Eurex Repo auf Wachstumskurs

Marktanteilsgewinn im Euro Repo-Markt/ Anbindung von fünf neuen internationalen Teilnehmern an Eurex Repo/ Neue Dienstleistungen bei Eurex Repo/ Settlement-Effizienz gesteigert

Die Eurex-Tochtergesellschaft Eurex Repo, einer der führenden Betreiber von elektronischen Repo-Märkten, befindet sich weiter auf Wachstumskurs. Das Unternehmen verzeichnete in den ersten Monaten des Jahres 2006 speziell im Euro Repo-Markt einen signifikanten Marktanteilsgewinn. Außerdem bindet Eurex Repo neue internationale Teilnehmer an und bietet den Handelsteilnehmern neue Dienstleistungen.

Das durchschnittliche ausstehende Volumen der beiden Repo-Märkte – CHF Repo-Markt und Euro Repo-Markt – an Eurex Repo ist im Februar 2006 im Jahresvergleich um 36 Prozent auf 78,5 Mrd. Euro gestiegen (Februar 2005: 57,8 Mrd. Euro). Besonders wachstumsstark zeigte sich der Euro Repo-Markt, der im Vergleichszeitraum einen Anstieg von 63 Prozent auf ein durchschnittlich ausstehendes Volumen von 34 Mrd. Euro im Februar (Februar 2005: 20,8 Mrd. Euro) und damit ein stärkeres Wachstum als der Gesamtmarkt verzeichnete.

Mit der Anbindung von fünf neuen internationalen Handelsteilnehmern – ABN Amro, Credit Suisse, Merrill Lynch, Royal Bank of Scotland und Rabobank – hat Eurex Repo das Vorhaben, die Teilnehmerstruktur zu internationalisieren, seit Jahresbeginn erfolgreich fortgesetzt.

Mit Euro GC Pooling bietet Eurex Repo als einzige Handelsplattform in Europa einen geldgetriebenen internationalen General Collateral Basket-Handel mit derzeit mehr als 8.000 EZB-fähigen, festverzinslichen deutschen Wertpapieren an. Im Februar wurde mit einem ausstehenden Volumen von 14 Mrd. Euro eine neue Rekordmarke in diesem Segment erreicht. Das durchschnittlich ausstehende Volumen beträgt mittlerweile 10 Mrd. Euro und entspricht damit rund 30 Prozent des Gesamtvolumens. Das Unternehmen kündigte an, künftig auch internationale Wertpapiere in den Collateral-Basket aufzunehmen. Damit erhöhe Eurex Repo die Effizienz bei Handel und Collateral-Management von besicherten Geldmarkttransaktionen und unterstütze die Teilnehmer des Repo-Marktes bei der weiteren Optimierung ihrer Sicherheitennutzung.

Außerdem wird Eurex Clearing die so genannte Close-Out-Netting-Regelung in die Clearing-Bedingungen aufnehmen. Auf Basis dieser Regel können Eurex Repo Clearing-Teilnehmer die Eigenkapitalunterlegung bei Repo-Geschäften reduzieren und so die Kosten senken. Zudem ermöglicht die Regelung deutschen und internationalen Instituten zukünftig die Durchführung von Bilanznetting.

Die Settlement-Effizienz bei grenzüberschreitenden Repo-Geschäften wurde nachhaltig gesteigert. Im Rahmen ihrer gemeinsamen in 2005 gestarteten Initiative haben das European Repo Council, Clearstream und Euroclear die Abwicklung von Bundesanleihen weiter verbessert. Durch einen zusätzlichen Datenaustausch zwischen Clearstream und Euroclear wurden Abwicklungsvolumina von der Tagesverarbeitung in die Nachtverarbeitung des Vortages vorgezogen. So wird eine höhere Abwicklungseffizienz in der Nachtverarbeitung erzielt, wobei Clearstream bereits eine Quote von 99,9 Prozent erreicht. Zusätzlich haben Clearstream und Euroclear die so genannte Intraday-Leihgebühr (bis 14:00 Uhr) bei grenzüberschreitender Abwicklung für Bundesanleihen aufgehoben, so dass Marktteilnehmer von erheblichen Kosteneinsparungen profitieren.

Thomas Wania, Global Head Securities Financing bei der Commerzbank in Frankfurt erläutert: „Seit der Einführung der kostenlosen Intraday-Settlementleihe-Fazilität durch die internationalen Zentralverwahrer ist der grenzüberschreitende Handel, vor allem zwischen deutschen und englischen Teilnehmern, wesentlich effizienter“. Eduard Cia, Head of Short Term Interest Rate Desk bei der Bayerischen HypoVereinsbank in München ergänzt: „Es gelten für alle Kontrahenten, unabhängig von der Abwicklungslokation, die gleichen Spielregeln“.

Die Deutsche Finanzagentur hat diese Verbesserungen bei der Settlement-Effizienz begrüßt, da sie einen wichtigen Schritt zur Vernetzung der Finanzmärkte darstellt.

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