IAB-Arbeitsmarktbarometer entwickelt sich weiter positiv

„Es ist zu erwarten, dass die Arbeitslosigkeit in den nächsten Monaten saisonbereinigt weiter sinkt“, erläutert Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereichs „Prognosen und Strukturanalysen“. Dabei sei momentan auch nicht absehbar, dass der gesetzliche Mindestlohn den günstigen Arbeitsmarkttrend in Frage stelle.

Die Diskussion um den Verbleib Griechenlands in der Währungsunion habe die Krise der Eurozone zuletzt wieder in den Fokus gerückt. Auch die Entwicklung in Russland und der Ukraine sei wirtschaftlich ein belastender Faktor. Das IAB-Arbeitsmarktbarometer zeigt sich davon unbeeindruckt.

„Der starke Arbeitsmarkt ist eine Versicherung Deutschlands gegen die Unwägbarkeiten der Weltwirtschaft“, stellt Weber fest. Für einen nachhaltigen konjunkturellen Aufschwung werde aber zusätzlich eine kräftige Investitionsdynamik benötigt.

Das IAB-Arbeitsmarktbarometer beruht auf einer monatlichen Befragung aller lokalen Arbeitsagenturen zu der von ihnen erwarteten Arbeitsmarktentwicklung in den nächsten drei Monaten.

Der Indikator bezieht sich auf die saisonbereinigte Entwicklung der Arbeitslosigkeit, also unter Herausrechnung der üblichen jahreszeitlichen Schwankungen.

Da das Saisonbereinigungsverfahren laufend aus den Entwicklungen der Vergangenheit lernt und stets aktuell auf die gesamte Zeitreihe angewandt wird, kann es zu nachträglichen Revisionen kommen.

Die Skala des IAB-Arbeitsmarktbarometers reicht von 90 (stark steigende Arbeitslosigkeit) bis 110 (stark sinkende Arbeitslosigkeit).

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Miriam Dreschel idw - Informationsdienst Wissenschaft

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