Neue Strukturen folgen neuen Strategien: Finanzinstitute mischen die Karten neu

„Das Bankengeschäft ist nach wie vor eine der am stärksten dem Wandel ausgesetzten Branchen“, so der Deutsche Bank Vorstandssprecher Rolf-E. Breuer auf der diesjährigen Hauptversammlung seines Unternehmens. Ein Blick auf die Medienberichterstattung genügt: geplatzte Fusionen bei Großbanken, gelungene Übernahmen im Rahmen von neuen Allfinanzstrategien, Joint Venture-Gespräche zwischen Hypothekenbanken, Basel II um ein Jahr verschoben – die Schlagzeilen und Nachrichten im Bank- und Finanzsektor reißen nicht ab.

Angetrieben vom internationalen Wettbewerb und dem Wunsch der Privatanleger nach ganzheitlicher Betreuung ordnen sich die Finanzinstitute neu. Doch nur wenige Finanzgruppen werden alle Finanzdienstleistungen aus einer Hand bieten können. Um so mehr müssen durch verschiedene Formen der Zusammenschlüsse und Kooperationen Synergieeffekte angestrebt werden. Ob dies durch internationale Akquisitionen, Zusammengehen von Versicherungen und Banken oder Zusammenschluss heimischer Banken geschieht – die möglichen Synergieformen sind sehr unterschiedlich.

Auch im diesen Jahr können Teilnehmer der 6. Handelsblatt-Jahrestagung „Banken im Umbruch“ (26./27. September 2001, Frankfurt) in Referaten und Diskussionen fachkundige Aussagen über zukünftige Entwicklungen erwarten. Dr. Rolf-E. Breuer spricht im Rahmen des Themenkreises „Strategien für den europäischen Kapitalmarkt“ über die Auswirkungen auf das Geschäftsmodell einer großen Bank. Weitere Themen der Tagung sind unter anderem E-Transformationen, Multikanalbanking, Verhältnis von E-Banking und Filialbank, Allfinanz – Strategien und Geschäftsfeldpositionierung, Auswirkungen von Basel II und Fair Value Accounting, Risikomanagement sowie zukünftige Gewinner und Verlierer bei den Wachstumssegmenten. Außenminister a.D. Hans-Dietrich Genscher betrachtet die europäische Finanzökonomie im Spannungsfeld zwischen Politik und Weltwirtschaft. Den Vorsitz der Veranstaltung haben Professor Dr. Wolfgang Gerke, Lehrstuhlinhaber für Bank- und Börsenwesen der Universität Erlangen-Nürnberg und Professor Dr. Uwe H. Schneider vom Institut für Rechtswissenschaften der Universität Darmstadt.

Folgende Referenten sind unter anderen persönlich vor Ort: Luqman Arnold (Präsident der Konzernleitung UBS), Sir Win Bischoff (Chairman Citigroup Europe), Professor Dr. Bernd Fahrholz (Sprecher des Vorstandes Dresdner Bank), Prof. Dr. Kurt Faltlhauser (Bayerischer Staatsminister der Finanzen), Andreas de Maizière (Vorstandsmitglied Commerzbank), Dr. Wolfram Nolte (Vorstandsmitglied AXA Colonia), Jochen Sanio (Präsident des Bundesaufsichtsamtes für das Kreditwesen), Dr. Albrecht Schmidt (Sprecher des Vorstandes HypoVereinsbank), und Peer Steinbrück (Minister der Finanzen des Landes Nordrhein-Westfalen).

Handelsblatt

Das Handelsblatt ist die größte Wirtschafts- und Finanzzeitung in deutscher Sprache. Mehr als 250 Redakteure, Korrespondenten und ständige Mitarbeiter rund um den Globus sorgen für eine aktuelle, umfassende und fundierte Berichterstattung. Handelsblattleser gehören zu den Entscheidern und Meinungsmachern der deutschen Wirtschaft. 85 Prozent sind Selbstständige oder leitende Angestellte, jeder Dritte ist Geschäftsführer oder Vorstandsmitglied. Mit einer verkauften Auflage von über 166.000 Exemplaren (IVW-Durchschnitt 2000) erreicht das Handelsblatt weit mehr als 600.000 Leser.

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Achim Oelgarth ots

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