichkeiten einer Beteiligung sind über untenstehenden Kontakt erhältlich.

Ihr Ansprechpartner für weitere Informationen:
Bernd Dworschak
Nobelstraße 12, 70569 Stuttgart
Telefon +49 711 970-2042, Fax +49 711 970-2299
bernd.dworschak@iao.fraunhofer.de

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Claudia Garád Fraunhofer Gesellschaft

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